Mittwoch, April 17, 2013

Rette den Chor!

Ich habe eben vorm Haus mal wieder Frau L. aus dem Chor getroffen. Der Chor ist der ev. Kirchenchor hier im Dorf, in dem ich während der Kleinschaf-Elternzeit gesungen habe. Danach hatte ich dann keine Energie mehr nach der Arbeit Abends noch zur Chorprobe zu gehen und das Kleinschaf hatte eine Phase in der nur nur MAMA! ihn ins Bett bringen durfte. Wenn ich Leute aus dem Chor auf der Straße traf fragten alle, wann ich denn mal wiederkäme und ich sagte immer ich weiß nicht, wann es wieder geht. Irgendwann hörten die Fragen auf, man grüßte nur noch oder fragte nach dem Kind.
Heute sprach mich aber Frau L. wieder auf den Chor an. Wenn niemand neues kommt, hören sie nach den Jubiläumsveranstaltungen nächstes Jahr auf.
Was ist denn eine Kirche ohne Chor? Wenn doch die Gottesdienstbesucher schon nicht mehr singen. Warum genieren die sich immer alle so? Gibt es keine unter 50 Jährigen mehr, die sich trauen zu singen?

Und warum fühle ich mich jetzt verantwortlich?

Dienstag, April 16, 2013

Heute nur Häppchen

Häppchenweise die Spülmaschine einräumen.
Häppchenweise Unkraut zupfen.
Häppchenweise Wäsche falten.
Häppchenweise essen.
Schlückchenweise Tee trinken.
Und dazwischen immer wieder das Baby, das nach fünf Minuten Schlaf mit lautem Quietschen wieder aufwacht. Wenn ich doch nur wüsste, was das soll. Albträume?
Vielleicht sollte ich heute einfach alle Hausarbeit canceln und mich nur auf Nahrungsaufnahme und Babyknuddeln beschränken. Und vielleicht hoffentlich auch nochmal etwas Schlaf nachholen.

haariges

Ich musste mir bei Frau Brüllen gerade mal die Überschrift borgen, denn Haare sind hier auch grad Thema:

Gestern beim Frühstück:
Das Kleinschaf fährt sich durch die Zotteln und sagt: "Mama, bald habe ich so lange Haare wie Du."
Ich: "Willst du das denn?"
Kleinschaf: "Ja!"

Heute beim Anziehen:
Ich knie vor ihm auf dem Boden und mache ihm die Knöpfe auf der Schulter zu.
Das Kleinschaf fragt: "Mama, was hast Du da zwischen den Haaren?" und fährt mit dem Finger meinen Scheitel nach.
Ich: "Das ist ein Scheitel, da fallen die Haare in die eine und in die andere Richtung."
Kleinschaf: "Habe ich auch einen Scheitel?"
Ich: "Nein."
Kleinschaf: "Ich will aber auch einen haben."
Also habe ich mir Mühe gegeben und ihm so gut es ging einen Scheitel ins Fell gebürstet.
Er hat im Gegensatz zu mir sehr, sehr dicke Haare, da war kaum was zu machen, aber als er sich im Spiegel sah und den Kopf ein bisschen hin und hergedreht hatte um möglichst viel von seiner Frisur zu sehen, war er zufrieden.


Oh je.

Ich habe "Mama isst Zwiebeln - Baby kriegt Blähungen" ja immer für Unsinn gehalten. Aber das Babyschaf hat die ganze Nacht geheult und gepupst.
Kein Brotaufstrich mit Zwiebeln mehr für mich. :-(

Montag, April 15, 2013

Erde zwischen den Zehen

und unter den Fingernägeln.
Das Babyschaf hat eines seiner vielen Nickerchen heute Vormittag draußen gemacht und ich mal eben drumherum den halben Vorgarten auf Vordermann gebracht. Ich muss gestehen, es war die einfachere Hälfte, aber es ging erstaunlich schnell. Auf dem Balkon schlummern Tomaten- und Zucchinisamen in den Anzuchttöpfen und Petersilien- und Schnittlauchsamen im Blumenkasten. In der Küche rührt der Brotbackautomat an einem Kürbisbrotteig und eine Maschine Wäsche liegt gewaschen in der Maschine.
Erstaunlich, wie viel man schafft wenn bloß mal die Sonne scheint.

Montag, April 08, 2013

Mal was anderes

Nachdem das erste Kind ja nie auch nur einen Tropfen Milch wieder hergegeben hat, spuckt mir dieses nicht nur nach jedem Stillen sondern generell bei jedem Hochnehmen oder Aufrichten einen Schwall Milch auf die Schulter. Oft genug zielgenau neben das Spucktuch (Kind1:"Mama, das sieht aus wie Vogelkacka."). Hmpf.
Ich tröste mich damit, dass das Baby selbst darüber nicht unglücklich zu sein scheint, bombastisch zunimmt und die Menge vermutlich immer nach mehr aussieht als es ist.

Freitag, April 05, 2013

Der Tagebuch-Fünfte im April

Frau Brüllen hat einen Tagebuch-Tag pro Monat eingeführt. Ich schließe mich an:

0:30 Ich schlafe endlich mit der unruhigen Raupe Nimmersatt zusammen ein.
7:20 - 6:20 sagt mein Wecker. - Mein erster Gedanke ist, dass ich heute unbedingt das Tragetuch aus dem Auto haben muss bevor Mann und Kind damit wegfahren. Gestern hat es mir gefehlt. Ich springe auf, gehe auf den Flur und höre: nichts. Das Zimmer vom Kind ist noch Dunkel, von unten höre ich keinen Mucks. Haben die verschlafen? Ich geh unters Dach um meinen Mann zu wecken, doch das Bett ist leer. Also ist er doch unten. Ich finde ihn lesend auf dem Sofa. Ich setze mich dazu, wir reden.
7:45 Wir hören ein tappen auf der Treppe, dann nichts mehr. Das Kleinschaf übt "unauffällig im Flur stehen", womit er mich schon ein paar Mal ganz schön erschreckt hat (wie im Horrorfilm: man geht nichtsahnend um eine Ecke und dann steht da plötzlich ein Kind, ganz regungslos und stumm und starrt einen an. SPOOKY!) Wir fragen: "Ist da ein Grüffelo in der Küche?" "Oder vielleicht im Flur?" "Ich hab eine gräßliche Tatze an der Tür gesehen!" und schließlich kommt das Kind kichernd zu uns aufs Sofa.
8:00 Der Mann schaut auf die Uhr: Höchste Zeit für den Aufbruch! Er verschwindet mit dem Kleinschaf nach oben zum Anziehen, ich schmiere schnell ein Butterbrot fürs Kind, kann er dann im Auto essen. Dann gehe ich selbst hoch um mich anzuziehen. Der Mann empfiehlt mir Schuhe anzuziehen, wenn ich aus dem Schlafzimmer wieder rauswill, weil er gerade im Flur davor die in der Nacht verfugten Fugen nochmal ansprüht. Ich guck mich um und finde schwarze Wildleder-Turnschuhe, nicht unbedingt passend zu Jeansrock, brauner Strumpfhose und Wollsocken, aber ich will damit ja auch nur ins Bad. Als ich im Bad bin höre ich die Haustür zufallen und erinnere mich dran, warum ich eigentlich aufgestanden bin. Ich hechte die Treppe hinunter und hinaus zum Auto. Der Mann vertäut gerade das mümmelnde Kind auf dem Kindersitz, ich stürze mich auf den Kofferraum. "Pass auf, das keine Flaschen rausrollen!" ruft mein Mann mir noch zu. Ich rupfe ohne Glasbruch zu verursachen das Tragetuch hinter einem umgestürzten Wasserkasten raus, gebe dem Mann einen Kuss und gehe wieder zum Haus. Da höre ich ihn hinter mir Lachen "Die Schuhe sind der Hammer!". Hmpf. Schön dass er drüber lachen kann.
8:15 Die Schuhe bleiben noch genau so lange an den Füßen, bis das Baby aus dem Schlafzimmer geholt und im Bad gewesen ist. dann setzen wir uns aufs Sofa und kümmern uns ums erste Babyfrühstück und ich gucke ein paar Minuten fern.
Danach schlummert das Baby kurz auf dem Sofa, ich frühstücke. Heute kein Tee sondern Kaffee, den lasse ich aber fast komplett kalt werden.
9:30 Wir kümmern uns um Babys zweites Frühstück, untterhalten uns über "Örö" und "Ruu" und ich erledige organisatorisches am Computer und fange an diesen Eintrag zu schreiben.
10:15 Ich stecke das Baby in den Schneeanzug - es sieht aus wie ein hellblauer Seestern - und den Kinderwagen und suche meinen Mantel und die Stiefel. Da weder die dunkelbraunen noch die hellbraunen Stiefel auffindbar sind geht es in gefütterten Gummistiefeln vor die Tür. Mir doch egal. Ziel ist die Post, die Windeln zurückschicken.
10:45 Wir sind zurück, ich packe das Baby aus so weit wie es möglich ist ohne es zu wecken. Dann mache ich mir einen Tee, schreibe eine Email an den Liebsten, der Tee wird kalt. Ich bette das Baby aus dem warmen Kinderwagen aufs Sofa um und befreie es dabei endgültig vom Schneeanzug. Es schläft weiter. Dann kippe ich Kloreiniger ins Klo und falte 2 Minuten lang Wäsche, dann ist das Baby doch wach. Wir gehen wickeln. Als das Baby fast wieder angezogen ist ruft meine Mutter an. Wir telefonieren, das Baby bekommt Frühstück Nr. 3.
11:45 oder so. Ich putze das Klo, stelle eine Maschine Wäsche an, esse ein Brot mit Erdnussbutter und einen Salat (eigentlich war der für die Meerschweine vorgesehen, aber das müssen sie ja nicht wissen) und surfe ein bisschen. Plötzlich ist es 13:00.
13:00 Der Geschirrspüler wird zu Ende eingeräumt und angstellt, 1 Pullover und 2 Hosen zusammengelegt - ich hatte zuerst Socken in der Hand, aber dann brauchte ich Ergebnisse - da war das Baby wieder wach und verlangte Mittagessen. Dann saß ich auf dem Sofa und stillte und strickte, was tatsächlich gleichzeitig geht, nur viel langsamer (das Stricken).
13:45 Bisschen Küche aufräumen, Kanne Tee kochen, bisschen surfen.
14:15 Wäsche falten (10 Minuten), Tee trinken, UrwaldPassionsblume zurückschneiden, das Fenster dahinter putzen (von innen).
15:15 Frische Windel und Nachmittagssnack fürs Baby, eine Reihe stricken, nörgelndes Baby rumtragen, bloggen, Tisch decken.
16:30 Ich stelle beim Tischdecken  fest, dass nur noch vier Scheiben Brot da sind, rufe kurz den Mann an um mich zu vergewissern, dass er nicht doch zufällig auf dem Heimweg einkaufen geht und mache mich mit dem Baby im Kinderwagen auf den Weg zum Bäcker. In Gummistiefeln. Einen Abstecher zum Gemüseladen machen wir auch noch. Ich stelle begeistert fest, dass die auch Pastinaken haben und weniger begeistert, dass die alle schon ei bisschen flauschig sind. Ich kaufe eine Fenchelknolle und spreche die Frau hinter der Theke auf die Pastinaken an. "Montag haben wir frische" verspricht sie. Ui fein. Jetzt freu ich mich auf Montag.
17:15 Wieder zurück und der Rest der Familie ist auch schon da. Gerade durch die Tür höre ich die vertraute 20th Century Fox Melodie und sage: "Oh, hängt ihr schon wieder vor der Kiste?" und mein Mann erklärt: Als sie nach Hause kamen sage er: "Mama und Schwesterchen sind noch gar nicht da, die sind beim Bäcker." woraufhin das Kleinschaf begeistert rief: "Super, dann können wir ja Ice Age gucken!"
Für den Lacher seis ihm gegönnt.
Ich lasse mir vom Mann Bilder von Blutgefäßen in Mäusenieren zeigen (Wahnsinn!) und kümmere mich dann um Babys Abendessen.
17:45 Tisch decken.
18:15 Abendbrot.
18:50 Mann und Kind tuscheln, ziehen sich Jacke und Schuhe an und sind nochmal weg. Ich wickel das Baby, stille und surfe.
19:50 Ich werde mit Blumen überrascht. Die beiden waren im Baumarkt und haben mir Blumen für den Balkon gekauft. :-)
20:00 Das Kind isst endlich das Butterbrot vom Abendessen, auch wenn es nur is um Zeit zu schinden bevor es ins Bett geht.
21:45 Ich gucke den Rest von Wer wird Millionär? und gucke danach für je ein paar Minuten in zwei verschiedene Filme rein, stele aber fest, dass ich mich heute Abend werder für verkorkste Familiendramen noch für einen Krimi ohne Leiche und Handlung begeistern kann. Ich stricke noch zwei/drei Reihen an einem Socken und bin um 10 im Bett.

Schwergewichte

Gestern war die Hebamme hier und hat das kleine Mädchen gewogen.
Unglaubliche 5280 g bringt sie auf die Waage. Ok, ich hatte tatsächlich sowas wie 5 1/4 kg geschätzt, also für mich vielleicht nicht so unglaublich, aber für die Hebamme dann doch.
Später habe ich mal im gelben Heft vom großen Bruder nachgeschaut und der hatte tatsächlich seine U3 als er nur zwei Tage jünger war und wog da 4960 g. Also ähnliche Gewichtszunahme im gleichen Zeitraum (Kind1 war ja auch bei der Geburt leichter).

Donnerstag, April 04, 2013

Papierkram

mag ich nicht.
Trotzdem mache ich den meistens. Wenn es mal läuft und sich alles schön abarbeiten läßt, dann ist auch alles ok, dann macht es vielleicht sogar Spaß (nein, eigentlich nicht) aber im Moment läuft gar nichts.
Der Elterngeldantrag z.B.: Nach der Geburt vom ersten Kind war innerhalb von zwei Wochen alles da, was ich dafür brauche und der Antrag ausgefüllt und abgeschickt. Kind 2 ist 5 1/2 Wochen alt und ich brauche immer noch diverse Bescheinigungen, die ich immer wieder anfragen muss, weil immer noch nicht da oder falsch (daran war ich allerdings mit schuld) oder unvollständig ausgefüllt.
Dazu kommen dann noch so kleinigkeiten wie die Krankenkasse, die es im dritten Anlauf endlich geschafft hat den richtigen Namen aufs Kärtchen vom Baby zu drucken. Oder der Babybedarf-Onlineversand, der erstens länger als erwartet zum Liefern brauchte und dann anscheinend kein 10er Paket Mullwindeln mehr vorrätig hatte und mir deshalb ein 8er Paket geschickt hat, "als Ersatz". Die gehen morgen zurück, auch wenn die 8 Windeln zum Preis von 10 immer noch billiger sind als überall sonst. Vielleicht probiere ich das später nochmal, immerhin habe ich noch einen Gutschein für den Saftladen. Der kam kurz nach dem Windelpäckchen per Post an, von den lieben Exkollegen (Tut mir leid Leute, konntet ihr ja nicht wissen...). Jedenfalls bedeutet das auch wieder Retourschein ausfüllen, netten Brief dazu, wohin ich das Geld zurücküberwiesen haben möchte und dann noch im richtigen Zeitfenster zur Post kommen, denn die hat ja nur noch 2 Stunden am Tag auf und ich vergesse immer ob von 9-11 oder 10-12, bleibt also nur eine Stunde bei der ich mir sicher bin, dass ich das Paket loswerde.
Also so einen Tag pro Woche hätte ich gerne mal ohne solchen Kram.
 Hmpf. Dampfablassen beendet.
Und jetzt suche ich uns mal einen Babyschwimmkurs, mal sehen wie lange sich das hinzieht.

Dienstag, April 02, 2013

Krank

Gestern > 39°C Fieber und Schüttelfrost, heute "nur noch" Hals und Kopfschmerzen.
Ich mag nicht krank sein. ist doch so schönes Wetter draußen.