Freitag, März 15, 2013

Was am Donnerstag wirklich geschah:

Das Kleinschaf ist Nachts um 2 Uhr in mein Bett umgezogen. Hat er sonst noch nie gemacht. Geweckt wurde ich mit ein laut durchs haus gebrülltem "Naseputzen!" Also schälte ich mich aus dem Bett und reichte dem Kind ein Taschentuch. Danach sollte ich ein Buch vorlesen. Wollte ich aber nicht. Dann sollte ich "noch ein Bisschen hierbleiben". In der Kälte vorm Kinderbett knien und wohlmöglich die nächste halbe Stunde Händchen halten und immer wieder das quasselnde Kind bitten mir die ganzen Kindergartengeschichten morgen zu erzählen, waren aber auch keine prickelnden Aussichten, also sprach ich die magischen Worte: "Magst Du vielleicht bei mir schlafen? - Aber bring Deine Decke mit." und wuuusch! war das Kleinschaf in meinem Bett und in weniger als 5 Minuten wieder eingeschlafen. Das Buch hatte er auch gleich mitgebracht, damit ich am Morgen gleich daraus vorlesen kann. "Wenn es hell ist." versprach ich. Schlafen zwischen der Schnorchelmorchel und dem Spulwurm war nicht besonders erholsam, ging aber irgendwie. Einmal wurde ich wach, weil mir das Kind beim Umdrehen eine Ohrfeige verpasst hat und am morgen lag es quer über meinem Kopfkissen während ich mich auf der unteren Hälfte der Matratze eingerollt hatte. Geweckt wurde ich um sechs Uhr durch "Mami liest Du mir jetzt vor? Es ist hell." Ich öffnete die Augen ein wenig und konnte direkt vor meinem Gesicht im Dämmerlicht gerade so die Umrisse von Kind und Buch erkennen. "Nicht hell genug, ich kann ja die Buchstaben noch gar nicht erkennen." Und dann durfte ich tatsächlich noch weitere 12 Minuten schlafen.
Den Tag über ist icht viel passiert. Am Vormittag war meine Hebamme da, der Rest des Tages plätscherte so vor sich hin.
Am Abend wurde das Babyschaf zum ersten Mal richtig gebadet, was es sichtlich genossen hat.

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