Mittwoch, März 13, 2013

Und was machst Du heute? (Mittwoch)

Aufgestanden bin ich heute erst um 8:10. Die Nacht war lang, aber nicht unbedingt gut. Das Baby hat zwar geschlafen, aber ich bin von ihrem Schnaufen, Knötern und Ächzen trotzdem ständig aufgewacht. Das ist ungefär so als ob Sid das Faultier neben einem liegt.
Weil das Baby noch schläft springe ich schnell unter die Dusche und schaffe es danach sogar noch zu Frühstücken. Tee des Tages: English Breakfast aus der farblich passenden Keith-Haring-Tasse mit Sojamilch und einem halben Löffel Zucker.
8:55 Ich schalte den Computer ein, skype mit meinem Mann und fülle den Kindergeldantrag aus.
9:20 Das Baby wird wach. Es folgt das morgendliche wickeln, waschen, anziehen, stillen. Ich singe dabei und versuche mich zu erinnern, was ich mit dem Kleinschaf in dem Alter gespielt habe.
10:20 Endlich fält mal kein matschiger Schneeregen mehr vom Himmel. Ich ziehe uns beide arm an und wir machen einen Spaziergang zur Post, zum Geüselädchen und zum Bäcker. 50 m vor der Post fällt mir ein, dass heute Mittwoch ist, da ist sie Vormittags zu und Nachmittags offen (sonst ist's umgekehrt). Dann gibts halt keine Briefmarken. War auch nicht so dringend. Beim Gemüselädchen kaufe ich eine Blutorange und zwei Tomaten, beim Bäcker ein Mohnbrötchen und ein Klötzchen Hefe.
11:10 Zu Hause angekommen schläft das Kind, ich nutze die Zeit und esse das Brötchen mit "Käse" und einer leider geschmacklosen Tomate.
11:30 Das Baby ist wach, ich wechsel die Windel. Der erste "Blowout".
11:40 Per Skype beim Mann Windelkauf in Auftrag gegeben. Stelle mit Erschrecken fest, dass das Baby in den 11 Tagen, die es zu Hause ist schon 4 1/2 Windelpakete (à 25 Stk.) verbraucht hat.
12:00 Die Post ist da, meine Stillshirts sind da, passen und werden gleich bezahlt.
12:30 ich räume den Frühstückstisch ab, wische ihn sauber und hoffe dort gleich weiteren Papierkram erledigen zu können.
13:00 Das Formular, das ich ausfüllen wollte habe ich nicht gefunden. Alles andere ja, aber dieses eine nicht. Also verschicke ich erstmal das Formular für die Arbeitgeberbescheinigung für den Elterngeldantrag per Mail an den ehemaligen und den derzeitigen Arbeitgeber, mit Bitte das bald ausgefüllt zurückzuschicken.
13:30 Ich habe habe Hunger auf was süßes aus Hefeteig, am liebsten mit Zimt. Nach einer kurzen Konsultation des Chefkochs beschließe ich Zimtschnecken zu backen.Weil ich Hefeteig nicht anders hionbekomme werfe ich alle Zutaten in den Brotbackautomaten und lass ihn mal machen.
14:00 Ich räume die Spülmaschine aus und wieder ein und das Baby fordert Milch, Aufmerksamkeit und eine frische Windel. Danach schläft es und ich versuche das auch zu tun (vorher stricke ich noch 62 Maschen). Meine Narbe schmerzt ein bißchen, vermutlich war der Spaziergang doch etwas zu lang.
15:15 Ich entreiße dem Backautomaten den Teig, der inzwischen schon den Deckel hochdrückt. ein ganzes Kilo Mehl war vielleicht doch zu viel. Ich habe gerade das erste von drei Blechen mit Shnecken bestückt, da wird das Baby wach. Ich rolle, schneide und backe die restlichen Schnecken unterbrochen von Baby schaukeln und vielen kurzen Stillpausen. Das zweite Blech verbrennt, beim dritten vergesse ich die Schnecken mit Ei zu bestreichen.
16:00 (ca.) Ich versuche mich mit Kakao, Zimtschnecken und Feynman aufs Sofa zu setzen, letzten Endes sitze ich dort mit dem Baby und verdrücke Zimtschnecken und Kakao beim Stillen. Solange alles noch halbwegs warm ist.
17:15 Das Telefon klingelt: Mein Mann fragt, ob ich einen Spaziergang zur Ärztin machen und ein Rezept für ihn abholen kann, vor sechs noch. Zum Glück ist das Babyschaf gerade satt und frisch gewickelt und so muss ich uns nur schnell anziehen und stapfe doch nochmal los. Zu unserer Hausärztin ist es immerhin nur halb so weit wie zum Gemüselädchen. Ärztin und Arzthelferinnen sind ganz entzückt vom Baby.
17:45 wieder zu Hause. Blog aktualisieren. Stillen. Abendbrot vorbereiten.
18:15 Die Männer kommen nach Hause. Der große Mann muss sofort joggen, denn er hat Kopfweh, das Kind und ich abendbroten Zimtschnecken.
18:30 Ich lese vor. Heute habe ich einen aufmerksamen Zuhörer, fast eine dreiviertel Stunde lang.
19:15 Der Mann ist wieder da und liest das nächste Buch, ich gehe mit dem Baby hoch und stille vorm Computer.
19:50 Wir gucken "Das Grüffelokind", dann geht das Kind ins Bett.
21:30 Bettgehzeit für Das Baby und mich.

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