Freitag, März 22, 2013

Baby-TÜV

Heute Morgen stand der Baby-TÜV (U3) auf dem Programm. Keine Beanstandungen, alles bestens. Und 4675 g wiegt sie jetzt schon. Meine Güte, mein Rücken ahnt schlimmes...


Mutter-Tochter-Socken

Bonbonfarben!*
Vielen Dank liebe Leseratte, sie passen hervorragend!


* Wer in Heidelberg Geologie studiert hat darf sich das jetzt mit französischem Akzent vorstellen und sich kurz in den Kristalloptikkurs zurrückversetzt fühlen ;-)

Donnerstag, März 21, 2013

Kapitel zu

Gestern war ich in Mainz am Institut, vermutlich zum letzten Mal. Ich war beim Dekanat und bei der Unibibliothek, habe meine Dissertation auch dort abgegeben (elektronisch und gebunden) und bekomme meine Urkunde jetzt in den nächsten Tagen zugeschickt. Am Institut habe ich einen Haufen Unterschriften auf meinem Abgangsprotokoll gesammelt, meinen Schlüssel abgegeben und die letzten persönlichen Sachen aus dem Büro mitgenommen.
Ein letztes Mal war ich auch mit den Exkollegen in der Mensa. Ein Bild habe ich diesmal nicht gemacht.

Dienstag, März 19, 2013

Tatendrang Dienstag

Heute stehen auf dem Plan:

Kinderzimmer auf- und umräumen
Wäsche falten
zur Post gehen
einen Kastenständer aufbauen
Schlafzimmer saugen
Geschirrspüler aus-/einräumen

Das Kinderzimmer ist mein Tatendrang-Punkt für heute (der Kastenständer vielleicht auch), der Rest ist alltäglicher Haushalt.

Auch noch erledigt:
Doktorarbeit hochladen

Tages-T

Tee des Tages: Twinnings Darjeeling (und damit sind wir einmal durchs Selection Pack durch)
Tasse des Tages: Zebra (Da gab es auch noch eine Tigertasse zu, aber die ist leider inzwischen kaputt)

Montag, März 18, 2013

Tatendrang-Woche


Da ist die eine Themenwoche gerade zu Ende, da startet in einer anderen Ecke der Blogwelt schon die nächste: Bei Isabel Bogdan ist Tatendrang-Woche. Genau richtig für mich gerade wieder fitte zu lange zwangsweise untätig wenig tätig gewesene. Mit dem Aufräumen der Waschküche (auf das ich mächtig stolz bin) fing es ja am Wochenende schon gut an und deshalb fokussiert sich mein Tatendrang diese Woche hauptsächlich auf weiteres Entrümpeln. Ich weiß: langweilig, macht jeder im Frühjahr. Ist aber trotzdem das, was ich diese Woche tun will und muss und weil Bloggen motiviert schreibe ich jetzt Abends auf, was ich am Tag gemacht habe (wahrscheinlich wird es einfach eine Fortsetzung der Tagebuchwoche, nur weniger Detailiert und mit mehr Fokus auf das erledigte.

Und? Wie war Dein Sonntag?

Meinen Sonntag reiche ich heute Mittag nach, aber dann ist die Linksammung bei Frau Brüllen zum Tagebuchbloggen für den Tag schon zu, darum erscheint hier jetzt dieser Platzhalter.

So, jetzt aber:
Sonntag Vormittag: Müslifrühstück. Das Brot ist alle und heute hat keiner Lust zum Bäcker zu gehen. Es schneit.
Wir räumen die Waschküche auf, das leere Deguterrarium fliegt raus und soll Platz für eine zweite Waschmaschine machen, die wir am Abend in der Nähe von Stuttgart abholen wollen. Den Plan schmeißen wir Mittags wegen Rückenschmerzen wieder über den Haufen, aber jetzt ist immerhin die Waschküche schön leer und sauber und nach Stuttgart fahren wir nach dem Mittagessen trotzdem, wir wollen mit einer Freundin in die Wilhelma.
Die Fahrt läuft ganz gut, das Baby schreit erst zehn Minuten von Ankunft und im Parkhaus legen wir die erste Stillpause ein.
Wir treffen die Freundin am Eingang und starten. Ab da gestaltet sich der Zoobesuch stressiger als gedacht: Das Babyschaf hasst plötzlich den Kinderwagen, möchte alle 10 Minuten gestillt werden und brüllt wenn es nicht gerade trinkt fast die gesamte Zeit. Das Kleinschaf ist dafür im Turbomodus. Am wenigsten gefällt es dem Baby bei den Raubtieren, da fliegen wir geradezu durch, Mann und Kind lassen sich dort mehr Zeit, dafür sehen wir wie draußen die Elefanten geduscht werden und sich gleich danach mit Sand bewerfen.  Im Giraffenhaus schläft das Baby endlich mal ein bisschen, da bleiben wir dann auch gleich ein bisschen länger. Neben einem wirklich imposanten Giraffenbullen und  einem niedlichen Giraffenbaby, das nur ein paar Tage älter ist als unser eigenes, gibt es noch die Okapis mit den schönen Gesichtern und ganz putzige Rüsselspringer, die offensichtlich sehr wählerisch sind und unter ausgiebigem Rüsselschnüffeln ihre Obstschale umgraben und ab und zu den Rüssel hochklappen um mit spitzen Lippen ein Stückchen herauszupicken.
Danach suchen wir die Keas (das Highlight für den Mann) und dann die Krokodile (gewünscht vom Kind), schlendern ausgibig durchs Aquarium, ich kann mal mehr als zwei Sätze am Stück mit meiner Freundin reden und das Kind fragt "Wo sind die Dinosaurier?"
Zum Abschluss noch eine schnelle Runde durch Nachttier- und Amazonashaus und eine Stillpause in der Schmetterlingshalle, als das Insektarium eigentlich schon geschlossen hat. Dann schnell an den Pinguinen vorbei zum Ausgang, der Zoo schließt, es fängt an zu regnen, wir verabschieden uns und fahren nach Hause. An der nächsten Tankstelle bleiben wir etwas länger stehen, denn das Baby ist mal wieder kurz vorm Verhungern. Die Rückfahrt verläuft dafür wieder einigermaßen ruhig. Zu Hause sind wir 20 nach 8. Ich mache das Kind bettfertig, der Papa macht Abendessen (Reis und Gemüse vom Mittag gebraten mit Ei). Um neun sind dreiviertel der Familie im Bett, das Kind schläft fast sofort ein, das Baby und ich nach dem letzten Stillen. In der Nacht wird es wie gewohnt einmal wach.

Tages-T

Tee des Tages: Twinnings Lady Grey, Sojamilch, ein Stück Würfelzucker
Tasse des Tages: "The Boss" (Ist immer die letzte im Regal. Bedeutet: Ich muss dringend die Spülmaschine anstellen)


Samstag, März 16, 2013

Was machst Dueigentlich den ganzen Tag? (Samstag)

Nun sind wir mit der Tagebuchbloggen-Woche am Wochenende angekommen.
Unser Samstag fing sehr spät an. Oder auch seh früh, wie man das sehen will.
3:30 Das Babyschaf wird zum ersten Mal wach und wird gestillt. gleichzeitig höre ich das Kleinschaf in seinem Zimmer jammern.
3:40 Das Babyschaf ist fürs erste beruhigt, jetzt schlurfe ich zum Kleinschaf rüber. Das klagt über Bauchschmerzen. Ich mache ihm ein Körnerkissen warm und versuche es zum weiterschlafen zu überreden.
3:45 Ich versuche das Kind in meinem Bett schlafen zu lassen, denn inzwischen möchte das Babynochmal nachtanken.
4:00 Kind und Baby sind immer noch wach.
4:15 Der Papa verfrachtet das immer noch wache Kind zurück ins Kinderbett. Das Baby trinkt nochmal.
4:30 Das Kind weint. es hat gekotzt. Papa macht das Kind sauber, Mama das Bett, alle gehen wieder schlafen
6:30 Baby stillen
7:15 Ich werde wach und dreh mich nochmal um
8:15 Ich werde wieder wach, als der Mann aufsteht. und das Kind? Wird tatsächlich auch gerade erst wach. Eine gute Stunde später als sonst.
8:20 Ich dusche, der Mann zieht das Kind an, beide gehen zum Bäcker. Ich kümmer mich um das gerade wach gewordene Baby, dann decke ich den Tisch.
9:15 Wir frühstücken (ich habe vorher schon die letzten beiden Zimtschnecken inhaliert).
Während des Frühstücks schreibe ich zwei sms um eine Waschmaschine zu organisieren, anschließend telefoniere ich mit meiner Freundin in Stuttgart um den morgigen Tag zu planen.
10:00 Bis zum Mittagessen hält mich das Babyschaf auf Trab bzw. auf dem Sofa fest.
12:00 Es gibt Reispfanne, vom Mann erhitzt. Das Kleinschaf denkt sich alle zwei Minuten neue Zutaten aus, die es angeblich nicht mag.
12:30 Das Kind wird unter Gehaul, Protest und lautem Zetern vom Papa ins Bett gesteckt. Mittagsschlaf fällt gtrotzdem aus, das Kind liegt eine Stunde lang im Bett und singt.
13:00 Ich packe erstmals eine Wickeltasche fürs Baby und versuche die Basis für die Babyschale anzugurten. Passt nicht. Also werden wir die Babyschale wie beim ersten Kind auch einfach angurten. Wie gut, dass das Ding nur geliehen ist.
13:15 Ich verlasse mit dem Baby das Haus, wir wollen zu einem Kinderflohmarkt.
13:50 Tragetuchbinden am Auto klappt prima, nach 2 Minuten ist das Baby darin auch eingeschlafen. ich bin begeistert und jetzt ganz davon überzeugt, dass das Tuch das Richtige System für uns ist, auch wenn ich noch Übung beim Binden brauche. Auf dem Flohmarkt ist es 10 minuten vor dem offiziellen start schon reichlich voll, ich schlängel mich durch die Massen und scanne die Stände nach Jungsklamotten, Größe 98/104, Hosen und Pullover. Nur bei den Pullovern werde ich wirklich fündig, an einem Stand kaufe ich einen Stapel T-Shirts und bekomme die einzige Hose des Flohmarkts in 104. Geschenkt, denn sie hat ein Loch. Wie vermutlich alle Hosen dieser Welt in der Größe. In dem Alter überleben Hosen einfach nicht lange genug um weitergegeben zu werden.
14:20 Nach einem kurzen Schnack mit einer mir flüchtig bekannnten Mutter verlassen wir den Flohmarkt wieder. Um 17 Euro ärmer und einen ganzen Beutel Klamotten reicher.
14:35 Ich schaue noch kurz beim Strickcafé vorbei und stelle das Babyschaf vor. Die Damen haben ihr eine Babydecke gestrickt, jede hat ein paar Quadrate beigesteuert. Ich bin gerührt.
15:35 Aus mal kurz ist eine ganze Stunde geworden. Schnell noch was beim Aldi einkaufen, dann weiter zum Spielwarenladen in der Brückenstraße, den Gutschein einlösen, solange der Laden noch da ist (Leider machen die Ostern zu).
17:00 Gutschein erfolgreich umgesetzt, ab nach hause.
17:30 Ich komme, der Mann geht. Mein erster Abend allein mit beiden Kindern. Es geht erstaunlich gut. Das Kind ist sehr geduldig, wenn ich mal nicht sofort was vom Schrank holen oder Handpuppen sprechen lassen kann weil meine Arme gerade anderweitig (mit Baby) belegt sind.
Zwischendurch telefoniere ich mit meiner Mutter, einer Bekannten vom Strickcafé undkurz mit meinem mann, der wissen will, ob alles ok ist.
19:45 Bettgehzeit und aus Dr. Jekyll wird Mr. Hyde. Kaum ist das Kind im Bad kann es nur noch weinen, schreien und trotzen bis es weinend, schreiend und trotzend im Bett liegt.
20:05 Ich singe und plötzlich ist alles wieder gut. Das gute Kind denkt sogar an seine Schwester "Du sollst für A. auch ein Lied singen."

Freitag, März 15, 2013

Was am Donnerstag wirklich geschah:

Das Kleinschaf ist Nachts um 2 Uhr in mein Bett umgezogen. Hat er sonst noch nie gemacht. Geweckt wurde ich mit ein laut durchs haus gebrülltem "Naseputzen!" Also schälte ich mich aus dem Bett und reichte dem Kind ein Taschentuch. Danach sollte ich ein Buch vorlesen. Wollte ich aber nicht. Dann sollte ich "noch ein Bisschen hierbleiben". In der Kälte vorm Kinderbett knien und wohlmöglich die nächste halbe Stunde Händchen halten und immer wieder das quasselnde Kind bitten mir die ganzen Kindergartengeschichten morgen zu erzählen, waren aber auch keine prickelnden Aussichten, also sprach ich die magischen Worte: "Magst Du vielleicht bei mir schlafen? - Aber bring Deine Decke mit." und wuuusch! war das Kleinschaf in meinem Bett und in weniger als 5 Minuten wieder eingeschlafen. Das Buch hatte er auch gleich mitgebracht, damit ich am Morgen gleich daraus vorlesen kann. "Wenn es hell ist." versprach ich. Schlafen zwischen der Schnorchelmorchel und dem Spulwurm war nicht besonders erholsam, ging aber irgendwie. Einmal wurde ich wach, weil mir das Kind beim Umdrehen eine Ohrfeige verpasst hat und am morgen lag es quer über meinem Kopfkissen während ich mich auf der unteren Hälfte der Matratze eingerollt hatte. Geweckt wurde ich um sechs Uhr durch "Mami liest Du mir jetzt vor? Es ist hell." Ich öffnete die Augen ein wenig und konnte direkt vor meinem Gesicht im Dämmerlicht gerade so die Umrisse von Kind und Buch erkennen. "Nicht hell genug, ich kann ja die Buchstaben noch gar nicht erkennen." Und dann durfte ich tatsächlich noch weitere 12 Minuten schlafen.
Den Tag über ist icht viel passiert. Am Vormittag war meine Hebamme da, der Rest des Tages plätscherte so vor sich hin.
Am Abend wurde das Babyschaf zum ersten Mal richtig gebadet, was es sichtlich genossen hat.

Ein Freitag in zwei Welten

Die erste Tage dieser Woche habe ich fürs Tagebuchblogging aufgeschrieben, was ich den ganzen Tag so mache. Und weil die Tage im Leben mit einem Minibaby sich alle schrecklich ähneln (Nein eigentlich ist schrecklich das falsche Wort. Eigentlich fange ich an das zu genießen.) habe ich gestern mal einen Tag aus meiner Zeit als Doktorandin geschildert. Heute gibt es wieder einen Bericht aus Gau Funkloch, allerdings mit Bezug zur Doktorandenzeit. Damit die nämlich mal einen offiziellen Abschluss findet und ich dann auch irgendwann mal ein Zeugnis in den Händen halten kann gibt es noch ein paar kleine Hürden zu nehmen. Z.B. die Abgabe der dissertation bei der Uni-Bibliothek. Darum kümmere ich mich heute.

5:45 Die Nacht ist zu Ende, denn das Babyschaf ist wach. Weil es aber davor die ganze Nacht geschlafen hat (seit halb elf gestern Abend), fühle ich mich überraschend ausgeschlafen und wir stehen auf: stillen, wickeln, stillen, wickeln.

6:30 Ich decke den Frühstückstisch, koche Tee (PG Tips) und bereite einen Kaffe vor.
7:00 Mein Mann steht auf, ich gieße seinen Kaffee auf, wir frühstücken zusammen.
7:20 Das Kleinschaf schläft noch? Ich geh ihn wecken. Das Baby ist gerade glücklich ohne mich, also kann ich dem Kind heute beim Anziehen helfen. Das dauert, aber wir haben heute alle Zeit.
7:40 Frühstück für das Kind und mich, das Baby ist wieder eingeschlafen.
8:15 Kind und Papa verlassen das Haus. Ich suche dreckige Wäsche zusammen und belade die Waschmaschine.
8:30 Ich räume die Spülmaschine aus, da fährt das Auto wieder vor. Huch? Mein Mann füllt Öl nach, dann sind sie wieder weg.
8:40 Ich räume das Bad auf und fege einmal vom Obergeschoss bis in den Keller durch.
9:15 Ich habe gerade den Putzeimer in der Küche abgestellt, da meldet sich das Babyschaf. Wischen kann ich die Böden später auch noch.
Wir gehen an den Computer. Das Baby trinkt, ich blogge und gucke mir ein Vido an, in dem erklärt wird wie man seine Dissertation bei der Uni-Bib abgibt.
10:00 Ich schreibe verschiedene Mails (u.a. eine Anforderung einer Zugangskennung für den upload der pdf-Datei bei der Uni-Bib), plane Ostern und das nächste Wochenende und versuche das Dekanat anzurufen.
10:45 Das Baby ist inzwischen auf meinem Arm fest eingeschlafen. Schnell packe ich uns beide warm ein und gehe zur Post. Die hat seit diesem Jahr nämlich nur noch bis 11 offen. Aber immerhin haben wir eine.
11:00 Die Damen in der Postfiliale sind schon dabei die Tagesumsätze zusammenzurechnen (Handschriftlich, auf Karopapier - ich mag dieses Dorf) verkaufen mir aber trotzdem noch einen Bogen 45cent-Marken.
11:15 wieder zu Hause. länger wurde der Spazierfang nicht, den draußen ist es trotz Sonnenschein aus allen Knopflöchern immer noch schneidend kalt. Das Baby schläft noch, ich frühstücke ein drittes Mal.
11:30 Ich telefoniere mit dem Grafikbüro um 3 weitere Exemplare meiner Doktorarbeit in Auftrag zu geben. Außerdem versuche ich nochmal im Dekanat anzurufen.
12:00 Der Paketdienst klingelt. Um diese Uhrzeit ist es dhl. Der Fahrer ist ein leicht rundlicher gelangweilter Typ Ende Zwanzig, der ganz offensichtlich das Ende seiner Tour herbeisehnt. Der hat doch gestern auch schon so dreingeschaut denke ich. Kommt der jetzt immer? Wo ist der fröhliche kleine Grieche hin? Das Paket ist groß und schwer. Es kommt von meiner Schwägerin und enthält Babyklamotten. Vieles in Größe 56, gerade noch rechtzeitig...
12:15 Ich suche das richtige pdf meiner Diss raus, überarbeite meinen Lebenslauf und schicke beides ans Grafikbüro. Rückruf vom Dekanat, die beiden Exemplare meiner Diss, die ich bei der Prüfungsanmeldung abgeben musste darf ich mir wieder abholen.
12:30 Das Babyschaf wird wieder wach. Ich versuche meinen Doktorvater anzurufen, aber der ist im homeoffice, da probiere ich es lieber erst später nochmal, sonst störe ich wohlmöglich grad beim Essen. Statt dessen skype ich ein bisschen mit der Ex-Kollegin.
13:00 Bloggen und surfen, während das Baby auf meinem Arm schläft.

Der Nachmittag plätschert vor sich hin, der Abend verläuft wie immer, nur mit mehr Geschrei beim ins Bett gehen. Warum auch immer.
Danach ist auch das Baby unleidig. Wir setzen uns noch kurz vor den Kamin und gehen früh ins Bett.

Google Shutdown

Neulich bin ich interviewed worden für eine Sozialforschungsstudie. Am Ende fragte mich der Interviewer ob man mich in 4 Jahren nochmal kontaktieren dürfe um mich dann nochmal zu befragen. Ich gab ihm meine googlemail-Adresse, mit den Worten: "Das ist die emailadresse, die es wohl in vier Jahren auch noch gibt, die Uni- und Institutsadressen laufen ja irgendwann aus." "Ja" lachte der Interviewer "Google gibts dann sicher immer noch"

Da musste ich gestern dran denken.
Ja, ich habe mich auch geärgert, dass Google Reader abgeschaltet wird. Ungefähr 2 Minuten lang. So lange hat es gedauert Feedly zu finden, auszuprobieren und zu mögen.

Donnerstag, März 14, 2013

Tages-T

Tee des Tages: Twinnings Prince of Wales
Tasse des Tages: Visual Sonics

Insgesamt alles eher schwarz-weiß auf dem Frühstückstisch heute Morgen.

Wenn ich noch in Mainz arbeiten würde... (Donnerstag)

... (und kein zweites Kind hätte) sähe mein Tag vielleicht so aus:
Ein Donnerstag im Mai 2012

6:20 klingelt der Wecker. Ab jetzt haben wir 70 Minunten bis wir aus dem Haus müssen. Zuerst sind wir großen im Bad, einer von uns duscht meist noch sehr schnell, ich dusche meistens eher Abends, Donnerstags auf jeden Fall. Wir ziehen uns an, gießen Kaffee (für ihn) und Tee (für mich) auf und er verschlingt die erste Portion Cornflakes.
6:50 Wenn das Kleinschaf noch nicht von selbst wachgeworden ist wecken wir es jetzt. Einer von uns großen geht mit dem Kleinschaf ins Bad, der andere bereitet ihm und mir ein kleines Frühstück vor, für mich ein Marmeladenbrot, fürs Kind meistens Marmeladenbrothäppchen, ein geschnittener Apfel, ein Joghurt oder eine Schale Cornflakes, im besten Fall, hat das Kleinschaf schon gesagt was es möchte, sonst kann es auch sein, dass man die Falsche Wahl getroffen hat, da muss man dann durch und hoffen, dass das Kind irgendwann lernt, dass wir seine Wünsche eben nicht auf seiner Stirn ablesen können. Das Kleinschaf und ich Frühstücken, der Papa räumt die Spülmaschine aus und wieder hinein, was sich gestern Abend und am Morgen schon wieder obendrauf angesammelt hat.
6:20 Wir machen uns abmarschbereit. Das Kleinschaf wird angezogen, ich renne noch durchs Haus und suche meine Sporthose.
6:30 Kurzer Check, ob das HUPS vollständig ist, dann springen wir ins Auto.
7:50 Ich steige am Bahnhof aus, Mann und Kind fahren weiter zu Kindergarten und Arbeit.
7:52 Auf der Anzeigentafel sehe ich, dass der IC nach Mainz mal wieder 10 min später kommt. Also gehe ich noch kurz in die Buchhandlung und kaufe eine Postkarte.
8:00 Ich stehe am Gleis, meine Kollegin und ein Kollege aus einer anderen Arbeitsgruppe sind auch schon da, mein Chef noch nicht. Seine S-Bahn ist heute wohl auch verspätet. Wir sind viele, die von Heidelberg nach Mainz pendeln. Außer meinen Kollegen sind heute auch die Dame vom Ministerium und Peter Ustinov (der natürlich nicht so heißt, mich aber immer an eben den erinnert) mit an Bord. Manchmal fährt noch eine Physikerin mit und zwei oder drei Kollegen, die nur zum Teil in Mainz und sonst in Heidelberg arbeiten.
8:05 Der Zug kommt "pünktlich" nach den angegebenen 10 min. Mein Chef ist immer noch nicht da. Na dann wird er wohl den 8Uhr25 nehmen. Alle Pendler strömen in den letzten Wagen, der beim Fahrradabteil, wo die Plätze nie reserviert sind und immer was frei ist, weil sonst niemand bis zum Ende des Bahnsteigs läuft. Ich kann mir aussuchen ob ich stricke oder am Paper arbeite. Ich entscheide mich heute mal für die Arbeit. Irgendwann soll es ja auch mal fertig werden. Statt dessen unterhalte ich mich aber hauptsächlich mit der Kollegin über Bücher die wir gerade lesen.
8:20 Zwischenstopp in Mannheim, ein weiterer Kollege steigt ein.
9:00 Ankunft in Mainz. Der Bus ist gerade weg, in 9 Minuten fährt der nächste. Oder in 4 Minuten, dann muss man aber am Ende weiter laufen. Heute sind wir faul und warten.
9:30 Ankunft am Institut. Rumgefummel mit den Schlüsseln vorm Chipleser. Ich bin mal wieder zu schnell für die Tür und kugel mir bei dem Versuch sie aufzureißen fast den Arm aus bevor es im Schloss knack macht und ich die Tür öffnen kann.
Im Büro mache ich den Computer an, in der Teeküche setze ich Wasser auf.
In meinen emails ist erstmal nichts wichtiges, nur die Info, dass man sich für das Fußballtraining heute auf 16:00 geeinigt hat (Wir haben leider keine feste Zeit mehr, Mittwochs wird gedoodelt). Das wird knapp, ich werde nicht bis zum Ende bleiben können und direkt vom Feld in den Bus springen.
Ich suche mir einen Teebeutel aus und gehe zurück in die Teeküche. Als das Wasser in der Tasse ist fällt mir auf, dass das schwarzer Tee ist und ich keine Sojamilch mehr habe. Hmpf. Dann eben mit Honig.
9:50 Ich fahre den Laptop hoch und ziehe das Dokument an dem ich auf der Fahrt gearbeitet habe per Stick auf den Bürocomputer. Da ist es dann erstmal offen auf dem Bildschirm und starrt mich an.
10:10 Ich gucke mir meine ToDo-Liste für heute an und forme im Kopf einen Zeitstrahl. Trinke meinen Tee aus. Mein Chef kommt an.
10:20 Ab ins Labor. Eigentlich sollte ich ja fertig sein mit der praktischen Arbeit, aber ich habe noch ein paar UV-Versuche zu wiederholen, weil sich beim Versuchsaufbau ein Fehler eingeschlichen hatte und ich nicht mehr nachvollziehen kann, welche UV-Intensität die Proben denn nun abbekommen haben. Also nochmal. von dem Material habe ich noch, aber nicht gemahlen.
10:30 Im anderen Labor die Leiter rauf und den Schrank mit meinem Probenmaterial einmal ganz ausräumen. Schließlich finde ich die gesuchte Probe. Und alles wieder rein in den Schrank. Seit dem Umzug bin ich immer gefühlt den halben Vormittag am Suchen.
10:50 Zurück im kleinen Labor geht es an die Probenvorbereitung: mahlen, einwiegen, UV-Reaktionszellen verschrauben. Das alles dauert. Währenddessen dürfen die beiden UV-Lampen  warmlaufen. Mindestens eine halbe Stunde brauchen sie dafür, erst dann ist die Intensität stabil.
11:50 Ich überprüfe die UVB-Intensität unter den Lampen. Die Kollegin fragt, wann wir essen gehen. Ich brauche noch 10 Minuten.
12:00 Vier Reaktionsgefäße stehen unter zwei UV-Lampen. Jeweils eine mit UV-durchlässigem Quarzglas und eine mit Fensterglas als Kontrolle. Morgen um diese Zeit werde ich in allen vier den Methangehalt messen.
12:10 Wir könnten jetzt essen gehen, warten aber noch auf einen Kollegen. In der Zeit schaue ich mal schnell auf den Speiseplan, was es heute eigentlich gibt. Heute nur will-ich-nicht-essen (Fleisch) oder darf-ich-nicht-essen (Milch).
12:20 Ich kontrolliere das Guthaben auf meiner Karte, reicht, dann steuere ich die Mensaria an. Für mich gibt es heute eine kleine Portion Pommes und einen Salat. Anschließend kämpfe ich mich die Treppe zu den Ausgaben hinunter, während die ersten Mensagänger schon wieder nach oben strömen. In der Nähe von Ausgabe 3 finde ich meine Kollegen wieder. Wir essen und machen uns über die ausliegenden Flyer lustig.
13:00 Zurück am Institut. Zum Glück habe ich doch noch dran gedacht auf dem Rückweg nochmal durch die Mensaria zu gehen und ein Tütchen Soja-Vanillemilch mitzunehmen (und eine Banane für nach dem Sport), so kann ich jetzt einen Kaffe aus der illegal aufgestellten Senseo-Maschine des Kollegen trinken. Weil es so schön ist draußen, gehen wir mit unseren Kaffees aufs Dach.
13:30 Einmal den Feedreader überfliegen.
13:40 Das seit heute Morgen offene Word-Dokument, das mal mein Paper werde soll findet endlich  Beachtung. Irgenwie verbringe ich damit die nächste zwei Stunden.
15:40 Ich suche einen Bus raus, mit dem ich rechtzeitig vom Fußball zum Bahnhof komme, gucke, ob für meinen Zug vielleicht schon Verspätungen angekündigt sind (sind nicht, ist noch zu früh) und mache eine Liste für morgen (12:00 Messen)
15:55 Die Kollegin und ich ziehen uns um und spurten zum Fußballfeld runter.
16:05 Wir sind immerhin 8 Frauen heute, da kann man schon richtig spielen. Haben wir leider selten in letzter Zeit.
16:50 Mei Handy piepst am Spielfeldrand. Zeit mich zu verabschieden. Ich laufe zum Bus und fahre zum Bahnhof. Die Kollegin bleibt noch, sie wird den Zug um 18:40 nehmen.
17:08 Ankunft am Bahnhof, gleich runter aufs Gleis. Der Zug soll pünktlich sein, oh Wunder! Mein Kollege aus Mannheim und mein Chef sind auch am Bahnsteig.
17:13 Der Zug ist tatsächlich pünktlich, aber ich weiß, er wird es nicht bleiben. Irgendwo auf der Strecke verliert er imme 5-10 min.
Nach dem Sport habe ich keine Lust mehr auf Arbeit, der Laptop bleibt aus. Ich berichte meinem Chef noch kurz etwas zu den gestern ausgewerteten Versuchen, dann starre ich eine Weile aus dem Fenster und krame schließlich mein Strickzeug raus.
18:12 Ankunft in Heidelberg. Mann und Kind warten schon auf dem Parkplatz auf mich. Das Kind sitzt auf dem Autodach und winkt mir sobald ich aus der Bahnhofshalle komme.
18:35 Zu Hause. Wir großen würden jetzt gerne die Füße hochlegen, das Kind will spielen. Ich ziehe mich schnell um, schnappe mir zwei Bananen, eine Fasche Saft und zwei Becher, dann sind wir auch schon unterwegs zum Spielplatz.  Wir bleiben eine Stunde, ich verdrücke unmengen an Sandkuchen, Himbeereis und was ir sonst noch an imaginären Speisen gereicht wird, wir Picknicken was echtes zu essen und gehen wieder heim.
19:40 Ich übergebe das Kleinschaf seinem Papa und dusche.
20:00 Das Kind ist im Bett, ich gehe hin und singe.
20:10 und singe.
20:15 und singe. 
20:30 Abendprogramm. Wir gucken einen Film oder lesen oder surfen. Manchmal geh ich auch runter und nähe.
22:00 oder 23:00 Wir räumen noch ein bisschen auf, füttern die Meerschweine und sind meist um elf/ halb zwölf im Bett.


Mittwoch, März 13, 2013

Und was machst Du heute? (Mittwoch)

Aufgestanden bin ich heute erst um 8:10. Die Nacht war lang, aber nicht unbedingt gut. Das Baby hat zwar geschlafen, aber ich bin von ihrem Schnaufen, Knötern und Ächzen trotzdem ständig aufgewacht. Das ist ungefär so als ob Sid das Faultier neben einem liegt.
Weil das Baby noch schläft springe ich schnell unter die Dusche und schaffe es danach sogar noch zu Frühstücken. Tee des Tages: English Breakfast aus der farblich passenden Keith-Haring-Tasse mit Sojamilch und einem halben Löffel Zucker.
8:55 Ich schalte den Computer ein, skype mit meinem Mann und fülle den Kindergeldantrag aus.
9:20 Das Baby wird wach. Es folgt das morgendliche wickeln, waschen, anziehen, stillen. Ich singe dabei und versuche mich zu erinnern, was ich mit dem Kleinschaf in dem Alter gespielt habe.
10:20 Endlich fält mal kein matschiger Schneeregen mehr vom Himmel. Ich ziehe uns beide arm an und wir machen einen Spaziergang zur Post, zum Geüselädchen und zum Bäcker. 50 m vor der Post fällt mir ein, dass heute Mittwoch ist, da ist sie Vormittags zu und Nachmittags offen (sonst ist's umgekehrt). Dann gibts halt keine Briefmarken. War auch nicht so dringend. Beim Gemüselädchen kaufe ich eine Blutorange und zwei Tomaten, beim Bäcker ein Mohnbrötchen und ein Klötzchen Hefe.
11:10 Zu Hause angekommen schläft das Kind, ich nutze die Zeit und esse das Brötchen mit "Käse" und einer leider geschmacklosen Tomate.
11:30 Das Baby ist wach, ich wechsel die Windel. Der erste "Blowout".
11:40 Per Skype beim Mann Windelkauf in Auftrag gegeben. Stelle mit Erschrecken fest, dass das Baby in den 11 Tagen, die es zu Hause ist schon 4 1/2 Windelpakete (à 25 Stk.) verbraucht hat.
12:00 Die Post ist da, meine Stillshirts sind da, passen und werden gleich bezahlt.
12:30 ich räume den Frühstückstisch ab, wische ihn sauber und hoffe dort gleich weiteren Papierkram erledigen zu können.
13:00 Das Formular, das ich ausfüllen wollte habe ich nicht gefunden. Alles andere ja, aber dieses eine nicht. Also verschicke ich erstmal das Formular für die Arbeitgeberbescheinigung für den Elterngeldantrag per Mail an den ehemaligen und den derzeitigen Arbeitgeber, mit Bitte das bald ausgefüllt zurückzuschicken.
13:30 Ich habe habe Hunger auf was süßes aus Hefeteig, am liebsten mit Zimt. Nach einer kurzen Konsultation des Chefkochs beschließe ich Zimtschnecken zu backen.Weil ich Hefeteig nicht anders hionbekomme werfe ich alle Zutaten in den Brotbackautomaten und lass ihn mal machen.
14:00 Ich räume die Spülmaschine aus und wieder ein und das Baby fordert Milch, Aufmerksamkeit und eine frische Windel. Danach schläft es und ich versuche das auch zu tun (vorher stricke ich noch 62 Maschen). Meine Narbe schmerzt ein bißchen, vermutlich war der Spaziergang doch etwas zu lang.
15:15 Ich entreiße dem Backautomaten den Teig, der inzwischen schon den Deckel hochdrückt. ein ganzes Kilo Mehl war vielleicht doch zu viel. Ich habe gerade das erste von drei Blechen mit Shnecken bestückt, da wird das Baby wach. Ich rolle, schneide und backe die restlichen Schnecken unterbrochen von Baby schaukeln und vielen kurzen Stillpausen. Das zweite Blech verbrennt, beim dritten vergesse ich die Schnecken mit Ei zu bestreichen.
16:00 (ca.) Ich versuche mich mit Kakao, Zimtschnecken und Feynman aufs Sofa zu setzen, letzten Endes sitze ich dort mit dem Baby und verdrücke Zimtschnecken und Kakao beim Stillen. Solange alles noch halbwegs warm ist.
17:15 Das Telefon klingelt: Mein Mann fragt, ob ich einen Spaziergang zur Ärztin machen und ein Rezept für ihn abholen kann, vor sechs noch. Zum Glück ist das Babyschaf gerade satt und frisch gewickelt und so muss ich uns nur schnell anziehen und stapfe doch nochmal los. Zu unserer Hausärztin ist es immerhin nur halb so weit wie zum Gemüselädchen. Ärztin und Arzthelferinnen sind ganz entzückt vom Baby.
17:45 wieder zu Hause. Blog aktualisieren. Stillen. Abendbrot vorbereiten.
18:15 Die Männer kommen nach Hause. Der große Mann muss sofort joggen, denn er hat Kopfweh, das Kind und ich abendbroten Zimtschnecken.
18:30 Ich lese vor. Heute habe ich einen aufmerksamen Zuhörer, fast eine dreiviertel Stunde lang.
19:15 Der Mann ist wieder da und liest das nächste Buch, ich gehe mit dem Baby hoch und stille vorm Computer.
19:50 Wir gucken "Das Grüffelokind", dann geht das Kind ins Bett.
21:30 Bettgehzeit für Das Baby und mich.

Dienstag, März 12, 2013

Und was machst Du heute? (Dienstag)

7:04 Ich werde wach und schaue aufs Fenster, durchschauen geht heute nicht. Das Baby schläft noch, Mann und Kind höre ich unten lachen. Alles gut, ich dreh mich nochmal um.

7:24 Aus dem Lachen ist kurzzeitig Geschrei und Theater geworden. Das Kind lotet Grenzen aus. Das Baby schläft noch ich stehe auf. Frühstück mit dem Kind habe ich heute verpasst, ich mache mir schnell ein Brot mit der neuen Kiwi-Marmelade und als ich aufgegessen habe sind Kind und Mann auch schon aus dem Haus.

7:50 Ich schreibe den Montag zuende und lese ein paar Blogeinträge anderer.

8:20 Ich wecke das Baby. Es folgt- Baby wickeln, umziehen, stillen, wickeln

9:10 Tee kochen. Heute gibt es den Tee in der Tasse mit dem Nacktmull. In der Tasse: Tee, Earl Grey, heiß, mit Sojamilch. Dazu 2 Scheiben Kartoffelbrot, 1x mit Honig, 1x mit Marmelade (Birne-Brombeer).
Während ich frühstücke rumplt die Müllabfuhr vorbei. Also schlüpfe ich nach dem Frühstück schnell in meine Stiefel und rolle die Mülltonne zurück ans Haus. Die von den Nachbarn schiebe ich auch gleich noch ran, mit den Mülltonnen läuft es nämlich genauso wie mit dem Schneeschaufeln: Wer eh schon draußen ist macht die Seite vom anderen gleich mit.

9:50 Kleine Blogrunde beim Stillen, dann schläft das Baby und ich lese mich noch eine halbe Stunde durch verschiedene ravelry-Foren.

10:40 Ich merke, dass sich die nächsten Kopfschmerzen  zusammenbrauen. Ich versuche vernünftig zu sein und lege mich zum schlafenden Baby um ein Nickerchen zu machen. Aber das Baby ächzt und stöhnt und räkelt sich im Schlaf. Dabei kann ich nicht einchlafen. Ich überlege mir, das liegenbleiben und dösen aber sicher besser ist als nix und schlafe dann irgenwann doch ein.

11:40 Wir sind wieder wach, stillen und wickeln. Kopfschmerzen sind erstmal gebannt.

12:00 Ich versuch etwas zu essen. Das Baby schläft tatsächlich schon wieder und ich schaffe es Bratkartoffeln mit Rührei zu braten und zu Essen incl. Honigbrot als Nachtisch. Dazu gieße ich eine Kanne Stilltee auf, ich will ja heute Abend nicht wieder auf dem Trockenen sitzen...

13:00 Die Post ist da. Heute zieht das das Schreiben einer Email an die Personalabteilung (Wie kann ich von zu Hause auf HR-Works zugreifen um meine Abwesenheit wegen Elternzeit einzutragen?) und einen Anruf bei der Krankenkasse (Die haben die Versichertenkarten für das Baby geschickt, allerdings für "Zweitname Familienname") nach sich.

13:30 Ich stelle eine Maschine Wäsche an.
14:00 Ich gucke mir an was Stoffwindeln so kosten und verwerfe die Idee wieder. Nicht wegen der Kosten, sondern weil der Mann eh nicht davon zu überzeugen ist.
14:40 Ich gucke den Film Lebenskonzept-Verzicht, zu dem mir lustigerweise ausgerechnet der Mann den Link geschickt hat. Ein bisschen einfacher zu leben stelle ich mir schon schön vor, ob wir aber zu den nötigen Veränderungen bereit wären weiß ich nicht. Bislang stand bei uns die Zeitoptimierung (oder auch Bequemlichkeit) eher im Vordergrund als die Resourcenoptimierung.
15:30 wickeln, stillen, Tee trinken, Kekse essen, stillen

17:00 Ich räume die Wäsche in den Trockner und stelle eine neue Maschine an.
17:45 Tisch decken.
18:00 Die andere Hälfte der Familie kommt nach Hause. Wir essen Abendbrot.
Das Kind und ich spielen mit den Stofftieren bis das Baby wach wird. Das Abendliche Cluster-Feeding beginnt. Beim Stillen lese ich vor. Dann wird das Kind zappelig und wechselt zum Papa an den Esstisch, der bastelt ihm nämlich gerade ein Einhornhorn.
Vorm Schlafengehen schauen wir noch "Der Grüffelo", dann wird das Kind vom Papa ins Bett gebracht und ich stille weiter das Baby.
21:00 Das Baby und ich gehen ins Bett. Um 21:45 sind wir eingeschlafen.

Montag, März 11, 2013

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Weil ich mich das im Moment hauptsächlich selbst frage, mach ich einfach mal mit bei der Tagebuchblogging-Woche. Erstmal nur für den Montag, vielleicht geht es aber auch weiter. Worum es genau geht steht bei Frau Brüllen.

Die Nacht war schonmal prima. Das Baby und ich sind um 10 ins Bett gegangen und waren von halb drei bis drei wach zum Wickeln und Stillen. Dann nochmal Schlaf bis um kurz nach sechs.
Aufstehen, duschen, kurzes Frühstück mit dem Kind, nächste Stillmahlzeit bis um acht, begleitet von einem Kampf der Kuscheltiere zwischen Nashorn und Mammut, aufgeführt vom Kind in der 3495. Wiederholung. Kann mir das jemand erklären, warum das Kind im Moment immer kämpfen will? Von uns hat er das nicht.
Um acht verließen die Männer das Haus und das Baby war auf meinem Arm eingeschlafen. Ich habe sie vorsichtig aufs Sofa umgebettet und in den folgenden zwei Stunden: Mich umgezogen (kaum geduscht und angezogen war ich nämlich schon wieder vollgespuckt worden), Wohnzimmer und Küche aufgeräumt, eine Maschine Wäsche vollgeladen, zwei getrocknete Wäscheladungen gefaltet und wegsortiert und eine Fensterbank geputzt.
Zehn Uhr: Baby stillen, waschen, wickeln, umziehen, stillen
Viertel vor elf: Meine Hembamme kommt zu Besuch. Bauch angeschaut, Narbe ok, Baby angeschaut, Baby gewogen (4260 g), Nabel ok, Hilfestellung beim Tragetuchbinden bekommen (ob ich das je flüssig hinbekomme?), von Feynman geschwärmt und "Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman" verliehen. Mal schauen wie es ankommt.
Jetzt ist sie wieder weg, das Baby schläft und ich habe schnell nochmal was gefrühstückt.

15:20 Über Mittag hat das Baby ziemlich viel geschlafen. Ich habe ein paar Reihen gestrickt, dann gestillt und mit Baby auf dem Bauch gelesen. Gewickelt, Kartoffeln gekocht und Brot gebacken (heißt: Rezept ausgesucht, Zutaten in den Backautomaten geschüttet und Knöpfe gedrückt.), gegessen, Marmelade gekocht (Weil plötzlich alle Kiwis gleichzeitig reif waren, sie außer mir niemand essen wollte und ich auch kein ganzes Kilo Kiwis auf einmal essen kann.). Dann habe ich wieder gestillt und dabei gelesen und nicht mitbekommen, dass ich mich und das Baby komplett mit Milch getränkt habe. Danach habe ich uns beide umgezogen, dann das Baby nochmal gewickelt und bin gerade wieder am Stillen.

16:50 In den letzten 1,5 Stunden habe ich: gestillt (ich weiß, ich wiederhole mich), eine heiße Schokolade mit "Sahne" (grandiose Entdeckung der letzten Woche: LeHa Schlagfix) genossen und vier Telefonate geführt. Zwei mit meinen Eltern über unseren Osterbesuch dort und zwei um endlich einen Rückbildungskurs zu finden, der nicht voll ist oder entweder zu früh oder zu spät für mich startet, am liebsten einer mit Baby. Einmal quer durch den Feedreader gelesen und nun wird wieder gewickelt; das Baby auf meinem Arm brodelte grad.

Das Baby war gerade gewickelt, da musste es auch wieder gestillt werden. war ja wieder Platz im Bauch. Keine zehn sekunden nach dem Anlegen klingelte es an der Tür. dingdong-dingdong. Das Doppelkingeln verriet: Es ist ein Paketbote. Die Uhrzeit - mittlerweile halb sech: Es ist der von Hermes. Baby abgestöpselt, T-Shirt zurwechtgerück und zur Tür gespurtet. Ich habe einen Blumenstrauß bekommen, welch schöne Überraschung. Und vor der Tür stand auch noch ein Päckchen Windeln mit Karte dran. Ich trug beides erstmal ins Esszimmer. Meine Neugier, von wem das war musste aber noch warten, erst hatte das Baby noch Hunger.

Und wegen akuter Kopfschmerzen muss ich morgen weiterschreiben.

Fortsetzung: Die Blumen waren von meinen Kollegen, die Windeln von einer Nachbarin. Bei den Blumen lag noch ein kleiner Teddy, der später am Abend nochmal einen Auftritt hatte.
Ich klopfte das Brot aus der Form, aß den Knust sofort, deckte den Abendbrottisch, legte mich für fünf Minuten neben das Baby aufs Sofa und war noch gar nicht weggedöst, da kamen Kind und Mann nach Hause (ca. 19 Uhr. Die kommen nicht immer so spät, waren aber an diesem Abend noch einkaufen.) Abendbrot für alle, dann las ich die Raupe Nimmersatt vor, zum ersten mal ohne dass mir nach einem halben Satz die Seite umgeblättert wurde, dann spielten das Kind und ich. Der Teddy sollte allen anderen Kuscheltieren Blumen bringen. In unterschiedlichen Farben bitte. Ich spielte den Teddy, das Kind alle anderen Stofftierchen. Die Vorstellung war ein krasser (und angenehmer) Gegensatz zu dem "Kämpfen!" am Morgen. In der zweiten Runde brachte der Bär wieder jedem einen Blumenstrauß und noch dazu jedem eine andere Süßigkeit. Alle schafften wir diesmal nicht, das Baby wurde wach und hatte - na? - Hunger! Ich kümmerte mich ums Füttern und Wickeln, der Papa spielte mit dem Kind am Playmobil-Kran.
Kurz vor Acht: Bettgehzeit für das Kind, der Papa kümmerte sich drum. Ich bekam langsam Kopfschmerzen. Trotzdem guckten wir noch den Rest vom zweiten Harry Potter Film; vorgestern bin ich nämlich nach der Hälfte eingeschlafen. Um zehn waren meine Kopfschmerzen unerträglich, ich nahm eine Paracetamol und wir versuchten alle ins Bett zu gehen. Aber, das Baby hatte "Hunger!" und meine Milch war alle. So verbrachten wir eine Stunde mit Schaukeln, Beruhigen, Anlegen, ect. bis es mir um fast halb 12 reichte und ich eine Flasche machte, die natürlich verweigert wurde. Um zwölf schliefen wir dann doch irgendwie und das sogar bis vier und nochmal bis um sieben (ich) bzw. immer noch (Baby). Und damit sind wir schon beim Dienstag.

Donnerstag, März 07, 2013

Sommersprossen

Eben war ich eine kurze Runde mit dem Babyschaf spazieren. Und weil sie dann so schön im Kinderwagen schlief habe ich sie kurzerhand im Vorgarten geparkt und mal eben die zweite Palette von den Stiefmütterchen eingepflanzt*, die meine Mutter am Wochenende mitgebracht hat (die erste hatte sie schon gleich am Wochenende selbst gepflanzt). Als ich danach den Kinderwagen wieder reingeschoben hatte und mir die Erde von den Händen wusch, da guckte ich in den Spiegel und sah: Tadaa! Sommersprossen!
Meine Sommersprossen gehören auf jeden Fall zu den zehn Dingen, die ich am meisten an mir mag und ich freu mich jedes Jahr, wenn sie nach dem Winter endlich wieder da sind.

* Wenn meine Hebamme das rauskriegt schimpft sie bestimmt mit mir.

Mittwoch, März 06, 2013

Ich würd ja gerne...

... ein bisschen bloggen.
Aber zwischen
stillen, wickeln, stillen, schaukeln, stillen, Bauch kraulen, wickeln, stillen, schlafen, stillen, ...
ist A) keine Zeit und B) passiert auch sonst nix anderes.

Sonntag, März 03, 2013

Wieder zu Hause

Seit gestern sind wir zu Hause. Alles gut. Morgen mehr.