Mittwoch, November 27, 2013

Erster Schnee

Wir haben den ersten Schnee. Noch nicht bei uns zu Hause und erst recht nicht am Kindergarten, der ja unten in Heidelberg ist, aber auf dem höchsten Punkt dazwischen. Und deshalb halten wir jetzt solange der Schnee da liegt auf dem Nachhauseweg dort an und werfen Schneebälle, das Kind und ich, bis uns die Hände kalt werden (also so drei oder vier) und dann steigen wir wieder ein und fahren wir weiter.

Sonntag, Oktober 27, 2013

Donnerstag, Oktober 24, 2013

1, 2, 3, Abschuss!

Das Kleinschaf war vor einer Weile mit mir auf der Reenactor-Messe in Minden und weil er danach so begeistert von den Katapulten (eigentlich waren es ja Bliden) erzählt hat, hat sein Papa ihm eins gebaut. Weil man damit ja aber auf irgendwas zielen können muss habe ich ein bisschen graues Papier rausgekramt, mich mit einem Fineliner und Buntstiften etwas verkünstelt, die Mauern auf Toilettenpapierrollen geklebt und fertig waren 5 kleine Burgen.

gehäkelt und gebacken

Ein Farbtupfer für die grauen Tage, die jetzt kommen.
Bei dem Spaziergang zum Fotos knipsen (das ist schon wieder fast 2 Wochen her...) haben wir ganz lecker duftende Äpfel eingesammelt. Daraus wurde ein ganz lecker schmeckender Kürbis-Apfel-Streuselkuchen.
Das Rezept ist das von diesen Muffins, ich habe aber diesmal einfach alles in eine Springform gefüllt.

Meine Hausärztin muss Montag irgendwie eine Vorahnung gehabt haben, als sie mich für die ganze Woche krankgeschrieben hat. Ich dachte ja eigentlich ein bisschen Ruhe und heißen Tee und dann bin ich Mittwoch wieder fit. Statt dessen ist meine Erkältung jeden Tag schlimmer. Heutige Zugabe: schmerzende Nebenhöhlen.

Mittwoch, Oktober 23, 2013

Flüsterpost

Ich sitze im Wohnzimmer und huste mir die Lunge aus dem Leib. Der Mann ist in der Küche und klappert mit Geschirr. Ich versuche den Sohn mit einer Nachricht in die Küche zu schicken.

Ich: L., komm mal her. - Der Sohn kommt näher ran -  Geh bitte mal zu Papa und sag ihm Mama braucht eine heiße Milch mit Fenchelhonig.
Der Sohn flitzt in die Küche und übermittelt: Papa, Mama  möchte eine warme Milch. - denkt nach - Mit einer Kette drum.
Das Stirnrunzeln vom Papa kann ich bis ins Wohnzimmer hören.
Der Sohn flitzt zu mir zurück. 
Ich flüstere zwischen wildem Gehuste nochmal meinen Wunsch. 
Der Sohn ruft in die Küche: Mama will eine heiße Milch mit einem Fähnchen drin!

Mittwoch, August 07, 2013

Dienstag, Juli 30, 2013

Huhu!

Mir/uns geht's gut. Ich hab nur gerade keine Lust/ kein Material zum Bloggen.
:-)

Freitag, Juni 28, 2013

Ich bin Geologin

Die Gelegenheiten bei denen ich mit meinem Beruf auftrumpfen kann sind selten.
Aber eben gerade wollte mir jemand am Telefon ein Wasserenthärtungsgerät ("Ohne Strom und Chemie!") verkaufen.
"Durch die spezielle legierung bilden sich Linien in den Rohrleitungen und wenn die Kalkkristalle da drauftreffen dann zerfallen die einfach und werden ausgespült."
"Ich glaube nicht, dass das funktioniert."
"Aber deshalb bieten wir Ihnen ja an das Gerät einen Monat gratis zum Test zu installieren."
"Ich bin Geologin, ich weiß, dass das nicht funktioniert."
"Ach so, naja dann ..."

Dienstag, Juni 25, 2013

Montag, Juni 24, 2013

Es gibt mich noch.

Ich habe ange nichts geschrieben, und ich habe auch bestimmt seit 2 Monaten keine Blogs gelesen. Es gibt andere Dinge, die mich sehr beschäftigen - überwiegend positives - und ich bin weniger im Internet und wenn, dann überwiegend woanders unterwegs.

Gerade bin ich aus dem Urlaub zurückgekommen. Eine Woche war ich mit meiner Mutter, meiner Schwester und den Kindern auf Langeland (Dänemark). In der Woche hatten wir sechs Sonnen- und sechs Regentage, bis auf einen Tag waren wir jeden Tag am Strand und das größere Kind jedes Mal im Wasser. Die Zeit am Strand war toll und ich konnte sogar Nickerchen machen oder Stricken wärend das Kind mit seiner Tante im Wasser war.
Einen Tag waren wir in Rudkoebing, um mal ins Internet zu gucken, ein bisschen zu bummeln und um die Ferienhausvermietung zu besuchen.
Das Ferienhaus war auf den ersten Blick schön, aber eigentlich eine Katastrophe. Die Räume im Anbau rochen streng nach Mäusepipi, die anderen im Erdgeschoss muffig nach Schimmel (es besserte sich nachdem wir einmal den Ofen angemacht hatten). Es gab einen Kellerschacht, ich den ich hinunter musste um die Wasseruhr abzulesen. Unten drin stand eine Handbreit Wasser. Ich habe vier Teichmolche dort unten gefunden, die wohl durchs Fenster reingefallen waren. Ich habe sie eingesammelt und freigelassen. Den Boiler haben wir nicht in Gang gebracht, also haben wir uns beim Duschen eine Kanne warmes Wasser zum Abspülen mit ins Bad genommen. Abenteuerurlaub. Ein bisschen war es wie Camping, aber im Haus.
Was mich jetzt wo ich wieder zu Hause bin überrascht: Obwohl Urlaub mit zwei kleinen Kinder wahnsinnig anstrengend ist, fühle ich mich doch gerade gut erholt.


Montag, Juni 03, 2013

Freitag, Mai 24, 2013

Montag, Mai 13, 2013

Wir fahren Bahn, weil wir das Abenteuer lieben.

So heißt es auf einem Plakat der Bahn.
Und wenn einem einfaches Bahnfahren noch nich abenteuerlich genug ist, dann macht man das an einem langen Wochenende mit einem pöbelnden, hibbeligen Dreijährigen, einem Baby und einem Kinderwagen und zwar ganz spontan und deshalb ohne Reservierung.

Vielen Dank liebe Mitreisende für die Sitzplätze, die vielen helfenden Hände und vor allem Ihre Geduld.
Nächstes Wochenende sehen wir uns dann wieder.

Montag, Mai 06, 2013

31

Guten Morgen!

Geburtstagsfrühstück:  Ein Stück Rhabarberkuchen von der Nachbarin mit einer einzelnen Kerze direkt auf dem Teller und einem ganz leisen Ständchen vom Sohn während ich das Geschenk vom Mann auspacke, den Kuchen Esse und das Baby stille. :-)

riesig

Größe 68/74? Kann das sein?
Ich glaube dieses Kind wächst noch schneller als das erste. Ein bisschen ist das auch den Stoffwindeln geschuldet, die mehr Platz in den Klamotten brauchen, aber daran liegt es nicht allein.
Ich komme jedenfalls nicht nach mit Klamotten raussuchen. Irgendwie habe ich auch das Gefühl da müssten irgendwo noch zwei Kisten in 68 und 74 sein.

Samstag, Mai 04, 2013

Lukas

Heute Morgen saß ich auf dem Sofa und guckt mit dem Baby Snooker (das Baby war allerdings mehr an meiner Brust interessiert). Da kam das kleine Schaf und fragte, "Darf ich mitgucken?" ichssagte:"Ja klar." Er lü,,elte sich neben mir auf die Sofalehne, dann fragte er: "Guckst Du das gerne, Lukas?" Ich guckte ihn verdutzt an. "Heiße ich jetzt Lukas?" "Neihein." sprach das Kind leicht genervt. "Wer ist denn dann Lukas?" "Na das da." erklärte er und zeigte auf den Fernseher.
Lukas ist also das, was das Kind verstanden hat, als wir ihm gestern Snooker erklärt haben. ;o)

Mittwoch, April 17, 2013

Rette den Chor!

Ich habe eben vorm Haus mal wieder Frau L. aus dem Chor getroffen. Der Chor ist der ev. Kirchenchor hier im Dorf, in dem ich während der Kleinschaf-Elternzeit gesungen habe. Danach hatte ich dann keine Energie mehr nach der Arbeit Abends noch zur Chorprobe zu gehen und das Kleinschaf hatte eine Phase in der nur nur MAMA! ihn ins Bett bringen durfte. Wenn ich Leute aus dem Chor auf der Straße traf fragten alle, wann ich denn mal wiederkäme und ich sagte immer ich weiß nicht, wann es wieder geht. Irgendwann hörten die Fragen auf, man grüßte nur noch oder fragte nach dem Kind.
Heute sprach mich aber Frau L. wieder auf den Chor an. Wenn niemand neues kommt, hören sie nach den Jubiläumsveranstaltungen nächstes Jahr auf.
Was ist denn eine Kirche ohne Chor? Wenn doch die Gottesdienstbesucher schon nicht mehr singen. Warum genieren die sich immer alle so? Gibt es keine unter 50 Jährigen mehr, die sich trauen zu singen?

Und warum fühle ich mich jetzt verantwortlich?

Dienstag, April 16, 2013

Heute nur Häppchen

Häppchenweise die Spülmaschine einräumen.
Häppchenweise Unkraut zupfen.
Häppchenweise Wäsche falten.
Häppchenweise essen.
Schlückchenweise Tee trinken.
Und dazwischen immer wieder das Baby, das nach fünf Minuten Schlaf mit lautem Quietschen wieder aufwacht. Wenn ich doch nur wüsste, was das soll. Albträume?
Vielleicht sollte ich heute einfach alle Hausarbeit canceln und mich nur auf Nahrungsaufnahme und Babyknuddeln beschränken. Und vielleicht hoffentlich auch nochmal etwas Schlaf nachholen.

haariges

Ich musste mir bei Frau Brüllen gerade mal die Überschrift borgen, denn Haare sind hier auch grad Thema:

Gestern beim Frühstück:
Das Kleinschaf fährt sich durch die Zotteln und sagt: "Mama, bald habe ich so lange Haare wie Du."
Ich: "Willst du das denn?"
Kleinschaf: "Ja!"

Heute beim Anziehen:
Ich knie vor ihm auf dem Boden und mache ihm die Knöpfe auf der Schulter zu.
Das Kleinschaf fragt: "Mama, was hast Du da zwischen den Haaren?" und fährt mit dem Finger meinen Scheitel nach.
Ich: "Das ist ein Scheitel, da fallen die Haare in die eine und in die andere Richtung."
Kleinschaf: "Habe ich auch einen Scheitel?"
Ich: "Nein."
Kleinschaf: "Ich will aber auch einen haben."
Also habe ich mir Mühe gegeben und ihm so gut es ging einen Scheitel ins Fell gebürstet.
Er hat im Gegensatz zu mir sehr, sehr dicke Haare, da war kaum was zu machen, aber als er sich im Spiegel sah und den Kopf ein bisschen hin und hergedreht hatte um möglichst viel von seiner Frisur zu sehen, war er zufrieden.


Oh je.

Ich habe "Mama isst Zwiebeln - Baby kriegt Blähungen" ja immer für Unsinn gehalten. Aber das Babyschaf hat die ganze Nacht geheult und gepupst.
Kein Brotaufstrich mit Zwiebeln mehr für mich. :-(

Montag, April 15, 2013

Erde zwischen den Zehen

und unter den Fingernägeln.
Das Babyschaf hat eines seiner vielen Nickerchen heute Vormittag draußen gemacht und ich mal eben drumherum den halben Vorgarten auf Vordermann gebracht. Ich muss gestehen, es war die einfachere Hälfte, aber es ging erstaunlich schnell. Auf dem Balkon schlummern Tomaten- und Zucchinisamen in den Anzuchttöpfen und Petersilien- und Schnittlauchsamen im Blumenkasten. In der Küche rührt der Brotbackautomat an einem Kürbisbrotteig und eine Maschine Wäsche liegt gewaschen in der Maschine.
Erstaunlich, wie viel man schafft wenn bloß mal die Sonne scheint.

Montag, April 08, 2013

Mal was anderes

Nachdem das erste Kind ja nie auch nur einen Tropfen Milch wieder hergegeben hat, spuckt mir dieses nicht nur nach jedem Stillen sondern generell bei jedem Hochnehmen oder Aufrichten einen Schwall Milch auf die Schulter. Oft genug zielgenau neben das Spucktuch (Kind1:"Mama, das sieht aus wie Vogelkacka."). Hmpf.
Ich tröste mich damit, dass das Baby selbst darüber nicht unglücklich zu sein scheint, bombastisch zunimmt und die Menge vermutlich immer nach mehr aussieht als es ist.

Freitag, April 05, 2013

Der Tagebuch-Fünfte im April

Frau Brüllen hat einen Tagebuch-Tag pro Monat eingeführt. Ich schließe mich an:

0:30 Ich schlafe endlich mit der unruhigen Raupe Nimmersatt zusammen ein.
7:20 - 6:20 sagt mein Wecker. - Mein erster Gedanke ist, dass ich heute unbedingt das Tragetuch aus dem Auto haben muss bevor Mann und Kind damit wegfahren. Gestern hat es mir gefehlt. Ich springe auf, gehe auf den Flur und höre: nichts. Das Zimmer vom Kind ist noch Dunkel, von unten höre ich keinen Mucks. Haben die verschlafen? Ich geh unters Dach um meinen Mann zu wecken, doch das Bett ist leer. Also ist er doch unten. Ich finde ihn lesend auf dem Sofa. Ich setze mich dazu, wir reden.
7:45 Wir hören ein tappen auf der Treppe, dann nichts mehr. Das Kleinschaf übt "unauffällig im Flur stehen", womit er mich schon ein paar Mal ganz schön erschreckt hat (wie im Horrorfilm: man geht nichtsahnend um eine Ecke und dann steht da plötzlich ein Kind, ganz regungslos und stumm und starrt einen an. SPOOKY!) Wir fragen: "Ist da ein Grüffelo in der Küche?" "Oder vielleicht im Flur?" "Ich hab eine gräßliche Tatze an der Tür gesehen!" und schließlich kommt das Kind kichernd zu uns aufs Sofa.
8:00 Der Mann schaut auf die Uhr: Höchste Zeit für den Aufbruch! Er verschwindet mit dem Kleinschaf nach oben zum Anziehen, ich schmiere schnell ein Butterbrot fürs Kind, kann er dann im Auto essen. Dann gehe ich selbst hoch um mich anzuziehen. Der Mann empfiehlt mir Schuhe anzuziehen, wenn ich aus dem Schlafzimmer wieder rauswill, weil er gerade im Flur davor die in der Nacht verfugten Fugen nochmal ansprüht. Ich guck mich um und finde schwarze Wildleder-Turnschuhe, nicht unbedingt passend zu Jeansrock, brauner Strumpfhose und Wollsocken, aber ich will damit ja auch nur ins Bad. Als ich im Bad bin höre ich die Haustür zufallen und erinnere mich dran, warum ich eigentlich aufgestanden bin. Ich hechte die Treppe hinunter und hinaus zum Auto. Der Mann vertäut gerade das mümmelnde Kind auf dem Kindersitz, ich stürze mich auf den Kofferraum. "Pass auf, das keine Flaschen rausrollen!" ruft mein Mann mir noch zu. Ich rupfe ohne Glasbruch zu verursachen das Tragetuch hinter einem umgestürzten Wasserkasten raus, gebe dem Mann einen Kuss und gehe wieder zum Haus. Da höre ich ihn hinter mir Lachen "Die Schuhe sind der Hammer!". Hmpf. Schön dass er drüber lachen kann.
8:15 Die Schuhe bleiben noch genau so lange an den Füßen, bis das Baby aus dem Schlafzimmer geholt und im Bad gewesen ist. dann setzen wir uns aufs Sofa und kümmern uns ums erste Babyfrühstück und ich gucke ein paar Minuten fern.
Danach schlummert das Baby kurz auf dem Sofa, ich frühstücke. Heute kein Tee sondern Kaffee, den lasse ich aber fast komplett kalt werden.
9:30 Wir kümmern uns um Babys zweites Frühstück, untterhalten uns über "Örö" und "Ruu" und ich erledige organisatorisches am Computer und fange an diesen Eintrag zu schreiben.
10:15 Ich stecke das Baby in den Schneeanzug - es sieht aus wie ein hellblauer Seestern - und den Kinderwagen und suche meinen Mantel und die Stiefel. Da weder die dunkelbraunen noch die hellbraunen Stiefel auffindbar sind geht es in gefütterten Gummistiefeln vor die Tür. Mir doch egal. Ziel ist die Post, die Windeln zurückschicken.
10:45 Wir sind zurück, ich packe das Baby aus so weit wie es möglich ist ohne es zu wecken. Dann mache ich mir einen Tee, schreibe eine Email an den Liebsten, der Tee wird kalt. Ich bette das Baby aus dem warmen Kinderwagen aufs Sofa um und befreie es dabei endgültig vom Schneeanzug. Es schläft weiter. Dann kippe ich Kloreiniger ins Klo und falte 2 Minuten lang Wäsche, dann ist das Baby doch wach. Wir gehen wickeln. Als das Baby fast wieder angezogen ist ruft meine Mutter an. Wir telefonieren, das Baby bekommt Frühstück Nr. 3.
11:45 oder so. Ich putze das Klo, stelle eine Maschine Wäsche an, esse ein Brot mit Erdnussbutter und einen Salat (eigentlich war der für die Meerschweine vorgesehen, aber das müssen sie ja nicht wissen) und surfe ein bisschen. Plötzlich ist es 13:00.
13:00 Der Geschirrspüler wird zu Ende eingeräumt und angstellt, 1 Pullover und 2 Hosen zusammengelegt - ich hatte zuerst Socken in der Hand, aber dann brauchte ich Ergebnisse - da war das Baby wieder wach und verlangte Mittagessen. Dann saß ich auf dem Sofa und stillte und strickte, was tatsächlich gleichzeitig geht, nur viel langsamer (das Stricken).
13:45 Bisschen Küche aufräumen, Kanne Tee kochen, bisschen surfen.
14:15 Wäsche falten (10 Minuten), Tee trinken, UrwaldPassionsblume zurückschneiden, das Fenster dahinter putzen (von innen).
15:15 Frische Windel und Nachmittagssnack fürs Baby, eine Reihe stricken, nörgelndes Baby rumtragen, bloggen, Tisch decken.
16:30 Ich stelle beim Tischdecken  fest, dass nur noch vier Scheiben Brot da sind, rufe kurz den Mann an um mich zu vergewissern, dass er nicht doch zufällig auf dem Heimweg einkaufen geht und mache mich mit dem Baby im Kinderwagen auf den Weg zum Bäcker. In Gummistiefeln. Einen Abstecher zum Gemüseladen machen wir auch noch. Ich stelle begeistert fest, dass die auch Pastinaken haben und weniger begeistert, dass die alle schon ei bisschen flauschig sind. Ich kaufe eine Fenchelknolle und spreche die Frau hinter der Theke auf die Pastinaken an. "Montag haben wir frische" verspricht sie. Ui fein. Jetzt freu ich mich auf Montag.
17:15 Wieder zurück und der Rest der Familie ist auch schon da. Gerade durch die Tür höre ich die vertraute 20th Century Fox Melodie und sage: "Oh, hängt ihr schon wieder vor der Kiste?" und mein Mann erklärt: Als sie nach Hause kamen sage er: "Mama und Schwesterchen sind noch gar nicht da, die sind beim Bäcker." woraufhin das Kleinschaf begeistert rief: "Super, dann können wir ja Ice Age gucken!"
Für den Lacher seis ihm gegönnt.
Ich lasse mir vom Mann Bilder von Blutgefäßen in Mäusenieren zeigen (Wahnsinn!) und kümmere mich dann um Babys Abendessen.
17:45 Tisch decken.
18:15 Abendbrot.
18:50 Mann und Kind tuscheln, ziehen sich Jacke und Schuhe an und sind nochmal weg. Ich wickel das Baby, stille und surfe.
19:50 Ich werde mit Blumen überrascht. Die beiden waren im Baumarkt und haben mir Blumen für den Balkon gekauft. :-)
20:00 Das Kind isst endlich das Butterbrot vom Abendessen, auch wenn es nur is um Zeit zu schinden bevor es ins Bett geht.
21:45 Ich gucke den Rest von Wer wird Millionär? und gucke danach für je ein paar Minuten in zwei verschiedene Filme rein, stele aber fest, dass ich mich heute Abend werder für verkorkste Familiendramen noch für einen Krimi ohne Leiche und Handlung begeistern kann. Ich stricke noch zwei/drei Reihen an einem Socken und bin um 10 im Bett.

Schwergewichte

Gestern war die Hebamme hier und hat das kleine Mädchen gewogen.
Unglaubliche 5280 g bringt sie auf die Waage. Ok, ich hatte tatsächlich sowas wie 5 1/4 kg geschätzt, also für mich vielleicht nicht so unglaublich, aber für die Hebamme dann doch.
Später habe ich mal im gelben Heft vom großen Bruder nachgeschaut und der hatte tatsächlich seine U3 als er nur zwei Tage jünger war und wog da 4960 g. Also ähnliche Gewichtszunahme im gleichen Zeitraum (Kind1 war ja auch bei der Geburt leichter).

Donnerstag, April 04, 2013

Papierkram

mag ich nicht.
Trotzdem mache ich den meistens. Wenn es mal läuft und sich alles schön abarbeiten läßt, dann ist auch alles ok, dann macht es vielleicht sogar Spaß (nein, eigentlich nicht) aber im Moment läuft gar nichts.
Der Elterngeldantrag z.B.: Nach der Geburt vom ersten Kind war innerhalb von zwei Wochen alles da, was ich dafür brauche und der Antrag ausgefüllt und abgeschickt. Kind 2 ist 5 1/2 Wochen alt und ich brauche immer noch diverse Bescheinigungen, die ich immer wieder anfragen muss, weil immer noch nicht da oder falsch (daran war ich allerdings mit schuld) oder unvollständig ausgefüllt.
Dazu kommen dann noch so kleinigkeiten wie die Krankenkasse, die es im dritten Anlauf endlich geschafft hat den richtigen Namen aufs Kärtchen vom Baby zu drucken. Oder der Babybedarf-Onlineversand, der erstens länger als erwartet zum Liefern brauchte und dann anscheinend kein 10er Paket Mullwindeln mehr vorrätig hatte und mir deshalb ein 8er Paket geschickt hat, "als Ersatz". Die gehen morgen zurück, auch wenn die 8 Windeln zum Preis von 10 immer noch billiger sind als überall sonst. Vielleicht probiere ich das später nochmal, immerhin habe ich noch einen Gutschein für den Saftladen. Der kam kurz nach dem Windelpäckchen per Post an, von den lieben Exkollegen (Tut mir leid Leute, konntet ihr ja nicht wissen...). Jedenfalls bedeutet das auch wieder Retourschein ausfüllen, netten Brief dazu, wohin ich das Geld zurücküberwiesen haben möchte und dann noch im richtigen Zeitfenster zur Post kommen, denn die hat ja nur noch 2 Stunden am Tag auf und ich vergesse immer ob von 9-11 oder 10-12, bleibt also nur eine Stunde bei der ich mir sicher bin, dass ich das Paket loswerde.
Also so einen Tag pro Woche hätte ich gerne mal ohne solchen Kram.
 Hmpf. Dampfablassen beendet.
Und jetzt suche ich uns mal einen Babyschwimmkurs, mal sehen wie lange sich das hinzieht.

Dienstag, April 02, 2013

Krank

Gestern > 39°C Fieber und Schüttelfrost, heute "nur noch" Hals und Kopfschmerzen.
Ich mag nicht krank sein. ist doch so schönes Wetter draußen.

Freitag, März 22, 2013

Baby-TÜV

Heute Morgen stand der Baby-TÜV (U3) auf dem Programm. Keine Beanstandungen, alles bestens. Und 4675 g wiegt sie jetzt schon. Meine Güte, mein Rücken ahnt schlimmes...


Mutter-Tochter-Socken

Bonbonfarben!*
Vielen Dank liebe Leseratte, sie passen hervorragend!


* Wer in Heidelberg Geologie studiert hat darf sich das jetzt mit französischem Akzent vorstellen und sich kurz in den Kristalloptikkurs zurrückversetzt fühlen ;-)

Donnerstag, März 21, 2013

Kapitel zu

Gestern war ich in Mainz am Institut, vermutlich zum letzten Mal. Ich war beim Dekanat und bei der Unibibliothek, habe meine Dissertation auch dort abgegeben (elektronisch und gebunden) und bekomme meine Urkunde jetzt in den nächsten Tagen zugeschickt. Am Institut habe ich einen Haufen Unterschriften auf meinem Abgangsprotokoll gesammelt, meinen Schlüssel abgegeben und die letzten persönlichen Sachen aus dem Büro mitgenommen.
Ein letztes Mal war ich auch mit den Exkollegen in der Mensa. Ein Bild habe ich diesmal nicht gemacht.

Dienstag, März 19, 2013

Tatendrang Dienstag

Heute stehen auf dem Plan:

Kinderzimmer auf- und umräumen
Wäsche falten
zur Post gehen
einen Kastenständer aufbauen
Schlafzimmer saugen
Geschirrspüler aus-/einräumen

Das Kinderzimmer ist mein Tatendrang-Punkt für heute (der Kastenständer vielleicht auch), der Rest ist alltäglicher Haushalt.

Auch noch erledigt:
Doktorarbeit hochladen

Tages-T

Tee des Tages: Twinnings Darjeeling (und damit sind wir einmal durchs Selection Pack durch)
Tasse des Tages: Zebra (Da gab es auch noch eine Tigertasse zu, aber die ist leider inzwischen kaputt)

Montag, März 18, 2013

Tatendrang-Woche


Da ist die eine Themenwoche gerade zu Ende, da startet in einer anderen Ecke der Blogwelt schon die nächste: Bei Isabel Bogdan ist Tatendrang-Woche. Genau richtig für mich gerade wieder fitte zu lange zwangsweise untätig wenig tätig gewesene. Mit dem Aufräumen der Waschküche (auf das ich mächtig stolz bin) fing es ja am Wochenende schon gut an und deshalb fokussiert sich mein Tatendrang diese Woche hauptsächlich auf weiteres Entrümpeln. Ich weiß: langweilig, macht jeder im Frühjahr. Ist aber trotzdem das, was ich diese Woche tun will und muss und weil Bloggen motiviert schreibe ich jetzt Abends auf, was ich am Tag gemacht habe (wahrscheinlich wird es einfach eine Fortsetzung der Tagebuchwoche, nur weniger Detailiert und mit mehr Fokus auf das erledigte.

Und? Wie war Dein Sonntag?

Meinen Sonntag reiche ich heute Mittag nach, aber dann ist die Linksammung bei Frau Brüllen zum Tagebuchbloggen für den Tag schon zu, darum erscheint hier jetzt dieser Platzhalter.

So, jetzt aber:
Sonntag Vormittag: Müslifrühstück. Das Brot ist alle und heute hat keiner Lust zum Bäcker zu gehen. Es schneit.
Wir räumen die Waschküche auf, das leere Deguterrarium fliegt raus und soll Platz für eine zweite Waschmaschine machen, die wir am Abend in der Nähe von Stuttgart abholen wollen. Den Plan schmeißen wir Mittags wegen Rückenschmerzen wieder über den Haufen, aber jetzt ist immerhin die Waschküche schön leer und sauber und nach Stuttgart fahren wir nach dem Mittagessen trotzdem, wir wollen mit einer Freundin in die Wilhelma.
Die Fahrt läuft ganz gut, das Baby schreit erst zehn Minuten von Ankunft und im Parkhaus legen wir die erste Stillpause ein.
Wir treffen die Freundin am Eingang und starten. Ab da gestaltet sich der Zoobesuch stressiger als gedacht: Das Babyschaf hasst plötzlich den Kinderwagen, möchte alle 10 Minuten gestillt werden und brüllt wenn es nicht gerade trinkt fast die gesamte Zeit. Das Kleinschaf ist dafür im Turbomodus. Am wenigsten gefällt es dem Baby bei den Raubtieren, da fliegen wir geradezu durch, Mann und Kind lassen sich dort mehr Zeit, dafür sehen wir wie draußen die Elefanten geduscht werden und sich gleich danach mit Sand bewerfen.  Im Giraffenhaus schläft das Baby endlich mal ein bisschen, da bleiben wir dann auch gleich ein bisschen länger. Neben einem wirklich imposanten Giraffenbullen und  einem niedlichen Giraffenbaby, das nur ein paar Tage älter ist als unser eigenes, gibt es noch die Okapis mit den schönen Gesichtern und ganz putzige Rüsselspringer, die offensichtlich sehr wählerisch sind und unter ausgiebigem Rüsselschnüffeln ihre Obstschale umgraben und ab und zu den Rüssel hochklappen um mit spitzen Lippen ein Stückchen herauszupicken.
Danach suchen wir die Keas (das Highlight für den Mann) und dann die Krokodile (gewünscht vom Kind), schlendern ausgibig durchs Aquarium, ich kann mal mehr als zwei Sätze am Stück mit meiner Freundin reden und das Kind fragt "Wo sind die Dinosaurier?"
Zum Abschluss noch eine schnelle Runde durch Nachttier- und Amazonashaus und eine Stillpause in der Schmetterlingshalle, als das Insektarium eigentlich schon geschlossen hat. Dann schnell an den Pinguinen vorbei zum Ausgang, der Zoo schließt, es fängt an zu regnen, wir verabschieden uns und fahren nach Hause. An der nächsten Tankstelle bleiben wir etwas länger stehen, denn das Baby ist mal wieder kurz vorm Verhungern. Die Rückfahrt verläuft dafür wieder einigermaßen ruhig. Zu Hause sind wir 20 nach 8. Ich mache das Kind bettfertig, der Papa macht Abendessen (Reis und Gemüse vom Mittag gebraten mit Ei). Um neun sind dreiviertel der Familie im Bett, das Kind schläft fast sofort ein, das Baby und ich nach dem letzten Stillen. In der Nacht wird es wie gewohnt einmal wach.

Tages-T

Tee des Tages: Twinnings Lady Grey, Sojamilch, ein Stück Würfelzucker
Tasse des Tages: "The Boss" (Ist immer die letzte im Regal. Bedeutet: Ich muss dringend die Spülmaschine anstellen)


Samstag, März 16, 2013

Was machst Dueigentlich den ganzen Tag? (Samstag)

Nun sind wir mit der Tagebuchbloggen-Woche am Wochenende angekommen.
Unser Samstag fing sehr spät an. Oder auch seh früh, wie man das sehen will.
3:30 Das Babyschaf wird zum ersten Mal wach und wird gestillt. gleichzeitig höre ich das Kleinschaf in seinem Zimmer jammern.
3:40 Das Babyschaf ist fürs erste beruhigt, jetzt schlurfe ich zum Kleinschaf rüber. Das klagt über Bauchschmerzen. Ich mache ihm ein Körnerkissen warm und versuche es zum weiterschlafen zu überreden.
3:45 Ich versuche das Kind in meinem Bett schlafen zu lassen, denn inzwischen möchte das Babynochmal nachtanken.
4:00 Kind und Baby sind immer noch wach.
4:15 Der Papa verfrachtet das immer noch wache Kind zurück ins Kinderbett. Das Baby trinkt nochmal.
4:30 Das Kind weint. es hat gekotzt. Papa macht das Kind sauber, Mama das Bett, alle gehen wieder schlafen
6:30 Baby stillen
7:15 Ich werde wach und dreh mich nochmal um
8:15 Ich werde wieder wach, als der Mann aufsteht. und das Kind? Wird tatsächlich auch gerade erst wach. Eine gute Stunde später als sonst.
8:20 Ich dusche, der Mann zieht das Kind an, beide gehen zum Bäcker. Ich kümmer mich um das gerade wach gewordene Baby, dann decke ich den Tisch.
9:15 Wir frühstücken (ich habe vorher schon die letzten beiden Zimtschnecken inhaliert).
Während des Frühstücks schreibe ich zwei sms um eine Waschmaschine zu organisieren, anschließend telefoniere ich mit meiner Freundin in Stuttgart um den morgigen Tag zu planen.
10:00 Bis zum Mittagessen hält mich das Babyschaf auf Trab bzw. auf dem Sofa fest.
12:00 Es gibt Reispfanne, vom Mann erhitzt. Das Kleinschaf denkt sich alle zwei Minuten neue Zutaten aus, die es angeblich nicht mag.
12:30 Das Kind wird unter Gehaul, Protest und lautem Zetern vom Papa ins Bett gesteckt. Mittagsschlaf fällt gtrotzdem aus, das Kind liegt eine Stunde lang im Bett und singt.
13:00 Ich packe erstmals eine Wickeltasche fürs Baby und versuche die Basis für die Babyschale anzugurten. Passt nicht. Also werden wir die Babyschale wie beim ersten Kind auch einfach angurten. Wie gut, dass das Ding nur geliehen ist.
13:15 Ich verlasse mit dem Baby das Haus, wir wollen zu einem Kinderflohmarkt.
13:50 Tragetuchbinden am Auto klappt prima, nach 2 Minuten ist das Baby darin auch eingeschlafen. ich bin begeistert und jetzt ganz davon überzeugt, dass das Tuch das Richtige System für uns ist, auch wenn ich noch Übung beim Binden brauche. Auf dem Flohmarkt ist es 10 minuten vor dem offiziellen start schon reichlich voll, ich schlängel mich durch die Massen und scanne die Stände nach Jungsklamotten, Größe 98/104, Hosen und Pullover. Nur bei den Pullovern werde ich wirklich fündig, an einem Stand kaufe ich einen Stapel T-Shirts und bekomme die einzige Hose des Flohmarkts in 104. Geschenkt, denn sie hat ein Loch. Wie vermutlich alle Hosen dieser Welt in der Größe. In dem Alter überleben Hosen einfach nicht lange genug um weitergegeben zu werden.
14:20 Nach einem kurzen Schnack mit einer mir flüchtig bekannnten Mutter verlassen wir den Flohmarkt wieder. Um 17 Euro ärmer und einen ganzen Beutel Klamotten reicher.
14:35 Ich schaue noch kurz beim Strickcafé vorbei und stelle das Babyschaf vor. Die Damen haben ihr eine Babydecke gestrickt, jede hat ein paar Quadrate beigesteuert. Ich bin gerührt.
15:35 Aus mal kurz ist eine ganze Stunde geworden. Schnell noch was beim Aldi einkaufen, dann weiter zum Spielwarenladen in der Brückenstraße, den Gutschein einlösen, solange der Laden noch da ist (Leider machen die Ostern zu).
17:00 Gutschein erfolgreich umgesetzt, ab nach hause.
17:30 Ich komme, der Mann geht. Mein erster Abend allein mit beiden Kindern. Es geht erstaunlich gut. Das Kind ist sehr geduldig, wenn ich mal nicht sofort was vom Schrank holen oder Handpuppen sprechen lassen kann weil meine Arme gerade anderweitig (mit Baby) belegt sind.
Zwischendurch telefoniere ich mit meiner Mutter, einer Bekannten vom Strickcafé undkurz mit meinem mann, der wissen will, ob alles ok ist.
19:45 Bettgehzeit und aus Dr. Jekyll wird Mr. Hyde. Kaum ist das Kind im Bad kann es nur noch weinen, schreien und trotzen bis es weinend, schreiend und trotzend im Bett liegt.
20:05 Ich singe und plötzlich ist alles wieder gut. Das gute Kind denkt sogar an seine Schwester "Du sollst für A. auch ein Lied singen."

Freitag, März 15, 2013

Was am Donnerstag wirklich geschah:

Das Kleinschaf ist Nachts um 2 Uhr in mein Bett umgezogen. Hat er sonst noch nie gemacht. Geweckt wurde ich mit ein laut durchs haus gebrülltem "Naseputzen!" Also schälte ich mich aus dem Bett und reichte dem Kind ein Taschentuch. Danach sollte ich ein Buch vorlesen. Wollte ich aber nicht. Dann sollte ich "noch ein Bisschen hierbleiben". In der Kälte vorm Kinderbett knien und wohlmöglich die nächste halbe Stunde Händchen halten und immer wieder das quasselnde Kind bitten mir die ganzen Kindergartengeschichten morgen zu erzählen, waren aber auch keine prickelnden Aussichten, also sprach ich die magischen Worte: "Magst Du vielleicht bei mir schlafen? - Aber bring Deine Decke mit." und wuuusch! war das Kleinschaf in meinem Bett und in weniger als 5 Minuten wieder eingeschlafen. Das Buch hatte er auch gleich mitgebracht, damit ich am Morgen gleich daraus vorlesen kann. "Wenn es hell ist." versprach ich. Schlafen zwischen der Schnorchelmorchel und dem Spulwurm war nicht besonders erholsam, ging aber irgendwie. Einmal wurde ich wach, weil mir das Kind beim Umdrehen eine Ohrfeige verpasst hat und am morgen lag es quer über meinem Kopfkissen während ich mich auf der unteren Hälfte der Matratze eingerollt hatte. Geweckt wurde ich um sechs Uhr durch "Mami liest Du mir jetzt vor? Es ist hell." Ich öffnete die Augen ein wenig und konnte direkt vor meinem Gesicht im Dämmerlicht gerade so die Umrisse von Kind und Buch erkennen. "Nicht hell genug, ich kann ja die Buchstaben noch gar nicht erkennen." Und dann durfte ich tatsächlich noch weitere 12 Minuten schlafen.
Den Tag über ist icht viel passiert. Am Vormittag war meine Hebamme da, der Rest des Tages plätscherte so vor sich hin.
Am Abend wurde das Babyschaf zum ersten Mal richtig gebadet, was es sichtlich genossen hat.

Ein Freitag in zwei Welten

Die erste Tage dieser Woche habe ich fürs Tagebuchblogging aufgeschrieben, was ich den ganzen Tag so mache. Und weil die Tage im Leben mit einem Minibaby sich alle schrecklich ähneln (Nein eigentlich ist schrecklich das falsche Wort. Eigentlich fange ich an das zu genießen.) habe ich gestern mal einen Tag aus meiner Zeit als Doktorandin geschildert. Heute gibt es wieder einen Bericht aus Gau Funkloch, allerdings mit Bezug zur Doktorandenzeit. Damit die nämlich mal einen offiziellen Abschluss findet und ich dann auch irgendwann mal ein Zeugnis in den Händen halten kann gibt es noch ein paar kleine Hürden zu nehmen. Z.B. die Abgabe der dissertation bei der Uni-Bibliothek. Darum kümmere ich mich heute.

5:45 Die Nacht ist zu Ende, denn das Babyschaf ist wach. Weil es aber davor die ganze Nacht geschlafen hat (seit halb elf gestern Abend), fühle ich mich überraschend ausgeschlafen und wir stehen auf: stillen, wickeln, stillen, wickeln.

6:30 Ich decke den Frühstückstisch, koche Tee (PG Tips) und bereite einen Kaffe vor.
7:00 Mein Mann steht auf, ich gieße seinen Kaffee auf, wir frühstücken zusammen.
7:20 Das Kleinschaf schläft noch? Ich geh ihn wecken. Das Baby ist gerade glücklich ohne mich, also kann ich dem Kind heute beim Anziehen helfen. Das dauert, aber wir haben heute alle Zeit.
7:40 Frühstück für das Kind und mich, das Baby ist wieder eingeschlafen.
8:15 Kind und Papa verlassen das Haus. Ich suche dreckige Wäsche zusammen und belade die Waschmaschine.
8:30 Ich räume die Spülmaschine aus, da fährt das Auto wieder vor. Huch? Mein Mann füllt Öl nach, dann sind sie wieder weg.
8:40 Ich räume das Bad auf und fege einmal vom Obergeschoss bis in den Keller durch.
9:15 Ich habe gerade den Putzeimer in der Küche abgestellt, da meldet sich das Babyschaf. Wischen kann ich die Böden später auch noch.
Wir gehen an den Computer. Das Baby trinkt, ich blogge und gucke mir ein Vido an, in dem erklärt wird wie man seine Dissertation bei der Uni-Bib abgibt.
10:00 Ich schreibe verschiedene Mails (u.a. eine Anforderung einer Zugangskennung für den upload der pdf-Datei bei der Uni-Bib), plane Ostern und das nächste Wochenende und versuche das Dekanat anzurufen.
10:45 Das Baby ist inzwischen auf meinem Arm fest eingeschlafen. Schnell packe ich uns beide warm ein und gehe zur Post. Die hat seit diesem Jahr nämlich nur noch bis 11 offen. Aber immerhin haben wir eine.
11:00 Die Damen in der Postfiliale sind schon dabei die Tagesumsätze zusammenzurechnen (Handschriftlich, auf Karopapier - ich mag dieses Dorf) verkaufen mir aber trotzdem noch einen Bogen 45cent-Marken.
11:15 wieder zu Hause. länger wurde der Spazierfang nicht, den draußen ist es trotz Sonnenschein aus allen Knopflöchern immer noch schneidend kalt. Das Baby schläft noch, ich frühstücke ein drittes Mal.
11:30 Ich telefoniere mit dem Grafikbüro um 3 weitere Exemplare meiner Doktorarbeit in Auftrag zu geben. Außerdem versuche ich nochmal im Dekanat anzurufen.
12:00 Der Paketdienst klingelt. Um diese Uhrzeit ist es dhl. Der Fahrer ist ein leicht rundlicher gelangweilter Typ Ende Zwanzig, der ganz offensichtlich das Ende seiner Tour herbeisehnt. Der hat doch gestern auch schon so dreingeschaut denke ich. Kommt der jetzt immer? Wo ist der fröhliche kleine Grieche hin? Das Paket ist groß und schwer. Es kommt von meiner Schwägerin und enthält Babyklamotten. Vieles in Größe 56, gerade noch rechtzeitig...
12:15 Ich suche das richtige pdf meiner Diss raus, überarbeite meinen Lebenslauf und schicke beides ans Grafikbüro. Rückruf vom Dekanat, die beiden Exemplare meiner Diss, die ich bei der Prüfungsanmeldung abgeben musste darf ich mir wieder abholen.
12:30 Das Babyschaf wird wieder wach. Ich versuche meinen Doktorvater anzurufen, aber der ist im homeoffice, da probiere ich es lieber erst später nochmal, sonst störe ich wohlmöglich grad beim Essen. Statt dessen skype ich ein bisschen mit der Ex-Kollegin.
13:00 Bloggen und surfen, während das Baby auf meinem Arm schläft.

Der Nachmittag plätschert vor sich hin, der Abend verläuft wie immer, nur mit mehr Geschrei beim ins Bett gehen. Warum auch immer.
Danach ist auch das Baby unleidig. Wir setzen uns noch kurz vor den Kamin und gehen früh ins Bett.

Google Shutdown

Neulich bin ich interviewed worden für eine Sozialforschungsstudie. Am Ende fragte mich der Interviewer ob man mich in 4 Jahren nochmal kontaktieren dürfe um mich dann nochmal zu befragen. Ich gab ihm meine googlemail-Adresse, mit den Worten: "Das ist die emailadresse, die es wohl in vier Jahren auch noch gibt, die Uni- und Institutsadressen laufen ja irgendwann aus." "Ja" lachte der Interviewer "Google gibts dann sicher immer noch"

Da musste ich gestern dran denken.
Ja, ich habe mich auch geärgert, dass Google Reader abgeschaltet wird. Ungefähr 2 Minuten lang. So lange hat es gedauert Feedly zu finden, auszuprobieren und zu mögen.

Donnerstag, März 14, 2013

Tages-T

Tee des Tages: Twinnings Prince of Wales
Tasse des Tages: Visual Sonics

Insgesamt alles eher schwarz-weiß auf dem Frühstückstisch heute Morgen.

Wenn ich noch in Mainz arbeiten würde... (Donnerstag)

... (und kein zweites Kind hätte) sähe mein Tag vielleicht so aus:
Ein Donnerstag im Mai 2012

6:20 klingelt der Wecker. Ab jetzt haben wir 70 Minunten bis wir aus dem Haus müssen. Zuerst sind wir großen im Bad, einer von uns duscht meist noch sehr schnell, ich dusche meistens eher Abends, Donnerstags auf jeden Fall. Wir ziehen uns an, gießen Kaffee (für ihn) und Tee (für mich) auf und er verschlingt die erste Portion Cornflakes.
6:50 Wenn das Kleinschaf noch nicht von selbst wachgeworden ist wecken wir es jetzt. Einer von uns großen geht mit dem Kleinschaf ins Bad, der andere bereitet ihm und mir ein kleines Frühstück vor, für mich ein Marmeladenbrot, fürs Kind meistens Marmeladenbrothäppchen, ein geschnittener Apfel, ein Joghurt oder eine Schale Cornflakes, im besten Fall, hat das Kleinschaf schon gesagt was es möchte, sonst kann es auch sein, dass man die Falsche Wahl getroffen hat, da muss man dann durch und hoffen, dass das Kind irgendwann lernt, dass wir seine Wünsche eben nicht auf seiner Stirn ablesen können. Das Kleinschaf und ich Frühstücken, der Papa räumt die Spülmaschine aus und wieder hinein, was sich gestern Abend und am Morgen schon wieder obendrauf angesammelt hat.
6:20 Wir machen uns abmarschbereit. Das Kleinschaf wird angezogen, ich renne noch durchs Haus und suche meine Sporthose.
6:30 Kurzer Check, ob das HUPS vollständig ist, dann springen wir ins Auto.
7:50 Ich steige am Bahnhof aus, Mann und Kind fahren weiter zu Kindergarten und Arbeit.
7:52 Auf der Anzeigentafel sehe ich, dass der IC nach Mainz mal wieder 10 min später kommt. Also gehe ich noch kurz in die Buchhandlung und kaufe eine Postkarte.
8:00 Ich stehe am Gleis, meine Kollegin und ein Kollege aus einer anderen Arbeitsgruppe sind auch schon da, mein Chef noch nicht. Seine S-Bahn ist heute wohl auch verspätet. Wir sind viele, die von Heidelberg nach Mainz pendeln. Außer meinen Kollegen sind heute auch die Dame vom Ministerium und Peter Ustinov (der natürlich nicht so heißt, mich aber immer an eben den erinnert) mit an Bord. Manchmal fährt noch eine Physikerin mit und zwei oder drei Kollegen, die nur zum Teil in Mainz und sonst in Heidelberg arbeiten.
8:05 Der Zug kommt "pünktlich" nach den angegebenen 10 min. Mein Chef ist immer noch nicht da. Na dann wird er wohl den 8Uhr25 nehmen. Alle Pendler strömen in den letzten Wagen, der beim Fahrradabteil, wo die Plätze nie reserviert sind und immer was frei ist, weil sonst niemand bis zum Ende des Bahnsteigs läuft. Ich kann mir aussuchen ob ich stricke oder am Paper arbeite. Ich entscheide mich heute mal für die Arbeit. Irgendwann soll es ja auch mal fertig werden. Statt dessen unterhalte ich mich aber hauptsächlich mit der Kollegin über Bücher die wir gerade lesen.
8:20 Zwischenstopp in Mannheim, ein weiterer Kollege steigt ein.
9:00 Ankunft in Mainz. Der Bus ist gerade weg, in 9 Minuten fährt der nächste. Oder in 4 Minuten, dann muss man aber am Ende weiter laufen. Heute sind wir faul und warten.
9:30 Ankunft am Institut. Rumgefummel mit den Schlüsseln vorm Chipleser. Ich bin mal wieder zu schnell für die Tür und kugel mir bei dem Versuch sie aufzureißen fast den Arm aus bevor es im Schloss knack macht und ich die Tür öffnen kann.
Im Büro mache ich den Computer an, in der Teeküche setze ich Wasser auf.
In meinen emails ist erstmal nichts wichtiges, nur die Info, dass man sich für das Fußballtraining heute auf 16:00 geeinigt hat (Wir haben leider keine feste Zeit mehr, Mittwochs wird gedoodelt). Das wird knapp, ich werde nicht bis zum Ende bleiben können und direkt vom Feld in den Bus springen.
Ich suche mir einen Teebeutel aus und gehe zurück in die Teeküche. Als das Wasser in der Tasse ist fällt mir auf, dass das schwarzer Tee ist und ich keine Sojamilch mehr habe. Hmpf. Dann eben mit Honig.
9:50 Ich fahre den Laptop hoch und ziehe das Dokument an dem ich auf der Fahrt gearbeitet habe per Stick auf den Bürocomputer. Da ist es dann erstmal offen auf dem Bildschirm und starrt mich an.
10:10 Ich gucke mir meine ToDo-Liste für heute an und forme im Kopf einen Zeitstrahl. Trinke meinen Tee aus. Mein Chef kommt an.
10:20 Ab ins Labor. Eigentlich sollte ich ja fertig sein mit der praktischen Arbeit, aber ich habe noch ein paar UV-Versuche zu wiederholen, weil sich beim Versuchsaufbau ein Fehler eingeschlichen hatte und ich nicht mehr nachvollziehen kann, welche UV-Intensität die Proben denn nun abbekommen haben. Also nochmal. von dem Material habe ich noch, aber nicht gemahlen.
10:30 Im anderen Labor die Leiter rauf und den Schrank mit meinem Probenmaterial einmal ganz ausräumen. Schließlich finde ich die gesuchte Probe. Und alles wieder rein in den Schrank. Seit dem Umzug bin ich immer gefühlt den halben Vormittag am Suchen.
10:50 Zurück im kleinen Labor geht es an die Probenvorbereitung: mahlen, einwiegen, UV-Reaktionszellen verschrauben. Das alles dauert. Währenddessen dürfen die beiden UV-Lampen  warmlaufen. Mindestens eine halbe Stunde brauchen sie dafür, erst dann ist die Intensität stabil.
11:50 Ich überprüfe die UVB-Intensität unter den Lampen. Die Kollegin fragt, wann wir essen gehen. Ich brauche noch 10 Minuten.
12:00 Vier Reaktionsgefäße stehen unter zwei UV-Lampen. Jeweils eine mit UV-durchlässigem Quarzglas und eine mit Fensterglas als Kontrolle. Morgen um diese Zeit werde ich in allen vier den Methangehalt messen.
12:10 Wir könnten jetzt essen gehen, warten aber noch auf einen Kollegen. In der Zeit schaue ich mal schnell auf den Speiseplan, was es heute eigentlich gibt. Heute nur will-ich-nicht-essen (Fleisch) oder darf-ich-nicht-essen (Milch).
12:20 Ich kontrolliere das Guthaben auf meiner Karte, reicht, dann steuere ich die Mensaria an. Für mich gibt es heute eine kleine Portion Pommes und einen Salat. Anschließend kämpfe ich mich die Treppe zu den Ausgaben hinunter, während die ersten Mensagänger schon wieder nach oben strömen. In der Nähe von Ausgabe 3 finde ich meine Kollegen wieder. Wir essen und machen uns über die ausliegenden Flyer lustig.
13:00 Zurück am Institut. Zum Glück habe ich doch noch dran gedacht auf dem Rückweg nochmal durch die Mensaria zu gehen und ein Tütchen Soja-Vanillemilch mitzunehmen (und eine Banane für nach dem Sport), so kann ich jetzt einen Kaffe aus der illegal aufgestellten Senseo-Maschine des Kollegen trinken. Weil es so schön ist draußen, gehen wir mit unseren Kaffees aufs Dach.
13:30 Einmal den Feedreader überfliegen.
13:40 Das seit heute Morgen offene Word-Dokument, das mal mein Paper werde soll findet endlich  Beachtung. Irgenwie verbringe ich damit die nächste zwei Stunden.
15:40 Ich suche einen Bus raus, mit dem ich rechtzeitig vom Fußball zum Bahnhof komme, gucke, ob für meinen Zug vielleicht schon Verspätungen angekündigt sind (sind nicht, ist noch zu früh) und mache eine Liste für morgen (12:00 Messen)
15:55 Die Kollegin und ich ziehen uns um und spurten zum Fußballfeld runter.
16:05 Wir sind immerhin 8 Frauen heute, da kann man schon richtig spielen. Haben wir leider selten in letzter Zeit.
16:50 Mei Handy piepst am Spielfeldrand. Zeit mich zu verabschieden. Ich laufe zum Bus und fahre zum Bahnhof. Die Kollegin bleibt noch, sie wird den Zug um 18:40 nehmen.
17:08 Ankunft am Bahnhof, gleich runter aufs Gleis. Der Zug soll pünktlich sein, oh Wunder! Mein Kollege aus Mannheim und mein Chef sind auch am Bahnsteig.
17:13 Der Zug ist tatsächlich pünktlich, aber ich weiß, er wird es nicht bleiben. Irgendwo auf der Strecke verliert er imme 5-10 min.
Nach dem Sport habe ich keine Lust mehr auf Arbeit, der Laptop bleibt aus. Ich berichte meinem Chef noch kurz etwas zu den gestern ausgewerteten Versuchen, dann starre ich eine Weile aus dem Fenster und krame schließlich mein Strickzeug raus.
18:12 Ankunft in Heidelberg. Mann und Kind warten schon auf dem Parkplatz auf mich. Das Kind sitzt auf dem Autodach und winkt mir sobald ich aus der Bahnhofshalle komme.
18:35 Zu Hause. Wir großen würden jetzt gerne die Füße hochlegen, das Kind will spielen. Ich ziehe mich schnell um, schnappe mir zwei Bananen, eine Fasche Saft und zwei Becher, dann sind wir auch schon unterwegs zum Spielplatz.  Wir bleiben eine Stunde, ich verdrücke unmengen an Sandkuchen, Himbeereis und was ir sonst noch an imaginären Speisen gereicht wird, wir Picknicken was echtes zu essen und gehen wieder heim.
19:40 Ich übergebe das Kleinschaf seinem Papa und dusche.
20:00 Das Kind ist im Bett, ich gehe hin und singe.
20:10 und singe.
20:15 und singe. 
20:30 Abendprogramm. Wir gucken einen Film oder lesen oder surfen. Manchmal geh ich auch runter und nähe.
22:00 oder 23:00 Wir räumen noch ein bisschen auf, füttern die Meerschweine und sind meist um elf/ halb zwölf im Bett.


Mittwoch, März 13, 2013

Und was machst Du heute? (Mittwoch)

Aufgestanden bin ich heute erst um 8:10. Die Nacht war lang, aber nicht unbedingt gut. Das Baby hat zwar geschlafen, aber ich bin von ihrem Schnaufen, Knötern und Ächzen trotzdem ständig aufgewacht. Das ist ungefär so als ob Sid das Faultier neben einem liegt.
Weil das Baby noch schläft springe ich schnell unter die Dusche und schaffe es danach sogar noch zu Frühstücken. Tee des Tages: English Breakfast aus der farblich passenden Keith-Haring-Tasse mit Sojamilch und einem halben Löffel Zucker.
8:55 Ich schalte den Computer ein, skype mit meinem Mann und fülle den Kindergeldantrag aus.
9:20 Das Baby wird wach. Es folgt das morgendliche wickeln, waschen, anziehen, stillen. Ich singe dabei und versuche mich zu erinnern, was ich mit dem Kleinschaf in dem Alter gespielt habe.
10:20 Endlich fält mal kein matschiger Schneeregen mehr vom Himmel. Ich ziehe uns beide arm an und wir machen einen Spaziergang zur Post, zum Geüselädchen und zum Bäcker. 50 m vor der Post fällt mir ein, dass heute Mittwoch ist, da ist sie Vormittags zu und Nachmittags offen (sonst ist's umgekehrt). Dann gibts halt keine Briefmarken. War auch nicht so dringend. Beim Gemüselädchen kaufe ich eine Blutorange und zwei Tomaten, beim Bäcker ein Mohnbrötchen und ein Klötzchen Hefe.
11:10 Zu Hause angekommen schläft das Kind, ich nutze die Zeit und esse das Brötchen mit "Käse" und einer leider geschmacklosen Tomate.
11:30 Das Baby ist wach, ich wechsel die Windel. Der erste "Blowout".
11:40 Per Skype beim Mann Windelkauf in Auftrag gegeben. Stelle mit Erschrecken fest, dass das Baby in den 11 Tagen, die es zu Hause ist schon 4 1/2 Windelpakete (à 25 Stk.) verbraucht hat.
12:00 Die Post ist da, meine Stillshirts sind da, passen und werden gleich bezahlt.
12:30 ich räume den Frühstückstisch ab, wische ihn sauber und hoffe dort gleich weiteren Papierkram erledigen zu können.
13:00 Das Formular, das ich ausfüllen wollte habe ich nicht gefunden. Alles andere ja, aber dieses eine nicht. Also verschicke ich erstmal das Formular für die Arbeitgeberbescheinigung für den Elterngeldantrag per Mail an den ehemaligen und den derzeitigen Arbeitgeber, mit Bitte das bald ausgefüllt zurückzuschicken.
13:30 Ich habe habe Hunger auf was süßes aus Hefeteig, am liebsten mit Zimt. Nach einer kurzen Konsultation des Chefkochs beschließe ich Zimtschnecken zu backen.Weil ich Hefeteig nicht anders hionbekomme werfe ich alle Zutaten in den Brotbackautomaten und lass ihn mal machen.
14:00 Ich räume die Spülmaschine aus und wieder ein und das Baby fordert Milch, Aufmerksamkeit und eine frische Windel. Danach schläft es und ich versuche das auch zu tun (vorher stricke ich noch 62 Maschen). Meine Narbe schmerzt ein bißchen, vermutlich war der Spaziergang doch etwas zu lang.
15:15 Ich entreiße dem Backautomaten den Teig, der inzwischen schon den Deckel hochdrückt. ein ganzes Kilo Mehl war vielleicht doch zu viel. Ich habe gerade das erste von drei Blechen mit Shnecken bestückt, da wird das Baby wach. Ich rolle, schneide und backe die restlichen Schnecken unterbrochen von Baby schaukeln und vielen kurzen Stillpausen. Das zweite Blech verbrennt, beim dritten vergesse ich die Schnecken mit Ei zu bestreichen.
16:00 (ca.) Ich versuche mich mit Kakao, Zimtschnecken und Feynman aufs Sofa zu setzen, letzten Endes sitze ich dort mit dem Baby und verdrücke Zimtschnecken und Kakao beim Stillen. Solange alles noch halbwegs warm ist.
17:15 Das Telefon klingelt: Mein Mann fragt, ob ich einen Spaziergang zur Ärztin machen und ein Rezept für ihn abholen kann, vor sechs noch. Zum Glück ist das Babyschaf gerade satt und frisch gewickelt und so muss ich uns nur schnell anziehen und stapfe doch nochmal los. Zu unserer Hausärztin ist es immerhin nur halb so weit wie zum Gemüselädchen. Ärztin und Arzthelferinnen sind ganz entzückt vom Baby.
17:45 wieder zu Hause. Blog aktualisieren. Stillen. Abendbrot vorbereiten.
18:15 Die Männer kommen nach Hause. Der große Mann muss sofort joggen, denn er hat Kopfweh, das Kind und ich abendbroten Zimtschnecken.
18:30 Ich lese vor. Heute habe ich einen aufmerksamen Zuhörer, fast eine dreiviertel Stunde lang.
19:15 Der Mann ist wieder da und liest das nächste Buch, ich gehe mit dem Baby hoch und stille vorm Computer.
19:50 Wir gucken "Das Grüffelokind", dann geht das Kind ins Bett.
21:30 Bettgehzeit für Das Baby und mich.

Dienstag, März 12, 2013

Und was machst Du heute? (Dienstag)

7:04 Ich werde wach und schaue aufs Fenster, durchschauen geht heute nicht. Das Baby schläft noch, Mann und Kind höre ich unten lachen. Alles gut, ich dreh mich nochmal um.

7:24 Aus dem Lachen ist kurzzeitig Geschrei und Theater geworden. Das Kind lotet Grenzen aus. Das Baby schläft noch ich stehe auf. Frühstück mit dem Kind habe ich heute verpasst, ich mache mir schnell ein Brot mit der neuen Kiwi-Marmelade und als ich aufgegessen habe sind Kind und Mann auch schon aus dem Haus.

7:50 Ich schreibe den Montag zuende und lese ein paar Blogeinträge anderer.

8:20 Ich wecke das Baby. Es folgt- Baby wickeln, umziehen, stillen, wickeln

9:10 Tee kochen. Heute gibt es den Tee in der Tasse mit dem Nacktmull. In der Tasse: Tee, Earl Grey, heiß, mit Sojamilch. Dazu 2 Scheiben Kartoffelbrot, 1x mit Honig, 1x mit Marmelade (Birne-Brombeer).
Während ich frühstücke rumplt die Müllabfuhr vorbei. Also schlüpfe ich nach dem Frühstück schnell in meine Stiefel und rolle die Mülltonne zurück ans Haus. Die von den Nachbarn schiebe ich auch gleich noch ran, mit den Mülltonnen läuft es nämlich genauso wie mit dem Schneeschaufeln: Wer eh schon draußen ist macht die Seite vom anderen gleich mit.

9:50 Kleine Blogrunde beim Stillen, dann schläft das Baby und ich lese mich noch eine halbe Stunde durch verschiedene ravelry-Foren.

10:40 Ich merke, dass sich die nächsten Kopfschmerzen  zusammenbrauen. Ich versuche vernünftig zu sein und lege mich zum schlafenden Baby um ein Nickerchen zu machen. Aber das Baby ächzt und stöhnt und räkelt sich im Schlaf. Dabei kann ich nicht einchlafen. Ich überlege mir, das liegenbleiben und dösen aber sicher besser ist als nix und schlafe dann irgenwann doch ein.

11:40 Wir sind wieder wach, stillen und wickeln. Kopfschmerzen sind erstmal gebannt.

12:00 Ich versuch etwas zu essen. Das Baby schläft tatsächlich schon wieder und ich schaffe es Bratkartoffeln mit Rührei zu braten und zu Essen incl. Honigbrot als Nachtisch. Dazu gieße ich eine Kanne Stilltee auf, ich will ja heute Abend nicht wieder auf dem Trockenen sitzen...

13:00 Die Post ist da. Heute zieht das das Schreiben einer Email an die Personalabteilung (Wie kann ich von zu Hause auf HR-Works zugreifen um meine Abwesenheit wegen Elternzeit einzutragen?) und einen Anruf bei der Krankenkasse (Die haben die Versichertenkarten für das Baby geschickt, allerdings für "Zweitname Familienname") nach sich.

13:30 Ich stelle eine Maschine Wäsche an.
14:00 Ich gucke mir an was Stoffwindeln so kosten und verwerfe die Idee wieder. Nicht wegen der Kosten, sondern weil der Mann eh nicht davon zu überzeugen ist.
14:40 Ich gucke den Film Lebenskonzept-Verzicht, zu dem mir lustigerweise ausgerechnet der Mann den Link geschickt hat. Ein bisschen einfacher zu leben stelle ich mir schon schön vor, ob wir aber zu den nötigen Veränderungen bereit wären weiß ich nicht. Bislang stand bei uns die Zeitoptimierung (oder auch Bequemlichkeit) eher im Vordergrund als die Resourcenoptimierung.
15:30 wickeln, stillen, Tee trinken, Kekse essen, stillen

17:00 Ich räume die Wäsche in den Trockner und stelle eine neue Maschine an.
17:45 Tisch decken.
18:00 Die andere Hälfte der Familie kommt nach Hause. Wir essen Abendbrot.
Das Kind und ich spielen mit den Stofftieren bis das Baby wach wird. Das Abendliche Cluster-Feeding beginnt. Beim Stillen lese ich vor. Dann wird das Kind zappelig und wechselt zum Papa an den Esstisch, der bastelt ihm nämlich gerade ein Einhornhorn.
Vorm Schlafengehen schauen wir noch "Der Grüffelo", dann wird das Kind vom Papa ins Bett gebracht und ich stille weiter das Baby.
21:00 Das Baby und ich gehen ins Bett. Um 21:45 sind wir eingeschlafen.

Montag, März 11, 2013

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Weil ich mich das im Moment hauptsächlich selbst frage, mach ich einfach mal mit bei der Tagebuchblogging-Woche. Erstmal nur für den Montag, vielleicht geht es aber auch weiter. Worum es genau geht steht bei Frau Brüllen.

Die Nacht war schonmal prima. Das Baby und ich sind um 10 ins Bett gegangen und waren von halb drei bis drei wach zum Wickeln und Stillen. Dann nochmal Schlaf bis um kurz nach sechs.
Aufstehen, duschen, kurzes Frühstück mit dem Kind, nächste Stillmahlzeit bis um acht, begleitet von einem Kampf der Kuscheltiere zwischen Nashorn und Mammut, aufgeführt vom Kind in der 3495. Wiederholung. Kann mir das jemand erklären, warum das Kind im Moment immer kämpfen will? Von uns hat er das nicht.
Um acht verließen die Männer das Haus und das Baby war auf meinem Arm eingeschlafen. Ich habe sie vorsichtig aufs Sofa umgebettet und in den folgenden zwei Stunden: Mich umgezogen (kaum geduscht und angezogen war ich nämlich schon wieder vollgespuckt worden), Wohnzimmer und Küche aufgeräumt, eine Maschine Wäsche vollgeladen, zwei getrocknete Wäscheladungen gefaltet und wegsortiert und eine Fensterbank geputzt.
Zehn Uhr: Baby stillen, waschen, wickeln, umziehen, stillen
Viertel vor elf: Meine Hembamme kommt zu Besuch. Bauch angeschaut, Narbe ok, Baby angeschaut, Baby gewogen (4260 g), Nabel ok, Hilfestellung beim Tragetuchbinden bekommen (ob ich das je flüssig hinbekomme?), von Feynman geschwärmt und "Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman" verliehen. Mal schauen wie es ankommt.
Jetzt ist sie wieder weg, das Baby schläft und ich habe schnell nochmal was gefrühstückt.

15:20 Über Mittag hat das Baby ziemlich viel geschlafen. Ich habe ein paar Reihen gestrickt, dann gestillt und mit Baby auf dem Bauch gelesen. Gewickelt, Kartoffeln gekocht und Brot gebacken (heißt: Rezept ausgesucht, Zutaten in den Backautomaten geschüttet und Knöpfe gedrückt.), gegessen, Marmelade gekocht (Weil plötzlich alle Kiwis gleichzeitig reif waren, sie außer mir niemand essen wollte und ich auch kein ganzes Kilo Kiwis auf einmal essen kann.). Dann habe ich wieder gestillt und dabei gelesen und nicht mitbekommen, dass ich mich und das Baby komplett mit Milch getränkt habe. Danach habe ich uns beide umgezogen, dann das Baby nochmal gewickelt und bin gerade wieder am Stillen.

16:50 In den letzten 1,5 Stunden habe ich: gestillt (ich weiß, ich wiederhole mich), eine heiße Schokolade mit "Sahne" (grandiose Entdeckung der letzten Woche: LeHa Schlagfix) genossen und vier Telefonate geführt. Zwei mit meinen Eltern über unseren Osterbesuch dort und zwei um endlich einen Rückbildungskurs zu finden, der nicht voll ist oder entweder zu früh oder zu spät für mich startet, am liebsten einer mit Baby. Einmal quer durch den Feedreader gelesen und nun wird wieder gewickelt; das Baby auf meinem Arm brodelte grad.

Das Baby war gerade gewickelt, da musste es auch wieder gestillt werden. war ja wieder Platz im Bauch. Keine zehn sekunden nach dem Anlegen klingelte es an der Tür. dingdong-dingdong. Das Doppelkingeln verriet: Es ist ein Paketbote. Die Uhrzeit - mittlerweile halb sech: Es ist der von Hermes. Baby abgestöpselt, T-Shirt zurwechtgerück und zur Tür gespurtet. Ich habe einen Blumenstrauß bekommen, welch schöne Überraschung. Und vor der Tür stand auch noch ein Päckchen Windeln mit Karte dran. Ich trug beides erstmal ins Esszimmer. Meine Neugier, von wem das war musste aber noch warten, erst hatte das Baby noch Hunger.

Und wegen akuter Kopfschmerzen muss ich morgen weiterschreiben.

Fortsetzung: Die Blumen waren von meinen Kollegen, die Windeln von einer Nachbarin. Bei den Blumen lag noch ein kleiner Teddy, der später am Abend nochmal einen Auftritt hatte.
Ich klopfte das Brot aus der Form, aß den Knust sofort, deckte den Abendbrottisch, legte mich für fünf Minuten neben das Baby aufs Sofa und war noch gar nicht weggedöst, da kamen Kind und Mann nach Hause (ca. 19 Uhr. Die kommen nicht immer so spät, waren aber an diesem Abend noch einkaufen.) Abendbrot für alle, dann las ich die Raupe Nimmersatt vor, zum ersten mal ohne dass mir nach einem halben Satz die Seite umgeblättert wurde, dann spielten das Kind und ich. Der Teddy sollte allen anderen Kuscheltieren Blumen bringen. In unterschiedlichen Farben bitte. Ich spielte den Teddy, das Kind alle anderen Stofftierchen. Die Vorstellung war ein krasser (und angenehmer) Gegensatz zu dem "Kämpfen!" am Morgen. In der zweiten Runde brachte der Bär wieder jedem einen Blumenstrauß und noch dazu jedem eine andere Süßigkeit. Alle schafften wir diesmal nicht, das Baby wurde wach und hatte - na? - Hunger! Ich kümmerte mich ums Füttern und Wickeln, der Papa spielte mit dem Kind am Playmobil-Kran.
Kurz vor Acht: Bettgehzeit für das Kind, der Papa kümmerte sich drum. Ich bekam langsam Kopfschmerzen. Trotzdem guckten wir noch den Rest vom zweiten Harry Potter Film; vorgestern bin ich nämlich nach der Hälfte eingeschlafen. Um zehn waren meine Kopfschmerzen unerträglich, ich nahm eine Paracetamol und wir versuchten alle ins Bett zu gehen. Aber, das Baby hatte "Hunger!" und meine Milch war alle. So verbrachten wir eine Stunde mit Schaukeln, Beruhigen, Anlegen, ect. bis es mir um fast halb 12 reichte und ich eine Flasche machte, die natürlich verweigert wurde. Um zwölf schliefen wir dann doch irgendwie und das sogar bis vier und nochmal bis um sieben (ich) bzw. immer noch (Baby). Und damit sind wir schon beim Dienstag.

Donnerstag, März 07, 2013

Sommersprossen

Eben war ich eine kurze Runde mit dem Babyschaf spazieren. Und weil sie dann so schön im Kinderwagen schlief habe ich sie kurzerhand im Vorgarten geparkt und mal eben die zweite Palette von den Stiefmütterchen eingepflanzt*, die meine Mutter am Wochenende mitgebracht hat (die erste hatte sie schon gleich am Wochenende selbst gepflanzt). Als ich danach den Kinderwagen wieder reingeschoben hatte und mir die Erde von den Händen wusch, da guckte ich in den Spiegel und sah: Tadaa! Sommersprossen!
Meine Sommersprossen gehören auf jeden Fall zu den zehn Dingen, die ich am meisten an mir mag und ich freu mich jedes Jahr, wenn sie nach dem Winter endlich wieder da sind.

* Wenn meine Hebamme das rauskriegt schimpft sie bestimmt mit mir.

Mittwoch, März 06, 2013

Ich würd ja gerne...

... ein bisschen bloggen.
Aber zwischen
stillen, wickeln, stillen, schaukeln, stillen, Bauch kraulen, wickeln, stillen, schlafen, stillen, ...
ist A) keine Zeit und B) passiert auch sonst nix anderes.

Sonntag, März 03, 2013

Wieder zu Hause

Seit gestern sind wir zu Hause. Alles gut. Morgen mehr.

Mittwoch, Februar 27, 2013

Das Babyschaf ist da

Unser "kleines" Mädchen kam am 25.2.2013 um 18:13 zur Welt. Der Wonneproppen brachte bei der Geburt 4060 g auf die Waage und ist 54 cm lang. Trotz eines geringeren Kopfumfangs (35 cm) als damals der Bruder ging es auch diesmal wieder nur per Kaiserschnitt. Allerdings lief alles wesentlich entspannter als beim ersten Mal, auch die OP.
Uns geht es soweit gut, wir sind noch im Krankenhaus, wurden heute auch von den Eifeler Großeltern besucht, die den großen Bruder wieder mitgebracht haben, und ich hoffe, dass wir Freitag nach Hause dürfen.

Montag, Februar 25, 2013

Auf gehts.

Hier wird noch kurz gefrühstückt, dann machen wir uns auf den Weg zum Krankenhaus.
Heute wird eingeleitet.

Sonntag, Februar 24, 2013

Storch gesucht

Sollten jemand da draußen irgendwo einen Storch mit einem kleinen rosa Bündel rumirren sehen, schickt den mal her, der wird dringend erwartet.

Ansonsten gibt es nicht viel neues. Ich wehe so vor mich hin - mal mehr mal weniger regelmäßig, mal mehr mal weniger schmerzhaft.
Wir gucken uns durch die erste Staffel Deep Space Nine, gehen spazieren, ich stricke und räume ein bisschen auf.

Samstag, Februar 23, 2013

Babyvorhersage für Samstag den 23. Februar

Zeitweise Wehen mit örtlich stärkerem Ziehen.
Starke Stimmungsschwankungen, meistens genervt mit gelegentlich durchziehenden Hochs.
Niederkuftswahrscheinlichkeit 20%

Donnerstag, Februar 21, 2013

Komm schon.

Die Sonne scheint und der Schnee ist fast weg.
Du kannst jetzt ruhig rauskommen.

Mittwoch, Februar 20, 2013

Große Blüte

Bei uns blüht gerade zum ersten Mal ein Titanwurz (Amorphophallus konjac):


Und die Blüte ist genauso schön und spektakulär, wie sie stinkt. Wir mussten die Pflanze aus dem Wohnzimmer verbannen und gehen jetzt Morgens und Abends kurz mit angehaltenem Atem hin um sie zu bewundern. Der Aasgeruch ist leider unerträglich.
Von der Knolle bis zu Spitze misst der Blütenstand ca. 1 m, die Blüte selbst ist etwa 40 cm hoch.
Wenn die Blüte verblüht ist wächst aus der Knolle ein einzelnes großes Blatt mit einem dicken Stengel und oben einem Schirm.

Dienstag, Februar 19, 2013

40+4

Alles ist ruhig.
Auf zur Akupunktur.

Montag, Februar 18, 2013

Nicht vergessen:


und wenn es losgeht den anderen Weg ins Krankenhaus fahren.

Sonntag, Februar 17, 2013

Beine hochlegen

Gestern war ich noch beim Stricktreffen im Red, da bin ich noch selbst mit dem Auto hin und zurückgefahren, aber der Rückweg war schon schemrzhaft für meine Füße. Bislang hatte ich in dieser Schwangerschaft mit Wassereinlagerungen nix zu tun, aber seit gestern Abend ist es ganz plötzlich ganz schlimm.
Viel machen kann ich jetzt nicht mehr. Meine Füße sind so geschwollen, dass sie sogar schmerzen wenn ich nur länger am Computer sitze, von längeren Laufstrecken reden wir mal gar nicht. Ich geh dann mal zurück aufs Sofa, Beine hochlegen.

Freitag, Februar 15, 2013

Warten und nicht stricken

Der heutige Tag hat sehr viel Zeit zu überbrücken. Erstmal eine Stunde beim Mann im Büro, weil ich mit ihm mitfahren musste, weil ich den Smart ja nicht mehr fahren kann und er das große Auto heute Mittag braucht um mit dem Kleinschaf in die Eifel zu fahren*. Dann ein Arzttermin mit CTG, schließlich 40 min. Busfahrt nach Hause.
Und was habe ich Schussel nicht eingepackt? Buch und Strickzeug.
Was mach ich jetzt die ganze Zeit?

* Er kommt aber heute Abend direkt zurück. In den paar Stunden wird sich das Baby schon nicht auf den Weg machen.

Donnerstag, Februar 14, 2013

Njomm-njomm-njomm

Ich präsentiere: Die vermutlich reichhaltigsten Muffins, die je gebacken wurden. Mit Erdnussbutter und Schokolade.

Für 12 Stück braucht man:
200 g Mehl
180 g Zucker
180 g Erdnussbutter (mit Stückchen)
100 ml Milch (oder irgendein Ersatz)
2x 100 g dunkle Schokolade
1 Ei
1/2 Pk Backpulver

100 g Schokolade in Stückchen hacken, 100 g Schokolade schmelzen.
Alle trockenen Zutaten vermischen.
Ei, Milch und Erdnussbutter unterkneten.
Geschmolzene Schokolade unterrühren.
Teig auf 12 Muffinförmchen verteilen und bei 180 °C ca. 40 min auf mittlerer Schiene backen.

Abkühlen lassen und beim Verdunsten zusehen.

Mittwoch, Februar 13, 2013

Bauchbild

Ich dachte, ich zeig den mal, solange er noch da ist, der Bauch.

Schöne Musik

Die Jupiter-Sinfonie (Sinfonie C-Dur, KV 551) von Mozart.
Sehr, sehr lange nicht gehört. Kindheitserinnerung.

Verstricktes Stöckchen

Nadia von Abso-knitting-lutely hat mir ein Stöckchen zugeworfen. Ein Stöckchen! Sowas hatte ich hier ja schon lange nicht mehr.


Wann hast du Stricken gelernt? 
Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn ich habe es mehrfach gelernt. Mindestens zweimal habe ich es mir von meiner Mutter zeigen lassen, aber ich bin nie lange genug drangeblieben um es richtig zu verinnerlichen und dann war es schnell wieder weg. Ich habe in der Zeit ein kleines Ferkel gestrickt und ein paar kleine Decken für meine Stofftiere, das wars dann wieder. Zwischendurch hatte mir mal eine Tante gezeigt, wie man aus flachen Rechtecken Katzen strickt, da entstanden dann mal ein paar mehr.
Richtig losgelegt habe ich aber erst 2011, also mit 29, mit dem Ziel ein paar Socken zu stricken. Und damit es auch fertig wird habe ich erstmal klein angefangen. Die Anleitung bei diesem Neustart kam übrigens weder von meiner Mutter noch einer Tante, sondern von Youtube. Da habe ich mir erstmal angucken müssen, wie man linke Maschen strickt, ich konnte mich nämlich nur noch an die rechten erinnern. Jetzt ist es immer noch so, dass ich mir zu neuen Techiken, die ich brauche erstmal ein Tutorial bei Youtube suche (wenn nicht gerade Samstag ist und ich eh zum Stricktreff gehe). Diese Art des lernens ist auch dafür verantwortlich, dass ich die meisten Strickbegriffe (eigentlich alle außer rechten und linken Maschen) zwar auf englisch kenne, aber nicht auf deutsch, weshalb ich sie ganz gut zeigen, aber auf deutsch nichts erklären kann.

Was fasziniert dich am Stricken?
Dass man sieht und anfassen kann, was man gemacht hat und es fast überall machen kann. (Ich nähe auch gerne, aber eine Nähmaschine in den Zug oder ins Wartezimmer mitzunehmen geht eben nicht.) Man muss nicht viel vorbereiten, bevor man anfangen kann und man muss hinterher nicht viel aufräumen.
Außerdem fasziniert es mich, weil es ein Feld ist auf dem ich gerade viel dazulernen kann. Es gibt beim Stricken eine Menge Sachen, die ich noch nicht ausprobiert habe, die man aber alle lernen kann, weil das Netz voll ist mit tollen Anleitungen.
Und ich trage gerne gestricktes.
In welchen Communities und auf welchen Seiten zum Thema Stricken bist du unterwegs?
Natuerlich auf Ravelry

Wie viel Ufos nennst du derzeit dein eigen?
Vier. Ein paar Socken mit Zopfmuster, ein Pullover und ein Paar Handschuhe für das kleine Schaf und ein Pullover für meinen Bruder. Ideen und Pläne habe ich aber gerade für noch sehr viel mehr.

Montag, Februar 11, 2013

Piep! ET-4

Ich bin noch da und noch nicht geplatzt. Und keine Anzeichen, dass sich das bald ändert.
Dafür bin ich ziemlich ko. Der Arztbesuch mit anschließendem Einkauf kam mir heute vor wie eine Weltreise. Ich mach dann nochmal ein Nickerchen. Nachts schlafen geht nur noch Stundenweise, dann habe ich entweder Sodbrennen oder mir wird übel.

Samstag, Februar 09, 2013

Geht auch mit Krokant

Das Kleinschaf fragte heute Mittag, ob wir Muffins backen könnten und deshalb gab es heute die Muffins nach Rezept aus dem vorletzten Eintrag. Mit einem Unterschied: Nachdem ich den kleinen Kerl damit beauftragt hatte die Muffins mit Schokotropfen zu bestreuen und davon aber nachdem ich mich nur kurz umgedreht hatte nur noch ganz wenige da waren (wo die bloß hin verschwunden sind...) habe ich sie mit Krokant bestreut. Ist auch sehr lecker.

Freitag, Februar 08, 2013

Erledigt

Trotz dickem Bauch habe ich gerade den Gehweg freigefegt, auch bei den Nachbarn (machen wir immer so, wer zuerst draußen ist macht das Stück vom anderen eben grad mit). Ohne Salz ging es heute aber nicht. Gestern hat es getaut, heute Nacht gefroren und neu geschneit, da war es nach dem Fegen, als alle Eispuckelchen freilagen, plötzlich noch glatter als vorher.
Jetzt bin ich ein bisschen ko und lümmel mich erstmal ohne schlechtes Gewissen aufs Sofa. Dann steht nur noch eine schwierige Entscheidung an: Stricken oder Pikmin2?

Mittwoch, Februar 06, 2013

Schokoladen-Muffins mit Rote Beete

Ich muss mal ganz schnell ein Rezept mit Euch teilen, bevor ich das wieder vergesse. Das hatte ich vor seit ich diese Muffins das erste Mal gebacken habe, aber ann habe ich es immer aufgeschoben. Also:

Für 12 Muffins:

200 g Mehl
200 g Zucker
100 g geschmolzene Zartbitterschokolade
250 g gekochte Rote Beete, püriert
1 Ei
1/2 Pk Backpulver
25 g Schokotropfen

Mehl, Zucker und Backpulver vermischen.
Das Rote-Beete-Püree erst mit dem Ei verquirlen, dann unter die trockenen Zutaten rühren.
Die geschmolzene Schokolade unterrühren.
Auf 12 Muffinförmchen aufteilen und mit Schokotropfen bestreuen.
Bei 180 °C 35-40 min backen.







































Sonntag, Februar 03, 2013

ET-12

Nachdem die Familie wieder genesen ist bin ich jetzt wohl dran. Den Vormittag habe ich mit Übelkeit und Kopf-Hals-Gliederschmerzen im Bett verbracht. Seit Mittag bin ich wieder auf den Beinen mit gelegentlichen Übelkeitsanfällen.
Über Mittag halbstündlich leichte Wehen, aber das heißt ja nix.
Wetter immer noch regnerisch und windig. Ich mummel mich auf dem Sofa ein, lese Onkel Tobi vor und stricke.

Freitag, Februar 01, 2013

ET-14


Und ich fühle mich relativ unschwanger. Das Sodbrennen ist weg und die Kurzatmigkeit ist auch weniger geworden.
Das einzige was doof ist, ist (selbst) Autofahren. Da sitze ich so eingeklemmt hinterm Steuer.
Das ich heute so platt bin liegt wohl eher an einer aufziehenden Erkältung und fehlender Sonne.
Nee ehrlich, an so einem trüben Tag würde ich auch kein Kind zur Welt bringen wollen. Da warte ich lieber auf besseres Wetter und die nächsten Tage sollen ja eher sogar noch schlechter werden.


Samstag, Januar 26, 2013

Im Schnee

Wenn das Kind drei Meter vorm Auto sagt: "Mir ist kalt!" Dann war die Runde durch den Wald genau richtig groß gewählt.


Der neue Schlitten ist super (geschmückt auf Wunsch des stolzen Schlittenbesitzers mit den restlichen Luftballons meiner Doktorfeier), anschließend gab es zu Hause Grießbrei zum wieder warm werden und das Kleinschaf hat danach kaum die Matratze berührt, da schlief es schon.
Und ich habe noch einen Honigkuchenmuffin inhaliert als Mittagessenergänzung, wir mussten nämlich feststellen, dass Grießbrei aus 1,2 Litern (Soja-Vanille-)Milch längst nicht mehr für uns drei ausreicht. Das nächste Mal gehen wir gleich auf 2 Liter und wenn die kleine Schwester mitisst, brauchen wir wohl (wieder) eine größere Schüssel. Und eine größere Mikrowelle.

Freitag, Januar 25, 2013

Tasche packen

Heute habe ich endlich damit angefangen meine Tasche(n) für die Geburt zu packen. Aber es sind ja auch noch drei Wochen (+/- 2).
Es sind zwei Taschen geworden: Eine für den Fall, dass wir das ganze ambulant hinbekommen und noch eine mit dem ganzen restlichen Krempel, den man so braucht wenn man sich über Nacht oder länger im Krankenhaus einquartiert.
Bevor das Kleinschaf ins Bett verschwunden ist habe ich noch schnell die Kisten mit den kleinsten Klamöttchen aus seinem Zimmer geholt und werde heute Abend noch vorbereiten seine Kleidung morgen vom Wickeltisch in seinen Kleiderschrank umzuziehen.

Samstag, Januar 12, 2013

Der Winter hat ein blödes Timing

Eigentlich sollte das kleine Schaf einen Schlitten zu Weihnachten bekommen. Dann war es aber so warm und wie verschoben das auf seinen Geburtstag. Da war es immer noch zu warm und um Enttäuschungen zu vermeiden (wie blöd ist es einen Schlitten zu bekommen und ihn nicht gleich ausprobieren zu können?) bekam er etwas anderes geschenkt.
Jetzt liegt hier Schnee und im Keller steht noch eingepackt der Schlitten. Aber: Das kleine Schaf ist seit gestern (und noch bis zu meiner Verteidigung) bei den Großeltern. Und das nicht nur ohne Schlitten sondern auch bislang noch ganz ohne Schnee.

Freitag, Januar 11, 2013

Smectit

Wenn mir das Wort Smectit über den Weg läuft muss ich immer an diese blöde Leberwurst-Reklame denken ("Das smett mir!").

Dienstag, Januar 08, 2013

Mir ist übel

Und ich weiß grad gar nicht ob von den (Senk-, Übungs-, Vor-, Wasweißich-)Wehen oder aus Angst vor der Prüfung.

Donnerstag, Januar 03, 2013

Die Zeit rast

Morgen beginnt offiziell der Mutterschutz.
Noch 6 Wochen bis zum Geburtstermin.
Noch 2 Wochen bis zur Prüfung.

Aaaaaaah!

2013 in Büchern

2010 habe ich es einigermaßen hinbekommen festzuhalten, was ich gelesen habe. In den vergangenen beiden Jahren ist mir das nicht gelungen, allerdings hatte ich auch kaum Zeit zum lesen.
Aus 2012 kann ich mich noch an "The Magician King" von Lev Grossman, "Rivers of London" (das in einer neueren Ausgabe jetzt anders heißt und das ich vielleicht auch schon 2011 gelesen habe) und "Moon over Soho" von Ben Aaronovich sowie "Tschick" von Wolfgang Herrndorf erinnern. Die waren alle gut und unbedingt lesenswert, auch wenn The Magician king nicht ganz so gut ist wie der Vorgänger. Dann habe ich noch "Of Mice and Men" von Jon Steinbeck gelesen und fand es richtig schlecht. Zum Glück ist es so dünn.

Dieses Jahr fange ich einfach mal schon im Januar mit der Liste an, gleich mit dem ersten Buch.
Ich habe "Was scheren mich die Schafe" von Anke Richter angefangen. Es geht über das Leben deutscher Auswanderer in Neuseeland. Sehr lustig. Ein Buch zum laut Lachen und sich Passagen draus vorlesen. Aber auch eines, das man mal mitten im Satz weglegen kann, wenn es nötig ist. Kurzweilig also, das kommt mir gerade recht.

Tod im Anflug - Ein Gänsekrimi (Karin Bergrath): Hat mich nicht vom Hocker gehauen. Lässt sich schnell lesen, lässt sich auch gut in kleinen Abschnitten beim Stillen lesen. Leider haben weder Charaktere noch Handlung wirklich Tiefgang und gelacht habe ich nur ein eiziges Mal. Ganz kurz. Ich hatte beim Lesen ziemlich schnell das Gefühl, dass da jemand Glenkill gelesen hat und dachte: Das mach ich mit Gänsen. Nur funktioniert das mit Gänsen leider nicht.

Weitere Bücher auf der Liste:

  1. Whispers Underground von Ben Aaronovich, der dritte Teil der Reihe mit Polizei- und Magier-Azubi Peter Grant. Blöderweise habe ich es geschafft das Buch nach den ersten zwei Kapiteln zu verlegen.
  2. Die Bibel & ich von A. J. Jacobs, über den Versuch ein Jahr lang alle (ca. 800) in der Bibel aufgestellten Gebote zu befolgen. 
  3. The sacred art of stealing - Christopher Brookmeyer
  4. Good Omens - Neil Gaiman & Terry Pratchett. Da bin ich immerhin schon zur Hälfte durch und ich finde es wahnsinnig klasse. Allerdings schwer zu lesen, wenn man ständig unterbrochen wird, weshalb es gerade ruht.