Mittwoch, Februar 22, 2012

No milk today

und auch nicht morgen oder übermorgen.

Letzte Woche ging es mir gar nicht gut. Erst dachte ich, das wär ne Magen-Darm-Geschichte, aber dann wurde es im Verlauf der Woche nicht besser und am Donnerstag ist mir dann aufgefallen: die Magenschmerzen und die Übelkeit, die kommen immer dann, wenn ich kurz vorher Milchprodukte gegessen habe. Nach den Käsespätzle in der Mensa, nach den Cornflakes, nach Kaffee mit Milch, usw.
Seit Freitag ist meine Ernährung also milchfrei und seitdem ist alles gut.

Montag, Februar 20, 2012

Freitagslogistik

Freitag hatte ich eigentlich frei. Statt dessen habe ich aber in Mainz an einem Workshop teilgenommen. Der ging bis 18 Uhr. Der kranke Mann sollte uns zu Bahnhof und Kindergarten fahren und sich dann zu Hause erholen und am Nachmittag das Kind wieder abholen. Ich wollte am Abend mit S-Bahn und Bus nach Hause kommen.
Am Vormittag hat das auch noch gut geklappt. Ab Mittags war der Kranke aber so krank, dass er nicht mehr Autofahren konnte. Planänderung. Ich hole das Kleinschaf ab und bringe es nach Hause. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich habe den Workshop um halb drei verlassen, bin mit dem Zug nach Heidelberg gefahren, war um zehn nach vier da. Habe auf den Fahrplan geschaut, wann der Bus nach Gau Angeles fährt. Der Bus fährt um kurz nach Fünf. Eine Stunde um mit der Straßenbahn zum Kindergarten zu fahren, das Kleinschaf einzusammeln und wieder zurückzukommen. Also los: Ums Gebäude rum zur Straßenbahnhaltestelle und auf zur Kita. Im Kopf habe ich immer mitgerechnet, wieviel Zeit ich für welche Strecke brauche, wieviele Minuten Luft wir wo haben, in welcher Zeit das Kind Angezogen und wir aus dem Kindergarten wieder raus sein müssen. Dem Kleinschaf sagte ich gleich: "Hallo Kleinschaf! Papa kann uns heute nicht abholen, der wartet zu Hause auf uns. Wir beide fahren heute mit dem Bus nach Hause." Noch nie war das Kind so schnell aus seiner Gruppe raus (immerhin hat er noch im Vorbeilaufen seiner Erzieherin "Tschühüß!" zugerufen) und hat sich so bereitwillig die Schuhe anziehen lassen. Dann schnell zur Haltestelle. "Jetzt müssen wir ein bisschen rennen. kannst Du rennen kleines Schaf?""Ja!" Das Rennen hat nichts gebracht, eine Straßenbahn fuhr trotzdem an uns vorbei. Aber auf der Strecke kommt ja alle 5 Minuten eine und ich hatte dadurch etwas Zeit mich mit den Fahrpreisen zu beschäftigen. Das Kind ist inzwischen 2, braucht er einen eigenen Fahrschein? Nein braucht er nicht. Und immer wieder mir im Kopf vorgerechnet wieviel Zeit noch bleibt, wie lange die Straba bis zum Bahnhof fährt, wie lange wir wohl von der Straba zum Bus brauchen... In der Straßenbahn tat das Kind das, was es auch im Auto immer macht: es rief bei jedem Halt "Fahr!" und bei jeder roten Ampel "Hallo Ampel! Hüün!". Den Bus haben wir gekriegt und dank Waffeln, Wasser und netten älteren Leuten war auch die dreiviertel Stunde Busfahrt nicht lang. Etwas lang war dann noch der Heimweg von der Bushaltestelle, auf dem das Kleinschaf sich in eine Pfütze gesetzt hat und dann trotz nasser Hose rumtrödeln und auf jeden (jeden!) Schneehaufen einmal draufstampfen musste.
Insgesamt war ich von meiner Abfahrt am Mainzer Campus bis zur Ankunft zu Hause dreieinhalb Stunden unterwegs, Das Kind vom Kindergarten bis nach Hause eineinhalb Stunden.
Das ganze war aber, obwohl wir bis zum Bus ziemlich unter Zeitdruck waren, gar nicht so stressig wie ich befürchtet hatte. Vor allem lag das wohl daran, dass ich noch Plan B und C hatte (S-Bahn+Bus bzw. Taxi) und das Kind es aufregend und toll fand mit dem Bus nach Hause zu fahren.

Small Talk

Ich habe am Freitag an einem Workshop zum Thema Small-Talk teilgenommen (eigentlich nur halb, aber das ist eine längere Geschichte). Da musste ich bei diesem Comic gerade dran denken. Genau so geht es mir nämlich auch oft (einschließlich der einsilbigen Antwort).
Mein Fazit für mich aus dem Workshop (und dem Comic): Nicht so viele Gedanken darüber machen was das Gegenüber mit seiner Frage eigentlich will. Meist nämlich gar nichts. Oder nur nett sein.

Samstag, Februar 18, 2012

Tropisch

Kaum sind die Temperaturen wieder über Null, hängen die Bäume vorm Bahnhof auch wieder voll mit Papageien.

(Wo waren die, als es so kalt war?)

Freitag, Februar 03, 2012

Maßeinheit Bodensee

"Der Titicacasee ist fünfzehn Mal so groß wie der Bodensee."

Über solche Angaben habe ich mich als Kind schon geärgert. Ich bin in Ostwestfalen aufgewachsen und haben den Bodensee noch nie gesehen. Wie soll ich denn eine Vorstellung davon haben, wie groß der ist? Inzwischen habe ich es bei Wikipedia nachgeschlagen: 536 km2 ohne den Seerhein (denken Sie sich die zwei jetzt bitte einfach mal hochgestellt), aber dann kann ich auch gleich nachlesen wie groß der Titicacasee ist: 8288 km2. Also tatsächlich etwa 15 (eher fünfzehneinhalb) Mal so groß wie der Bodensee.
So große Sachen mit einem Vergleich zu Veranschaulichen ist ja an sich prima, aber wenn man eine unvorstellbare Größe mit einer anderen unvorstellbaren Größe vergleicht ist doch auch nichts gewonnen.

Um mir die Größe des Bodensees zu veranschaulichen habe ich jetzt aber doch noch einen tollen Vergleich gefunden. Er ist nämlich fast achtzehneinhalb Mal so groß wie das Steinhuder Meer.

Krebliner

Wenn einem dann Kreppl rausrutscht wenn man eigentlich Berliner sagen wollte, dann hat man sich wohl letztendlich doch sprachlich aklimatisiert.
Hat immerhin 10 Jahre gedauert.