Donnerstag, Januar 21, 2010

Das Webschaf versucht das Haus zu verlassen

Gestern habe ich versucht mich mit den anderen Müttern um 10 Uhr im Elterncafé zu treffen.
Mein Plan: um halb zehn fertig sein und loszufahren.
Drei Punkte sind vorher zu erledigen: Milch abpumpen, Füttern, Wickeln.
Erster Fehler: Nach einer fast schlaflosen Nacht auf dem Sofa nochmal die Augen zumachen. Um neun weckt mich das hungrige Kind. Wir sortieren die drei Punkte um (Füttern, Wickeln, Milch abpumpen). Die Milch muss warm werden und das Trinken zieht sich. Schließlich bleiben zehn Minuten. Reichen 5 um das kleine Schaf zu wickeln? Nein, nicht, wenn es sich auf dem Wickeltisch einmal komplett nass macht, der letzte Body, der drunter im Fach liegt nicht über den Dickschädel passt und erst ein neuer gefunden werden muss.
Die neue Windel wird auch direkt wieder gefüllt und das Wickel zieht sich bis zwanzig vor zehn. Dann ist der Magenfüllstand wieder unterschritten. Weiteres Füttern duldet keinen Aufschub. Also Milch anwärmen, Flasche reichen. Kind, trink schneller. Nach wenigen ml schläft es zufrieden ein. Auch gut. Jetzt muss ich endlich mal die Milch loswerden.
Um 5 nach zehn wird das schlafende kleine Schaf verpackt (auch der erste Schneeanzug ist plötzlich zu klein) und um viertel nach zehn verlassen wir das Haus. ein paar hundert Meter weiter denke ich: "So wenig wie er eben getrunken hat, hat er bestimmt Hunger, wenn wir ankommen. Gut, dass wir ein Fläschchen dabei haben." Das Fläschchen ist in der Wickeltasche. Und die ist wo? Nicht im Auto. Mist, nochmal zurück. wieder wertvolle Minuten verloren.
Ankunft im Elterncafé nach endloser Parkplatzsuche: 10:45
Und von den Leuten, die ich treffen wollte niemand (mehr) da.

Und jetzt fange ich mal an uns fertig zu machen, damit wir in einer Stunde das Haus verlassen können. Zum Massagetermin in der Praxis zwei Häuser weiter.

Dienstag, Januar 19, 2010

Drei Wochen

Das kleine Schaf ist schon drei Wochen alt.
Er wiegt inzwischen satte 4400 g, hat die Windelgröße gewechselt und einiges an Kleinstklamotten musste schon aussortiert werden. Wir haben die ersten Sachen in Größe 62/68 rausgekramt. Wie unterschiedlich die aber auch ausfallen können...
Und die Nächte sind nicht mehr ganz so ruhig, denn selbst wenn er schläft ist er selten still. Da wird geschnauft, gebrabbelt, gegackert und gemeckert (manchmal denk ich da ist ein Hahn oder eine kleine Ziege neben mir).
Und auf dem Arm bei Mama rumhängen ist langweilig, wenn sie vorm Computer sitzt, Bewegung muss sein.
Also dann trab ich mal weiter.

Montag, Januar 18, 2010

Das Webschaf bastelt

Ich war in den letzten drei Wochen kaum einen Schritt vor der Tür (einmal beim Bäcker, einmal beim Arzt, ein bisschen spazieren und heute zur Massage, praktischerweise zwei Häuser weiter) Der Regen gestern hat den Schnee in Matsch verwandelt und mir ist nach Frühling und bunt:

Samstag, Januar 09, 2010

House

Ich habe ziemlich spät angefangen House zu gucken. Anfangs konnte ich mit der Serie gar nichts anfangen, außerdem hatte ich bis September unter der Woche ja gar keinen Fernseher. Ich wusste nur: Dienstags Abends bringt es nichts zu Hause anzurufen, da guckt mein Mann House.
Als ich dann unter der Woche Abends wieder zu Hause war habe ich mich dieser Serie erstmal weiter verweigert. Bis ich doch mal eine Folge ganz mitgeguckt habe. Seitdem bin ich angefixt.
Gestern meinte ich: schade, das heute nicht Dienstag ist, ich hätte grad echt Lust House zu gucken. Und was hat mir mein Liebster vom Einkaufen mitgebracht? Die erste Season. Weil ich ja schon so viel von der Serie verpasst habe.
Hier läuft also gleich die allererste Folge House. Für uns beide neu.

Komplizierte Sache

Ein geplatzter Reifen am Auto ist doof.
Ein geplatzter Winterreifen ist noch döfer, denn das Reserverad ist immer ein Sommerreifen.
Wenn man die Winterreifen nicht in dem Ort gekauft hat, wo man wohnt, sondern 450 km entfernt während eines Besuchs bei den Eltern, dann wird es kompliziert. Zumindest wenn man sich damalsfür Reifen einer eher nicht so verbreiteten Reifenmarke entschieden hat und feststellt, dass die im Wohnort und Umgebung bei keinem Reifenhändler zu bekommen sind.
Da kann man sich glücklich schätzen, wenn man einen Papa hat, der zum Reifenhändler fährt, den benötigten Reifen kauft und der dann per Paketdienst zugeschickt wird.
Hat prima geklappt. Danke!
Die Verpackung war allerdings etwas spartanisch. Der Adressaufkleber klebte direkt auf dem Reifen und war nochmal mit zwei Klebestreifen fixiert. Begrüßung des Paketzustellers: "Ich hab hier einen Reifen für sie."

Rückblick 2009

Ich weiß, ich bin spät dran damit:

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
8

Schön war die Schwangerschaft, die völlig reibungslos verlaufen ist (den Treppensturz und die Panikmache meiner Ex-Frauenärztin, das Kind wäre viel zu klein, mal ausgeklammert). Meine Arbeit hat tolle Ergebnisse gebracht.

Punktabzug gibt es für die Geburt und dafür, dass das Paper 2009 doch nicht mehr fertig geworden ist.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen. zwangsläufig ;-)

3. Haare länger oder kürzer?
Ich kann mich nicht dran erinnern sie dieses Jahr geschnitten zu haben. Also wohl länger.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Immer noch ohne Brille. Dafür habe ich das Jahr mit den ersten drei Füllungen in den Zähnen beedet.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Ähnlich.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Gleicher Job, aber 2009 lief es besser.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich schätze mal mehr. Im April haben wir uns eine Sauna angeschafft und gegen Ende des Jahres viel fürs Kind gekauft.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Einen 30 Euro-Gutschein beim Juwelier.

Außerdem viele Erfahrungen.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Weniger.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Null.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
-

12. Der hirnrissigste Plan?
Öhm...

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Ich war 2009 ziemlich vorsichtig.

14. Die teuerste Anschaffung?
Die Sauna.

15. Das leckerste Essen?
Grünes Curry beim Thai?

Definitiv nicht das Essen im Hotel in Davos.

16. Das beeindruckendste Buch?
Ich habe gar nicht so viel gelesen 2009.

Das beste Buch 2009 war wohl 'Pandaemonium' von Christopher Brookmeyer. Selten so viel gelacht beim Lesen. Ob das jetzt aber in die Kategorie 'beeindruckend' fällt kann ich nicht sagen.

17. Der ergreifendste Film?
-

18. Die beste CD?
-

19. Das schönste Konzert?
Die Matthäus Passion von Bach in der St. Johannis Kirche in Mainz. Selbst Mitgesungen.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Dem kleinen Schaf, das war ja immer dabei ;-)

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Meinem Mann

22. Zum ersten Mal getan?
schwanger gewesen und ein Kind bekommen.

Auf einer großen internationalen Konferenz einen Vortrag gehalten.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Gemalt. Aber das Medium gewechselt. Früher war es Öl, heute ist es Aquarell.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Wehen oder den Kaiserschnitt.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass es ok ist, wenn ich jetzt ein Jahr Pause mache. Überzeugen musste ich davon sowohl meinen Chef als auch mich selbst. Geklappt hat es in beiden Fällen nicht hundertprozentig glaube ich, aber ich machs jetzt einfach mal.

26. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mein Sohn.

27. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

28. Dein Wort des Jahres?
Nature-Paper

29. Dein Unwort des Jahres?
Nature-Paper

30. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Schwer zu sagen. Darum nenne ich mal die Bloggerin, bei der ich zuallererst nach neuem gucke: Frau äh Mutti.

31. Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Nature-Paper?

No Daisy

Irgendwer hat uns in der Nacht ein paar Schneeflöckchen dagelassen, aber die wüste Daisy war es nicht.
Auch sonst war die Nacht sehr ruhig. Das kleine Schaf hat sich einmal gemeldet und als er um halb acht wieder wach wurde sind wir einfach alle aufgestanden. Darf ruhig so bleiben (ja, ich weiß, dass es das nicht tut. Aber ich werde es einfach genießen solange es anhält.)

Samstag, Januar 02, 2010

Das "kleine" Schaf

Für die Neugierigen ein bisschen Baby-Quartett:

Geburtstag: 29.12.2009
Uhrzeit: 22:54
Geburtsgewicht: 3800 g
Länge: 52,2 cm
Kopfumfang: 36,5 cm
Geburtsdauer: 39 Stunden
Entbindungsart: Kaiserschnitt
Pünktlichkeit: ET+11

Ich könnte jetzt noch erwähnen, dass meine Frauenärztin vor vier Wochen noch meinte das Kind sei zu klein und mich panisch in die Klinik geschickt hat um per Doppler-Ultraschall abzuklären, ob es noch ausreichend versorgt wird. "Heute noch!" Soviel dazu.

So und damit reichts auch. Sonst schreibe ich noch über die Farbe von Babykacke und dann liest meine Schwester nicht mehr mit ;-)
Einen ausführlichen Geburtsbericht wird es hier übrigens auch nicht geben. Zum einen hatte ich da eh nie vor. Ich finde das ist etwas zu privates. Das kann man für sich selbst aufschreiben, gehört aber irgendwie nicht in die Öffentlichkeit. Der andere Grund ist, dass es ehrlich mit Abstand das Schlimmste ist, was ich je erlebt habe und ich froh bin, wenn ich keine Einzelheiten mehr zusammenbekomme.

Unser Geburtsvorbereitungskurs treibt übrigens gerade die Kaiserschnittrate in die Höhe: 5 von 8 Entbindungen per Kaiserschnitt und davon war tatsächlich nur einer geplant. Was wir alle eiegntlich nicht gedacht hatten ist doch eingetreten, wir sind gleichzeitig hier. Zumindest drei von uns.
Ich darf allerdings hoffentlich morgen nach Hause. Und auch wenn es sicher bis dahin noch etwas dauert: ich freu mich auf sowas wie Alltag.

Appropos Geburtsvorbereitungskurs: Wir haben uns nach Kursende tatsächlich noch ein paar Mal zum Kaffee bzw. zum Frühstücken getroffen und würden das 2010 gerne fortsetzen. Das Problem dabei: Für 6-8 kugelige Frauen einen Tisch im Café zu organisieren ist einfach. Mit Nachwuchs, Kinderwagen und großen Taschen wird das schwieriger.
Hat jemand einen Tipp, wo sich frischgebackene Mütter in oder um Heidelberg gut verabreden können?