Freitag, Juli 18, 2008

Es könnte still werden

die nächsten zwei Wochen.
Denn das Webschaf verbringt seinen Urlaub in Gau Angeles (ohne Internet) und anderswo (und will im Urlaub vielleicht gar nicht bloggen).

Lassen Sie es sich gut gehen, ich tu das auch.

Selbstverletzendes Verhalten

Danach sahen meine Bewegungen gestern Abend vielleicht aus, aber das war eine reine Schutzmaßnahme. Auch wenn ich mir dabei fast die Nase gebrochen habe und durch aggressives in die Hände Klatschen neben meinem Ohr kurzfristig taub war. Ich wollte doch die nervige Mücke noch erwischen. Die Mücke habe ich leider erst heute morgen erwischt, offensichtlich hatte sie mich da aber auch schon gekriegt. Naja, das Zimmer müsste eh mal gestrichen werden und rot ist auch eine schöne Wandfarbe.

(Werden deswegen in der Grünen Villa gerade alle Wände rot? Damit die toten Mücken nicht auffallen?)

Donnerstag, Juli 17, 2008

20 km rund um den Mainzer Südwesten

- 3 Stunden 20 Minuten unterwegs gewesen
- knapp 20 km zurückgelegt (das lässt sich nicht mehr so genau nachvollziehen, weil die Wege zwischen den Obstplantagen nicht alle eingezeichnet sind.)
- 10 Caches gefunden (im Schnitt also alle 20 Minuten einen)
- Nur ein DNF (did not find) da war's schon dunkel
- Nur ein Ort, der mir nicht gefallen hat, so ein PLeiFO (Potentieller Leichenfundort). Ein Tümpel neben einer Autobahnauffahrt. Dafür war aber das Versteck genial installiert.
- Ein Cache, bei dem es mir richtig weh getan hat, dass ich keine Kamera dabei hatte. (Alte Landwirtschaftsmaschinen, abgestellt und in die Bäume eingewachsen)
- Ganz viele tolle Verstecke und Container (Die Rate von überdurchschnittlich guten Caches ist auf der Strecke echt hoch).
- vier Travel Bugs mitgenommen (einer ist schon wieder ausgesetzt, drei kommen mit in den Urlaub)
- viele schöne Ecken von Mainz gesehen (jetzt fühl ich mich ein ganzes Stück wohler hier)

Geloggt ist alles. Jetzt muss ich nur noch nach Zecken suchen und ins Bett fallen.

Nochmal Geocaching

Auf zur zweiten Runde.
Diesmal rund um Drais und Marienborn.

Gerädert.

Ich bin heute kein schöner Anblick. Zerknittert bin ich und dicke Ringe unterstreichen meine Augen.
Die Frage, die mich nachts wachhält: Lasse ich das Fenster auf, oder mache ich es zu?
Mache ich es Abends zu, geht es mir wie gestern: Es wird zu warm und stickig in meiner Dachkammer, ich schlafe nicht erholsam, komme Morgens nicht aus dem Bett und verschlafe um satte zwei Stunden.
Lasse ich es offen, geht es mir wie heute: Da saß ab sechs Uhr ein Spatz unten im Hof und freute sich an der amphitheaterartigen Akustik, die sein Getschilpe bis hinauf ins Dachgeschoss trägt.

Und jetzt regnet es schon wieder. Das Wetter in Mainz kennt nur zwei Zustände:
Zu warm und schwül oder kalter Regen.

20.7 km rund um den Mainzer Nordwesten

4 Caches
1 Travel Bug

Am dritten und am fünften Cache hätte ich jeweils mein Fahrrad fast nicht wiedergefunden. Beim dritten, weil da so viele Bäume rumstande, beim fünften, weil es da schon so verdammt dunkel war. Weshalb ich auch den Cache nicht gefunden habe.
Ich war im Mainzer Sand, einem schönen Naturschutzgebiet und ich weiß jetzt, warum der Stadtteil HartenBERG so heißt *schnauf*
Der dritte Cache war in einem teilweise ziemlich zugemüllten Wäldchen hinter dem Freibad (Irgendwie gibt es neben jedem Freibad so ein gestrüppiges Gelände) und irgendwie war es da unheimlich. Es gibt so Orte, da rechne ich fast damit beim Geocachen eine Leiche zu finden.

Mittwoch, Juli 16, 2008

Verwirrt

Ich geh jetzt geocachen.
Aber erst muss ich dem GPS noch beibringen, dass es sich inzwischen wieder auf der Nordhalbkugel befindet...

Phantom-Zahnschmerzen

Es pocht. Da, wo vor Jahren mal ein Weißheitszahn war.

Freitag, Juli 11, 2008

Überstanden

Vortrag gehalten, gutes Feedback bekommen, glücklich.
Wochenende.

Zweite Brut

Die Rotschwänzchen sind zurück.

Donnerstag, Juli 10, 2008

Wettervorhersage

Gerade eben gedacht: Ich sollte den Laptop nicht unterm Fenster stehen lassen, vielleicht regnet es heute Nacht.
In dem Moment klopfen die ersten Tropfen auf die Scheibe.

Dienstag, Juli 08, 2008

Just not the same

Ende. Seit gestern keine Grey's Anatomie Folgen mehr, die ich nicht kenne.
Und Private Practice ist einfach kein Ersatz.

Geschichten aus dem südlichen Afrika (3) Vegetarier

Egal ob in Südafrika, Botswana oder Namibia, Vegetarier haben es überall schwer. Ich habe am ersten Tag gleich festgestellt, dass es nahezu unmöglich werden würde, sich in den 12 Tagen vegetarisch zu ernähren und den Silvester gefassten Vorsatz aufgegeben dieses Jahr nur eine Ausnahme zu machen (der Hirsch war sehr lecker) und ansonsten kein Fleisch zu essen. Mit einer Ausnahme habe ich mich dabei an Hühnchen gehalten. Die Ausnahme: Der bereits erwähnte Rinderbraten mit Chocolate-Cilli Soße. Sehr, sehr lecker.

Die fleischlastige Küche zeigt sich mitunter auch in der Werbung. So steht über einer Metzgerei in Mefikeng: „Real red blooded men eat real red meat.“ Soso. Igittigitt.

Und es kann einem passieren, dass es an drei Abenden hintereinander T-Bone Steak gibt: Zuerst als eines von drei (fleischigen) Gerichten auf der Speisekarte , am nächsten Tag für alle, weil eine Jugendgruppe mit schätzungsweise 60 Leuten auf dem Gelände kampiert und es einfacher ist, wenn alle das gleiche bekommen (ich bin mit einem doppelten griechischen Salat davon gekommen) und Tags drauf in der nächsten Lodge (das konnten die ja nicht wissen...).

Lecker war es immer. Aber ab jetzt geht's wieder vegetarisch weiter.

Hört das denn nie auf?

Im letzten Semester meines Studiums habe ich eine Klausur geschrieben. Zu welcher Vorlesung weiß ich gar nicht mehr, aber damals war ich mir sicher, dass ich mir das merken würde. Denn ich war felsenfest davon überzeugt, dass das die allerallerletzte Klausur meines Lebens war. Denn wer braucht nach dem Diplom noch Klausuren?
Und warum erzähle ich das? Ihr könnt es Euch denken: Ich schreibe heute eine Klausur. Die erste als armer Doktorand auf der Jagd nach Credit-Points.

Samstag, Juli 05, 2008

Geschichten aus dem südlichen Afrika (2): Geocaching

Geocaching ist in Südafrika und Botswana nicht weit verbreitet. In Südafrika hatten wir genau einen (einen!) Cache auf unserer Route. Und den haben wir nicht gefunden. Ein prima Start um die anderen, geocachingunerfahrenen und teils sehr skeptischen Mitreisenden davon zu überzeugen, dass das Spaß macht und auf jeden Fall Zwischenstops entlang der Strecke rechtfertigt. In ganz Botswana gibt es 17 Geocaches. Davon habe ich 6 Koordinaten rausgesucht, weil sie potentiell an unserem ersten Streckenabschnitt lagen. Den ersten haben wir nicht erreicht, weil ständig Privatgelände zwischen uns und dem Cache war. Die anderen vier haben wir nicht angesteuert, weil man da wahrscheinlcih einen 4x4 gebraucht hätte. Und der sechste lag dann erst auf dem nächsten Streckenabschnitt. Ein Micro. Auch nicht so geeignet um die Kollegen zu begeistern, aber immerhin haben wir ihn gefunden.
In Namibia gibt es deutlich mehr Geocaches, aber wir waren immer mit Zeitdruck unterwegs und haben deshalb nur zwei gesucht (und davon nur einen gefunden). Der, den wir gefunden haben, war aber originell versteckt (wieder ein Micro) und konnte die Kollegin so weit begeistern, dass sie auch nochmal mit zum Cachen geht. Und das obwohl sie bei der Aktion fast in eine Viper getreten wäre...
Bilanz: Vier Caches in drei Ländern gesucht und in zwei Ländern je einen gefunden.

Donnerstag, Juli 03, 2008

Manchmal macht Papierkram glücklich.

Ich hab grad meinen Urlaubsantrag für die Flitterwochen eingereicht.

Was muss man sich denn in Schottland unbedingt mal angucken?

Mittwoch, Juli 02, 2008

Irgendwas wollte ich grad erzählen

Aber bis das Fenster offen war, war es weg.

Geschichten aus dem südlichen Afrika (1) Lost Luggage

Diese wie auch die meisten der folgenden Geschichten sind zur Ermunterung frustrierter Doktoranden gedacht, und könnten auch unter dem Titel „Shit happens, aber am Ende wird meist alles wieder gut“ laufen.

Und ich weiß jetzt, wo Murphy die letzte Zeit Urlaub gemacht hat.

Auf dem Hinweg nach Johannesburg sind wir über Windhoek geflogen. Aufgegeben haben wir 4 Gepäckstücke: jeder Doktorand einen Rucksack oder Koffer und eine gemeinsame Kiste mit Geräten zur Probennahme.

Angekommen in Jo’burg sind erstmal nur die persönlich Gepäckstücke. Keine Kiste. Am Schalter wurde der Verlust aufgenommen, wobei ich gleich darauf drängte, das die Kiste „urgently needed scientific equippment“ beinhaltet. Wir bekamen eine Telefonnummer und eine Reference-Nr. mit der wir uns am nächsten Tag wieder melden sollten, evtl, sei die Kiste in das Flugzeug nach Kapstadt geladen worden, das zur gleichen Zeit in Windhoek gestartet ist.

Am nächsten Tag hieß es Mittags am Telefon, die Kiste sei noch nicht wieder aufgetaucht, aber man bemühe sich weiter sie zu finden und werde uns anrufen, wenn sie da ist. Ich drängte nochmals darauf, dass es sich um „urgently needed scientific equipment“ handelt und wir die Kiste bis zum Abend brauchen.

Eine Stunde später trafen wir K. dessen Handy-Nr wir angegeben hatten. Er war inzwischen von Windhoek aus angerufen worden, die Kiste war dort gesehen worden und würde im Laufe des Nachmittags geliefert.

Der Nachmittag verging, der Abend wurde später, Ich rief noch mal in Jo’burg an, da ich von Windhoek keine Telefonnummer hatte. Da hieß es dann „We have not found the box, we are still looking for it.“ Klarer Fall von Kommunikationsmangel. Ich klärte mein Gegenüber auf, dass Die Kiste aber in Windhoek gesehen worden sei. „Then, why don’t you call Windhoek airport?“ Ich bekam eine Nummer in Windhoek und drängte noch mal drauf, dass wir die Kiste wirklich dringend brauchen, weil wir am nächsten Tag nach Botswana aufbrechen.

Die Nummer in Windhoek sagte: „The number you have dialed does not exist.” Prima.

Wir gingen essen. Ich stellte fest, dass es schwer werden würde als Vegetarier in Afrika zu überleben und das Roastbeef mit Chocolate-Chilli-Soße sehr, sehr lecker ist. (Bestellt hatte das aber nicht ich, ich hatte Hühnchen)

Am nächsten Morgen gab es immer noch keine Spur von der Kiste. Ein Telefonat mit Jo’burg (inklusive der obligatorischen Versicherung meinerseits, wie wichtig und dringend die Angelegenheit ist) brachte uns eine neue Telefonnummer in Windhoek. Da war aber erstmal noch niemand da, weil es in Namibia noch eine Stunde früher am Morgen war. Als wir dort jemanden erreichten, waren wir schon in Mafikeng, also ein gutes Stück auf dem Weg nach Botswana und näherten uns der Grenze unseres Telefonnetzes. Da war ich mit dem nächsten Telefonat tatsächlich am Lost Baggage Schalter geladet, allerdings von der falschen Fluggesellschaft. Ich bekam eine neue Nummer, die der ersten Nummer für Windhoek verdammt ähnelte. Mit dem kleinen Unterschied, dass sie in der Mitte eine Ziffer mehr hatte. Aha. Dann waren wir auch tatsächlich an der richtigen Stelle. Die Kiste war tatsächlich gesehen und nach Johannesburg geschickt worden und sollte an uns geliefert werden. Ich teilte auch dieser Frau mit, dass wir nicht mehr in Potchefstroom sind und ihr die neue Adresse gegeben (und wieder drauf gedrängt, wie wichtig uns die Kiste ist).

Keine zehn Minuten später klingelte das Telefon wieder. Die Fahrerin vom Transportunternehmen, das mit der Zustellung der Kiste beauftragt war rief an. Sie wollte wissen, ob wir noch in Potchefstroom sind. Nein, natürlich nicht. Ob sie uns die Kiste nach Francistown, Botswana bringen könnte. Nein, das darf sie nicht, dafür müssen wir in Windhoek anrufen und das dort beauftragen, damit sie von dort neue Instruktionen bekommt.

Ein weiterer Anruf in Windhoek, noch mal die Adresse in Botswana genannt und darum gebeten, dass uns die Kiste dorthin geliefert wird. Im letzten Satz war die Karte leer (alles Pre-Paid Telefone) und ich konnte nicht mehr nachfragen, ob die Adresse richtig verstanden wurde und auch nicht mehr anbringen, wie wichtig diese Kiste für unsere Forschung ist.

Weiter ging es nach Botswana. In Francistown waren wir erst lange nach Sonnenuntergang, kurz nach Acht und wir haben wirklich nicht damit gerechnet, dass uns die Kiste noch einholt, da auch in Francistown nur eine Übernachtung geplant war. Aber, oh Wunder, beim Frühstück erzählte uns unser Gastgeber unsere Kiste stehe in der Rezeption. Der Kurier war um drei Uhr Nachts gekommen und hatte auch gleich wieder fahren wollen, er habe ihn aber genötigt wenigstens noch bis 6 auf der Couch in der Rezeption zu schlafen um dann im hellen die 700 km nach Jo’burg zurückzufahren.

Ein Teil des Kisteninhalts war essentiell zur Probennahme, die Arbeit konnte also losgehen. Die Proben allerdings wurden beim Rückflug in Windhoek konfisziert. Ich hoffe noch, dass auch das einfach wieder gut wird und wir sie zurückbekommen.

Dienstag, Juli 01, 2008

Zurück aus Afrika

Bis Sonntag war ich eineinhalb Wochen in Südafrika, Botswana und Namibia. Ich war beruflich dort, zur Probennahme für meine Doktorarbeit und für andere Wissenschaftler. Erzählen will ich aber hauptsächlich vom nicht beruflichen Drumherum.

Nach eineinhalb Wochen in Afrika bin ich begeistert und schockiert.

Begeistert von der grandiosen Landschaft, der Weite der Savannen in Botswana, den Dünen der Namib und von der Spitzkoppe in Namibia, vom Ozean, den großen Oryx-Antilopen und den riesigen Insekten.

Schockiert von der extremen Armut, der man nicht nur in Südafrika und Botswana, sondern auch in einem eigentlich reichen Land wie Namibia begegnen kann.

Schockierend, dass sich der Parkwächter, der für ein Trinkgeld auf Dein Auto aufpasst, während Du essen gehst, darüber freut, wenn Du ihm die Reste Deiner Pizza mitbringst, die so groß war, dass Du sie auch nach einem ganzen Arbeitstag an frischer Seeluft nicht ganz geschafft hast. Da ist die kurz vorher gemachte Bemerkung, dass ja schon wieder das Mittagessen ausgefallen ist, Jammern auf (sehr, sehr) hohem Niveau.

Richtig betroffen gemacht haben uns die Kinder, die an der Spitzkoppe selbst gefundene Minerale an einem Stand angeboten haben. Wir waren relativ spät am Tag da, es dämmerte schon und die aufgebockten Bretter, die als Auslage für die Kristalle dienten, standen mitsamt der Ware verlassen am Straßenrand. Wir guckten uns alles an und fanden auch schöne Sachen, die wir gerne gehabt hätten, aber die Kinder, die wir auf dem Hinweg gesehen hatten, waren verschwunden. Wir haben uns noch ein bisschen vor dem Stand rumgetrieben und überlegt, ob wir uns etwas nehmen und Geld dafür unter einen der Steine klemmen sollen, da kamen doch die Kinder aus dem Dorf herübergelaufen. Auf die Frage, was sie für die Minerale haben wollen, antworteten sie:
„We change for anything to eat.“
Da haben wir erstmal geschluckt. Und unseren Reiseproviant, hauptsächlich Bananen und Kekse, verteilt.
Ich bin auf der Reise selten satt gewesen. Weil wir im Gelände bei der Arbeit kein zweites Frühstück und kein Mittagessen hatten, Mahlzeiten, die ich selten auslasse (ich bin so was wie ein Hobbit), und das Abendessen auch meistens kleinere Portionen hatte als es mir gefallen hätte. Aber ich weiß jetzt, dass so ein kleiner Hohlraum im Magen nicht wirklich Hunger ist.