Mittwoch, Februar 06, 2008

Tortengräber

Ich kaufe oft Bücher, wenn mir der Klappentext gefällt. Außerdem hat ein Buch eine gute Chance von mir gekauft zu werden, wenn es ein Krimi ist und einen Bezug zu einer Stadt oder Region hat. Samstag Abend in der Bahnhofsbuchhandlung in Mainz fiel die Wahl deshalb auf 'Tortengräber' von Heinrich Steinfest.
Meine Erwartung nach dem Text auf der Rückseite: Angesiedelt in Wien mit Beschreibungen der Stadt (da war ich noch nie, aber in solchen Fällen guck ich mir die genannten Adressen ganz gerne mit Google Maps an), komisch, kauzige Charaktere, knifflige Ermittlungen (soll ja immerhin ein Krimi sein).
Die ersten 20 Seiten lassen sich so zusammenfassen: Jemand ruft zufällig eine Nummer an, gerät dadurch in eine Fangschaltung der Polizei, weil dort auf den Anruf eines Entführers gewartet wurde, wird daraufhin in seiner Wohnung festgenommen und Wochenlang irgendwo festgehalten und gefoltert, weil ihm niemand glaubt, dass er einfach nur eine zufällige Nummer angerufen hat. Null Ermittlungsarbeit. Null Lokalbezug. Die einzigen beiden Personen über die man etwas erfährt (der festgenommene perverse Anrufer und die langweilige Ermittlerin) haben beide kaum Charakter und absolut nichts, womit man sich identifizieren könnte.

Gute Idee. Mieserable Umsetzung.
Ich werde nicht weiterlesen, es sei denn, es sagt mir jemand, dass das Buch noch deutlich besser wird.
*grumpf*

Und morgen erzähle ich Euch, ob 'Keltenkreis' besser ist.

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