Donnerstag, Januar 31, 2008

Verwirrt und Seekrank

Ich hatte mit gerade ein Brot gemacht und stand eine Weile etwas planlos mit dem Messer in der Hand in der Küche. Bis mir aufging, was ich suchte: die Spülmaschine. (Ja, ich bin verwöhnt.)

In der Küche ist der Boden abschüssig. Das ist er genauso auf der Hälfte des Flures, bis hin zum Bad. Jetzt sitze ich hier an meinem Schreibtisch und frage mich, ob mein Zimmer (inclusive der anderen Hälfte des Flures) nicht vielleicht zur anderen Seite abschüssig ist. Heißt das eigentlich, dass mein Mitbewohner M einen Knick im Fußboden hat?
Wundern würd's mich ehrlich gesagt nichtmal, wenn er auf den beiden Hälften verschiedene Bodenbeläge hätte. In dieser Wohnung ist alles möglich.

Mittwoch, Januar 30, 2008

Nicht ganz

Was mir heute Morgen um 5 Uhr noch eingefallen ist: Mein Name steht wahrscheinlich noch gar nicht am Briefkasten (Einen Mietvertrag hab ich ja schließlich auch noch nicht. Und noch keine Miete gezahlt, weil ich noch immer nicht weiß wo hin, denn "Das steht dann im Mietvertrag"). Wie sollen mich denn in einem Haus mit so vielen Leuten und ohne mein Namensschild am Briefkasten die Postkarten finden?
Heute Morgen hab ich auf dem Weg zur Uni mal geguckt und ihn tatsächlich nicht gesehen. Entdeckt hab ich ihn, als ich von der Uni wiederkam. Mein Nachname steht anscheinend schon länger dran, ich hatte ihn nur nicht gleich erkannt. Ich heiß nunmal nicht Ingold. ;-)

Stöckchen: Holzfrei, chlorfrei gebleicht (II)

Nachdem der erste Fund für das Bücherstöckchen ja sehr trocken ausgefallen ist, habe ich einen zweiten Versuch in meinem WG-Zimmer versprochen.
Da wären wir. Die Regeln sind die gleichen geblieben und so zitiere ich nun aus Carlo Schäfer - Der Keltenkreis und hoffe ich verderbe mir damit nicht die Spannung, auf Seite 123 bin ich nämlich eigentlich noch nicht.

"Es gibt niemanden dieses Namens in Heidelberg oder Umgebung, in keiner denkbaren Schreibweise, auch in den Hotels ist niemand gemeldet gewesen. Wenn überhaupt, heißt jemand im Ausland so, und warum sollte der Mörder seinen Namen angeben, so doof sein. Mich wundert nur, dass ein wahnsinniger Penner so etwas einfädeln kann ... vielleicht hat sich Brecht als Plasmamann verkleidet ... natürlich käme auch Tannenbachs Sprechstundenhilfe in Betracht, es können verschiedene Täter sein ... " "

Das hat Euch jetzt verwirrt? Macht nichts, mich auch.
Das andere Buch, dass ich hier habe, lag etwas weiter weg und hat leider auch keine 123 Seiten, aber wenn, dann wäre das lustig geworden: Das Buch heißt "Erste russische Lesestücke" ;-)

Stöckchen: Holzfrei, chlorfrei gebleicht

Da versucht jemand einen Scheiterhaufen über mir zu errichten. Grad kam wieder ein Stöckchen vom Kiwi:

  • Regeln:
    • Nimm das erste Buch in deiner Nähe (das mindestens 123 Seiten hat).
    • Öffne das Buch auf Seite 123.
    • Finde den fünften Satz.
    • Poste die nächsten drei Sätze.
    • Wirf dein Stöckchen an 5 weitere Blogger!
Bisher ist kein Buch hier im Büro von mir. Aber ich versuche es mal.
Am nächsten lag tatsächlich das Telefonbuch, als zweites hatte ich "Auer Technikum" in der Hand, das mit Ausnahme der ersten und der letzten zehn Seiten nur Tabellen enthält.
Ich zitiere also aus: Rechenpraxis in Chemieberufen, Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, 7. Aufl. 1986

"Deshalb muß man zweckentsprechend arbeiten und eine Vorstellung von der Größe der möglichen Fehler haben.
Beispiel: Eine 50-ml-Bürette ist in 0,1 ml eingeteilt. Bei dieser Einteilung sind noch 0,05 ml gut abzuschätzen."

Und nun dürfen sich fünf Leute bedienen.

Verschlafen.

Das wird einfach nicht mein Tag heute.
Meine Schlaflosigkeit setzte sich damit fort, das gerade als ich wieder wegdämmerte, so um viertel vor sechs oder sechs meine Chinesische Mitbewohnerin (die heißt wie ein Pandabär) aufstand um nach Hause zu telefonieren. Das Telefon steht auf dem Flur und meine Mitbewohnerin flüstert nie.
Danach habe ich aber doch noch zwei Stunden wunderbar tief geschlafen. So tief, dass ich weder gehört habe wie meine anderen Mitbewohner gefrühstückt haben und gegangen sind, noch, dass mein Wecker gepiepst hat.
Beim Frühstück machen klemmte ich den Deckel von der Komposttonne mit dem Knie fest um eine Hand für den Teebecher zu haben und eine Hand um den Teebeutel in die Tonne zu befördern. Das war dämlich, dadurch ist mir nämlich das Kondenswasser vom Tonnendeckel auf die Socken getropft. Urgs, gleich am frühen Morgen nasse Socken mit Komposteimerduft. Ich hab dann zugesehen, dass ich aus dem Haus kam (nachdem ich frische Socken anhatte).

Wach!

Doof, um 5 Uhr plötzlich hellwach im Bett zu liegen und sich zu fragen, ob man die Exmatrikulationsbescheinigung tatsächlich in Heidelberg in dem Ordner mit all den wichtigen Sachen hat. Ich kann's nicht nachprüfen und deshalb auch nicht wieder einschlafen.

Dienstag, Januar 29, 2008

Kieselsteine

Heute hat's mir zum ersten Mal nicht geschmeckt in der Mainzer Mensa.
Die Tortellini mit Käsefüllung waren nur lauwarm und nachdem ich die ersten drei gegessen hatte war der Rest kalt. Ein Dutzend kalte Käseklumpen mit Teighülle, die sich im Magen in ein Dutzend kleine Wackersteinchen verwandelten. Da half es auch nicht noch einen Verdauungsspaziergang zum Briefkasten am anderen Ende des Campus zu machen.
Die Lauchcremesuppe enthielt tatsächlich Lauch (in Heidelberg wäre das nicht passiert), war aber eher schleimig als cremig.
Das Beste am Essen wahr wohl das krosse Roggenbrötchen.
Auf Nachtisch habe ich aufgrund der Auswahl heut verzichtet (Fruchtsalat aus der Dose oder Grießpudding ohne Soße).

Nachtrag:
Morgen gibt es übrigens Capelletti mit Gorgonzolafüllung. Nachdem Wikipedia nur einen Bischof mit diesem Namen kennt habe ich die Google-Bildersuche bemüht. So wie es aussieht sind Capelletti sowas wie Tortellini. Und Gorgonzola ist ein Käse (nicht, dass ich das hätte googeln müssen). Das heißt wohl, es gibt morgen das gleiche. Reste?

Heute ist nicht Mittwoch

Auch wenn ich das schon den ganzen Tag denke.

Blogempfehlung - AMAZE

Ein paar Kollegen aus einer anderen Arbeitsgruppe sind grade zu einer Messkampagne im Amazonasgebiet aufgebrochen.

In diesem Blog und in diesem Kampagnentagebuch schreiben sie über ihre Arbeit in einer Messstation im Regenwald und ihre Eindrücke von Land, Leuten und Natur.

(AMAZE - AMazonian Aerosol CharacteriZation Experiment)

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In the blog and the campaign diary linked above, some colleagues from another group here at the MPI write about their work and their impressions during a field campaign near Manaus.

Das meint die nicht ernst, oder?

Ich hab mich heute Morgen mit der Freundin eines Mitbewohners unterhalten. Es ging um den Angriff eines Sexualtäters auf eine Studentin hier auf dem Campus vor eineinhalb Wochen.

Sie: "Aber das ist doch nur einer Studentin passiert, von Tausenden."

Ich: "Ja, es läuft auch nur ein Arschloch da rum. Aber das immer noch."

Link Link

Mittwoch, Januar 23, 2008

Checkliste:

Nächste Woche nach Mainz mitnehmen:
- Mehrfachstecker
(Damit ich nicht immer unter den Tisch kriechen muss um meinen Laptop anzuschließen)
- Bettlaken
- Milch
- Marmelade
- Fotoecken
- Wärmflasche (es ist kalt in meinem Zimmer)
- Tesa-Moll (s.o.)
- Tee
- GPS

Unicum-Stöckchen

Kiwilover wirft mit einem Stöckchen aus dem Unicum. Es tut mir leid, ich denk bei Unicum immerzuerst an Zwack-Unicum.

25 Dinge, die man während des Studiums unbedingt tun sollte:

1. Eine Vorlesung schwänzen, um jenseits des Hörsaals noch etwas Sonne zu tanken.
Ich habe im Labor gestanden und meine Analysen für das Chemiepraktikum durchgezogen als die anderen auf der Neckarwiese gelegen und Cocktails geschlürft haben. Dafür hatte ich den nächsten Nachmittag echt frei, ohne schwänzen zu müssen. (Ich weiß, ich bin ein Streber ;-)

2. Dem abgebrannten Sitznachbarn ein Mensaessen spendieren.
Geben und nehmen.

3. Einem Komilitionen über die verhauene Klausur hinwegtrösten.
Ja, dann geht man in den Vater Rhein und isst Spaghetti.

4. Eine Nacht richtig durchpauken.
Vor der Physikklausur.

5. Am Schnitzeltag in der Mensa Schlange stehen.
Ich ess kein Schnitzel. Und selbst wenn: Anstellen für panierte Pappe?

6. Wenigstens einmal im Seminar den Mund aufmachen.
Ja, wenn auch selten.

7. Dem heimlichen Schwarm in eine Vorlesung folgen
Äh, wem?

8. Ein Buch aus der Bibliothek ausleihen.
Ja. Dafür sind Bibliotheken doch da, oder nicht?

9. Einem Ersti den Weg zum Seminarraum weisen.
Ja, noch häufiger aber den Biologen den Weg zum Dekanat.


10. Einen Ferienjob haben, auf den man später peinlich berührt zurückblicken wird.
Ferien sind für Exkursionen da, nicht für Jobs.

11. Auslandserfahrung sammeln - und sei es nur ein heißer Flirt mit dem Erasmus-Studenten.
Viele Exkursionen im Ausland. ;-)


12. Ein Referat völlig ohne Vorbereitung halten - und improvisierend bestehen.
Nicht ganz. Aber nach nur drei Tagen Vorbereitung ein Referat gehalten über das der Dozent sagte: "Wenn alle Referate so sind, bin ich zufrieden."


13. Seinem Prof die Meinung sagen.
Naja, doch nicht.

14. Sich in einen Komilitonen/eine Komilitonin verlieben.
Nana, da wäre aber jemand getroffen.

15. Sich auf dem Campus verlaufen.
Auf dem Campus nicht, aber im Keller der Geologie, der sich ja auch irgendwie auf dem Campus befindet. Zählt das?

16. Bei einer Prüfung durchrasseln.
Nein, ich bin nur durch eine normale Klausur gefallen.

17. Schlittenfahren auf dem Campushügel.
Welcher Hügel? Weder die Heidelberger, noch die Mainzer Uni hat Hügel auf dem Campus.

18. Hydeparkmäßig (Speakers’ Corner) auf einer Kiste eine Rede halten.
Nö, lieber nicht. Aber einmal als Barbara aufgetreten und einmal die Barbarafeier moderiert.

19. Mit dem Prof/ der Professorin flirten, um eine bessere Note zu bekommen.
20. Eine Toilette mit Klopapier finden. ;)
Erst in Mainz, denn in Heidelberg an der Uni gibt es nur das graue Schmirgelpapier auf den Toiletten

21. Die Studiengebühr privat verschwenden.
Wie soll das funktionieren?

22. In einem langweiligen Seminar schnarchend einschlafen.
Nein, nicht schnarchend. Aber in einer Vorlesung einzuschlafen in der nur drei Leute sitzen ist auch peinlich.

23. Sich nicht als was Besseres fühlen, nur weil man Student ist.
Wieso sollte man?
24. Eine Hausarbeit in 24 Stunden schreiben.
Ja, das funktioniert auch.
25. Den ganzen Scheiß hinschmeissen wollen.
Gestern erst.

11 von 25. Ich war wohl ein lausiger Student.

Und nun? Geht's zu Tobi, Mescalinum und Ju

Dienstag, Januar 22, 2008

Postcrossing

Im Dezember habe ich ein paar Postkarten gekauft, eigentlich um sie hier in meinem Zimmer und in Gau Angeles im Bad aufzuhängen. Dann lagen sie einen Monat lang in meiner Schreibtischschublade im Büro und heute kam mir die Idee, doch mal wieder ein paar Postcrossing-Karten zu schreiben. Also habe ich ein paar davon in alle Welt verschrieben und werde jetzt einfach schauen, was für Karten an meine Mainzer Adresse zurückkommen, die ich dann an meine Zimmertür kleben kann.

Normalerweise steh ich nicht so auf Postkarten mit klugen oder lustigen Sprüchen drauf. Aber eine war doch dabei, die ich haben musste: "Ich leide nicht an Realitätsverlust. Ich genieße ihn" mit einem Schaf daneben, das sehr glücklich und verträumt in die Landschaft blickt. Die habe ich auch verschrieben, weil ich glaube, dass die Empfängerin sich drüber freut. Sie spricht zwar kein Deutsch, bittet aber in ihrem Postcrossing-Profil: "Wenn Du mir eine Karte schreibst, schreib in Deiner eigenen Sprache, ich werde mir Zeit nehmen es zu übersetzen, das macht mir Spaß."

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I bought some postcards in December. My intention was to place them in my room here in Mainz and in the bathroom in Gau Angeles, but then they stayed in my desk in the office for over a month. Today I decided to start postcrossing again and wrote some of the cards to people all over the world. Now I will wait for some cards to be send to my adress in Mainz where I can put them on the door.

Usually I don't like Postcards with witty slogans, but there was one I had to have: "I don't suffer from loss of reality. I enjoy it." It had a very glad and absent mindet looking sheep next to it.
However much I liked it, I parted from this card to send it to a woman in Mexico who said in her postcrossing profile: "...if you send me a card please write in your language, i'm taking time to translate, this form is much fun,..." I think she will have fun with this card.

Ja, gibts denn sowas?

Eine WG-Küche ohne Flaschenöffner?

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Is this possible? A flat shared by five students and no bottle opener in the kitchen?

Fettnäpfchen

Überall heute.
Ich geh mir mal eben die Füße waschen.

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I put my foot in it a lot today.
I should just go and wash it.

Zum Fenster raus

Manchen Leuten sollte man die Nutzungsrechte an diesem Planeten entziehen.
Die Fenster in der Küche und im Bad stehen in der WG immer offen, gleichzeitig laufen die Heizungen volle Pulle.
Ich hab jetzt erstmal alle Luken zu gemacht und die Heizung runtergedreht.

Montag, Januar 21, 2008

Pimp my room!

Das ist mein WG-Zimmer in Mainz:Der Balken teilt das Zimmer nicht ganz in zwei Hälften. Die Schreibtisch-Seite ist etwas kleiner als die Bett-Seite.
Dankbar wäre ich für Vorschläge, die das häßliche Regal aufhübschen. Ein Gänzlicher Rauswurf ist leider nicht möglich.

Der Glastisch macht mich kirre. Wenn ich den Teebecher abstelle macht es jedesmal "Klonk". Und die harte Kante vorne ist sehr unbequem.
Wissen Sie, was ich sehe, wenn ich in diesen Spiegel schaue? Meine Augenbrauen (und alles darüber). Und über das grüne Ding reden wir besser gar nicht erst.

Jetzt ist kreative Hilfe aus der Blogwelt erbeten. Kreative und Dekorationskünstler vor: Machen Sie Vorschläge.

Freitag, Januar 18, 2008

Man kann sich nicht totlachen

Aber ich war gestern Abend auf der Tupperparty bei Frau Mutti nah dran.
Warum lesen sie am besten hier und hier. Besser lässt sich Situationskomik einfach nicht beschreiben und wenn ich versuche mich an alles zu erinnern lieg ich wieder am Boden (und kicher albern).
Ich freu mich jedenfalls schon wie Bolle auf die Abholparty. Und dann lerne ich vielleicht auch wie man Ädbäbämsche (oder wie hieß das?) richtig ausspricht.

Donnerstag, Januar 17, 2008

Just ask.

"I know this sounds crazy, but do you have a floppy?"

"A floppy?"

"You know these square - "

"Yes, I know what a floppy is. I think I've got some."

Ein Griff in meine Schreibtischschublade förderte das Gesuchte zu Tage.

"Someone sitting at this desk before me must have left them here."

"Oh, I would have guessed the answer was No."

Ich hab übrigens auch noch einen Dia-Film in der Schublade.

Heute in der Eintopftheke:

Tomatisierter Bohneneintopf

Diese Namensgebungen. *kopfschüttel*
Ich probier das Ratatouille.

Liebe Post

Warum sind die Einwurfschlitze an den gelben Briefkästen so flach, dass man keine Maxibriefe (die gehen ja bis 5 cm Dicke) einwerfen kann? Eine Marke ist doch schon drauf, muss ich dafür jetzt trotzdem extra zu einer Postfiliale mit komische Öffnungszeiten? Kann die Packstation nicht eine Klappe für sowas haben?
Und wo wir schonmal dabei sind: Es wär total praktisch, wenn man an Packstationen auch Briefmarken kaufen könnte. Direkt am Briefkasten wäre es noch praktischer, aber an den Packstationen ließe sich das wahrscheinlich einfacher verwirklichen.

Nur so ein paar Gedanken dazu...

Öde Leere

Können Sie sich vorstellen, dass ich hier in einem Zimmer wohne, in dem sich nichts lebendiges befindet? Nichts mit Fell oder Schuppen und nicht einmal ein Topfpflanze?

Aufgaben

In der WG in der ich wohne hat jeder feste Aufgaben. Wenn jemand neues einzieht werden die neu verteilt.
Zu meinen Aufgaben gehört es auch den Kühlschrank zu reinigen. Was hiermit erledigt ist.
Eigentlich trenne ich meinen Müll ja, aber nachdem ich versucht habe die abgelaufene Schlagsahne(MHD 15.07.!) auszugießen um den Becher dem Recycling zuzuführen und sich die "Butter" aber nicht von selbst rausbewegte wanderte sie mit Becher in den Restmüll, begleitet von einem Camembert (Abgelaufen im November) und einer angebrochenen Tube Senf, abgelaufen im vergangenen Jahr und mit einem Namen beschriftet, der zu niemandem passt, der grad bei uns wohnt.
Insgesamt also gar nicht so schlimm (abgesehen von der Sahne).

Mittwoch, Januar 16, 2008

Simply an owergrown child

Das Cover zum Album "simply an overgrown child" der Band "Guadeloup Franc":



















(Foto: Mark Sun, cc)

Hier gefunden.
Und hier, hier (mit Anleitung) und hier.
Alles schöne Cover.

Dienstag, Januar 15, 2008

Studentenküche

Mögen Sie Baked Beans?
Ich ja.
Das beste Fertiggericht, dass es gibt. Heiß machen, mit Pfeffer und Salz abschmecken und direkt aus dem Topf essen. Herrlich.

Kennen sie das?

Sie sollen etwas schreiben.
Sie wissen eigentlich auch was.
Nur wenn Sie anfangen zu überlegen wie, entweicht ihnen jedesmal auch das was. Es windet sich, duckt sich weg und ist einfach nicht mehr zu greifen und in Worte zu fassen.

Donnerstag, Januar 10, 2008

Unliebsame Mitbewohner

Da haben wir noch keine Mieter und schon jemanden vor die Tür gesetzt. Der Dachausbau erforderte eine Begehung (Bekriechung) der Abseiten im Stockwerk drunter. Es gibt Dinge, die man dann nicht finden möchte. Ein gutes Dutzend Marderhinterlassenschaften und herausgerissene Dachisolierung gehören dazu. Bei der Hausbesichtigung hatte ich übrigens auch in die Abseiten geguckt (um zu sehen, ob die isoliert sind) und beim Einzug nochmal (nur so) da war das noch nicht so. Die Chance, dass da vor fünf Jahren mal ein Marder war, der inzwischen längst wieder weg ist, war ausgeschlossen, das verriet uns übrigens auch die überwältigende Geruchnote "Raubtierkäfig". Der Eingang war nicht schwer zu finden. Die Regenrinne läuft in einem Holzkasten und neben dem Fallrohr hat der ein Loch. Wir warteten bis Abends um elf, in der Hoffnung, dass der Marder dann unterwegs ist, und stellten uns mit der Leiter in den Regen um den Eingang mit Kaninchendraht zuzutackern.
Dabei machte sich mal wieder die aufmerksame Nachbarschaft bemerkbar. Unsere Nachbarin
(diese Nachbarin), befürchtete einen Einbruchsversuch und kam gucken, ob alles in Ordnung ist. ;-)
Der Marder wurd nicht mehr gesehen. Nur gehört. Die nächsten zwei Nächte hat er noch am Gitter randaliert und versucht wieder rein zu kommen. In der Abseite hatten wir etwas Fleisch ausgelegt um zu gucken, ob wir ihn wirklich aus- und nicht eingesperrt haben. Er ist weg.

2007

War ein schönes Jahr. Ich hab's genossen.

Montag, Januar 07, 2008

Zweierlei Pils

Ich wunder mich immer über Leute, die sich in eine Kneipe setzen und ganz lässig ein Pils bestellen. Wenn es nur eine Sorte gibt, ok. Aber wenn es doch ne Auswahl gibt, woher weiß man dann,was man kriegt? Ist das so egal? Das wäre eigentlich wie in eine Pizzeria zu gehen und nur "Eine Pizza" als Bestellung aufzugeben.
Aber leider kriegt man auch wenn man denkt präzise zu sein nicht immer das, was man eigentlich haben wollte.

Neulich in einer Heidelberger Pizzeria, die zwei Sorten Pils auf der Speisekarte führt:

"Ich hätte gerne ein Heidelberger dazu."

Der Wirt schnippt so überschwenglich, dass er dabei fast eine Pirouette dreht
"Ah, für sie habe ich ein Angebot, für sie bringe ich ein Weihnachtsbier. Ja?"

Weihnachtsbier habe ich noch nie probiert, stelle es mir aber bappig süß vor. Und wenn jemand so übertrieben freundlich ist hat die Sache immer einen Haken. In diesem Fall ging es wohl darum nach Weihnachten noch schnell die Restbestände loszuwerden.

"Nein danke, ich hätte lieber ein Pils."

Was krieg ich? Jever. Mag ich auch, war aber nicht, was ich wollte.
Merke: Brauerei UND Bierart angeben. In einem Satz.
(Wie bei der Bahn: "NachBerlinEinfacheFahrtMitBahnCard75DritterKlasseOhneICE - DaGibtEsEineVerbindungUm13:14MitEinmalUmsteigenInKassel." Keine Rückfragen nötig, schneller geht's nicht.)

Die Pizza selbst war übrigens wie immer prima.

Da

Heute bin ich in mein Unter-der-Woche-Zimmer eingezogen. Jetzt schon? Ja, jetzt schon.
Als ich mich für dieses Zimmer entschieden habe (bzw. die eine Mitbewohnerin, die an dem Abend da war sich für mich), war das zur Zwischenmiete ab Februar für ein halbes Jahr. Ok, dachte ich, den Januar kriege ich auch noch rum und in einer Fünfer-WG zieht in dem halben Jahr ja vielleicht auch jemand aus, dann rück ich auf. Das es nun so schnell gehen würde, hatte ich aber nicht gedacht. Heiligabend kam eine SMS von meiner freundlichen chinesischen Mitbewohnerin (die übrigens heißt wie ein Pandabär) dass das Zimmer gegenüber zum Januar frei wird und ob ich nicht lieber da einziehen möchte.
Aber ja doch!
Das Zimmer ist
+ größer zum gleichen Preis
+ Dachgeschoss Nordseite statt Dachgeschoss Südseite
+ Zum Hof statt zur Straße gelegen
+ die Fachwerkbalken sind weiß gestrichen statt grau

Nachweihnachtsstöckchen

Einhakel warf mit einem Tannenzweig. Ich bastelte einen Adventskranz draus und fand ihn erst heute wieder. Und weil er nicht mehr ganz frisch ist und schon ein bisschen genadelt hat, wandle ich ihn ein bischen ab.

3 (materielle) Wünsche zu Weihnachten (die ich nicht bekommen habe)

eine Nähmaschine
eine Nähmaschine
eine Nähmaschine
Vielleicht wird's ja zum Geburtstag was. Eine reicht auch bestimmt.

3 Menschen, mit denen ich gern Weihnachten feiern würde (mit denen ich es aber 2007 nicht gefeiert habe)

Mein Bruder

Nichte 1

Nichte 2

3 Menschen, die auch von mir ein Weihnachtsgeschenk erhalten (haben)

Meine Schwester
Meine Eltern
Mein Mann

3 Menschen, die das Stöckchen fangen sollen (es aber schon hatten, aber vielleicht wollen Sie ja vergleichen.)

Das kleine Brüllen
Tanja
Kirsten

Mittwoch, Januar 02, 2008

Improvisation ist alles

"Jetzt wäre es schön ein Kirschkernkissen zu haben." seufzte ich, nachdem mich heute morgen eine Hexe getroffen hat.
"Guck auf die Uhr, in 5 Minuten hast Du eins." sagte der Liebste eifrig und verschwand.
Fünf Minuten später lag ein großer, mit heißem Meerschweinfutter gefüllter Tennissocken in meinem Nacken.
Welch eine Wohltat.