Sonntag, März 10, 2019

Erfolgreich

- war das Brotbacken. Lecker isses geworden. Es ist das Vollkornbrot aus “Gutes Brot selber backen“ nur mit ein Bisschen Roggenmehl, weil Roggen erstens ganz lecker ist und ich zweitens die vierfache Menge gemacht habe (wer bitte betreibt den ganzen Aufwand und heizt den Ofen für ein einzelnes kleines Brot?) und das sind dann 1200 g Mehl (diesmal ein Päckcen Weizenvollkorn und 200g Roggen).
- war auch die Gartenarbeit bei den Imkern. 20 Leute waren da, da kriegt man an einem Vormittag viel bewegt.
- meiner Tochter erklärt, warum ich Ohrlöcher für Kinder nicht gut finde.
- naja, so halbwegs, läuft die Vergesellschaftung der Hühner. Die neuen haben sich gestern zaghaft hinausgetraut und sind zwar noch nicht mit den anderen mitgelaufen, aber am Abend waren alle fünf zusammen im Stall. Eben habe ich Futter ausgestreut um alle zusammenzulocken, aber Darcy* hat die neuen wieder in den Stall zurückgetrieben. Sie kamen jedoch gleich wiede raus um trotzdem zu fressen. Das wird schon.
Die Alteingesessenen:

V.l.n.r: Molly, Schneeflocke und Darcy
Die neuen:
Klara und Torkel. Fragt mich nicht, wer wer ist.

* Eigentlich heißt das Huhn Darth Vader (wer hat es wohl benannt?) aber das ist ersens viel zu lang und zweitens hat es das einfach nicht verdient (auch wenn es gerade garstig zu den neuen ist).

Freitag, März 08, 2019

Verkalkuliert

habe ich mich mal wieder beim Brotbacken, und zwar mit der nötigen Zeit. Backen beruhigt und macht glücklich (weshalb ich damals am Abend vor der Verteidigung meiner Dissertation noch 4 Lagen Muffins gebacken habe). Heute funktioniert es nicht. Jetzt ist das Brot nach zweistündigem Gewurschtel mit abwechselndem Durchkneten und wieder gehen lassen (zwischendurch habe ich Minischaf ins Bett gebracht, war joggen und habe die Meerschweinchen gefüttert) gerade erst im Ofen und es ist zehn Uhr und eigentlich wäre ich jetzt gern im Bett.

Nachtrag: Hat sich aber gelohnt, das aufbleiben. Und jetzt sollten hier eigentlich ein oder zwei hübsche Fotos von knusprigen braunen Kastenbroten sein. Klappt aber irgendwie nicht. Naja, morgen vielleicht. Jetzt Bett.

Bienen

Letztes Jahr habe ich das Imkern angefangen. Leider ist das nicht so rund gelaufen. Zu trocken, dadurch kaum Nektar , zu viele Verluste an Hornissen und am Ende ist das Volk nach dem Zufüttern zwar mit genug Futter aber zu wenig Bienen in den Winter gegangen. Sie haben es nicht geschafft. Heute habe ich die Beute auseonander genommen und alle toten Bienen rausgekehrt. Mehr habe ich noch nicht gemacht.
Als ich gerade am Kasten war und alles auseinander hatte kamen Mann und Minischaf nach Hause, mit zwei Hühnern. Die Hühner sind dann jetzt also auch fünf.
Die Kaninchen waren heute nicht mit draußen, denen fehlt dafür gerade das nötige Fell, wir haben sie Freitag bzw. Montag geschoren. Die Haare auch zu verspinnen, dazu bin ich immer noch nicht gekonnen. So richtig trau ich mich auch nicht. Ich glaube fürs erste Mal Angora verspinnen braucht es einen Tag mit hoher Frusttoleranz.
Morgen ist Arbeitseinsatz auf dem Lehrbienenstand des Imkervereins, Pflanzen setzen, Sandsteinmauern bauen und Regenwassertanks einbuddeln stehen auf dem Plan. Bisher habe ich es nur wenige Male zu den Monatsversammlungen geschafft (Donnerstagabende sind eben schon voll mit Kinderprogramm) und da will ich morgen mal mit anpacken.

Dienstag, März 05, 2019

WMDEDGT

Frau Brüllen fragt am Fünften jeden Monats: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Fangen wir am Vorabend an, da lag ich nämlich schon um zehn im Bett, weil ich in der Nacht zuvor zwei Stunden wach war. Die Folge war allerdings, dass ich heute Morgen um vier Uhr wach war und über etwas grübelte, über das ich mich am Abend vorher geärgert hatte. Wieder eingeschlafen bin ich wohl um fünf, der Wecker klingelte um sechs. Und um 10 nach sechs und um 20 nach sechs.
Nach ein paar Momenten schreiben auf dem Telefon ist es 6:30 und ich stehe auf. Der Mann schnorchelt noch leise vor sich hin.
Ich husche durchs Bad, ziehe mich an, falte auf der Suche nach Socken ein paar Teile der letzten Wäsche. Dann setze ich Teewasser auf und schaue nach den Meerschweinchen und Kaninchen, wo ich mit großem Gequietsche empfangen werde. Jack rast über die Hausdächer auf die Empore, wieder runter und wieder rauf und pfeift mir fordernd zu. Ist das schön, dass sie wieder jetzt wieder zu fünft sind. Zwei sind einfach keine Herde. Bei allen lege ich Heu nach und bei Luna und Lupin fülle ich die Wasserflasche wieder auf (da muss eine zweite her).
Als ich wieder in die Küche komme ist der Mann wach und macht Tee und Kaffee. Damit setzen wir uns an den Tisch und werden noch ein bisschen wacher bevor wir die Kinder wecken (heute aber nur eins, das andere Urlaubt ja bei den Eifler Großeltern). Ich spreche an, worüber ich mich geärgert habe, wir reden darüber, wir reden über anderes, es wird Zeit das Minischaf zu wecken. Es ist unausgeschlafen (hat sich gestern auch lange wach gehalten) aber mit einem Kind ist der ganz Morgen trotzdem sehr entspannt. Die Zeit verfliegt mit Kakao trinken, Müsli essen, Minischaf anziehen, Haare bürsten, Dinge suchen (wenn ich nur Morgens nicht immer so viele Sachen suchen müsste) und plötzlich ist es Fünf nach Acht. Ich schaffe es um viertel nach aus dem Haus zu kommen und um 8:30 bei der Arbeit zu sein. Ich liebe meinen kurzen Arbeitsweg.

Auf der Arbeit werde ich daran erinnert, dass wir diese neue, langweiligste Aufgabe der Welt haben, die aber oberste Priorität hat, also begebe ich mich gleich daran. "Unterlagen zu Abfallprodukten auf ihre Vollständigkeit überprüfen (unter Beachtung der stattgefundenen Konditionierungsschritte)" beschreibt es vielleicht am besten. Ich würde lieber die fast fertige Dokumentation fertigstellen, aber naja. Darüber hinaus gibt es sowohl unerfreuliche als auch höchst erfreuliche Neuigkeiten, wir essen beim Thai zu Mittag, als Erkältungsprophylaxe gibt es das rote Curry, das alle Nebenhölen freibrennt.
Am Nachmittag prüfe ich noch weitere Chargen auf Vollständigkeit der Unterlagen, dann bekomme ich eine Whatsapp von der Nachbarin, ob ich später auf ihre beiden älteren Kinder aufpassen könnte. Mache ich natürlich gern und gehe dann auch etwas früher als geplant aus dem Büro, nämlich um fünf nach fünf.
Der Heimweg geht zügig und ereignislos und zu Hause falle ich fast über den Mann, der mit einem neuen Staubsauger durchs Haus wuselt. "Aha," denke ich, "er hat meine Whatsapp gelesen, in der ich die Nachbarskinder ankündigte." Hat er gar nicht. Er hat nur einen schicken, beutellosen, metallic-roten Staubsauger gekauft und Spaß dran. Wir räumen gemeinsam noch eine Weile rum bis um viertel vor sechs die Nachbarskinder vor der Tür stehen. Die drei Kinder spielen, der Mann bastelt im Keller und ich mache eine Überweisung, dann befinde ich mich kurzzeitig im Leerlauf und fange an über den Tag zu bloggen. Um halb sieben wollten die Nachbarn eigentlich wieder da sein. Sind sie nicht, macht nichts. Ich spiele mit der Nachbarstochter "Gobblet Mampfer", "Louping Loui" und "Mäuseturm" während der Nachbarssohn und das Minischaf Mindecraft spielen. Dann ist es sieben Uhr, die Nachbarn sind noch nicht wieder da, macht nichts, ich koche Nudeln und decke den Tisch. Es wird halb acht, die Nachbarin steht an der Tür als die Nudeln gerade fertig sind, entschuldigt sich, dass es länger gedauert hat als gedacht und wir machen aus, dass die Kinder noch bei uns mitessen und dann rübergehen. Immerhin waren sie erfolgreich bei ihrem Termin und das freut mich für sie.
Heute teilen wir das ins Bett bringen mal auf, Zähneputzen und umziehen Mama, Gutenachtgeschichte und Licht aus Papa. Funktioniert, um halb neun ist tatsächlich alles still.
Während der Mann also die Gutenachtgeschichte vorliest spiele ich ein Bisschen Overcooked (aber in dem vermaledeiten zweiten Lavalevel komme ich immer noch nicht weiter). Wäsche waschen, Meerschweinchen saubermachen, joggen, Zack ist es zehn Uhr. Nu muss ich noch mein Auto aufräumen (das muss morgen in die Werkstatt) und duschen, dann geht's ins Bett.

Montag, März 04, 2019

Blangem JuJa! - Ein Wochenende im Karneval

Ich bin am Wochenende im Karneval gelandet. Da wo ich war, in Blankenheim an der Ahr, gehören dazu der Geisterzug am Samstag, Juggesellenmesse und Taufe des Prinzen an der Ahrquelle am Sonntag und ein Umzug am Montag.

Also sind wir erstmal beim Geisterzug mitgesprungen. Da wird nämlich nicht gelaufen sondern gesprungen. Vorweg läuft eine Kapelle, dann sausen ein paar Hexe über die Straße und hintendran reihen sich die Geister ein. Erst der Obergeist zu Ross*, dann alle anderen großen und kleinen Geister hinterher. Eingehakt bei anderen Geistern springt man ein paar Schritte nach links, nach rechts und wieder zurück und schunkelt sich so im Hopserlauf die Straße hinauf.
Dabei wird gesungen (Juh jah, Kribbel en der Botz, Wer dat net hätt, dä es nix notz!
Juh jah, Kribbel en der Botz, De Fassenach es do! Ne richtige Fastelovensjeck, Dä freut sich över jeden Dreck!Juh Jah Kribbel en dr Botz, De Fassenaach es do!)
Man kommt mit diesem einen Lied aus was dazu führt, das alle es können, und weil hüpfen und singen gute Laune machen sind alle fröhlich und - was mich sehr überrascht hat - das ohne offensichtlich Besoffene, was ja sonst meine erste Assoziation mit Karneval ist.


Im Nachhinein finde ich es ein Bisschen schade selbst nicht verkleidet gewesen zu sein.

Die Messe am Sonntag wurde vom Junggesellenverein und dem Karnevalsverein mitgestaltet und in Dialekt gehalten. Also nochmal zum auf der Zunge zergehen lassen: katholische Messe, mit Jecken, in Eifeler Dialekt. Das würde für mich als evangelischem Ostwestfalen schonmal nicht leicht werden da mitzukommen, das war mir klar. Aber anschauen muss man sich sowas ja doch, wenn man schonmal da ist. Und dann wars auch ganz ok. Erstmal wars schön bunt und zu verstehen war es auch.

Bei den Liedtexten im Dialekt musste ich passen, habe aber wenigstens beim Refrain jeweils versucht irgendwie mitzukommen.

Aber die Gemeinde konnte das ja und hat gesungen. Das hat man ja leider nicht immer, dass die Gemeinde auch mitsingt. Fand ich schön. Geschunkel in der Kirche hingegen finde ich irritierend, das war aber auch nur beim letzten Lied und weil ich am Ende einer Bank saß, hat es auch nicht gestört, dass ich nicht mitschunkelte.

Die Prinzentaufe an der Ahrquelle haben wir uns gespart, das wäre nach Aussage der Einheimischen noch eine halbe Stunde rumstehen gewesen und es nieselte ungemütlich.

Am Abend haben wir den runden Geburtstag meiner Schwägerin gefeiert (einer der beiden Gründe warum wir uns überhaupt am Karnevalswochenende in die Eifel gewagt haben). Um halb neun war bei den angeschlagenen Erwachsenen (dem Mann und mir) die Luft raus. Wir trieben die Kinder zusammen und fuhren zu seinen Eltern nach Hause. Dort angekommen fiel uns auf, dass wir keinen Schlüssel hatten. Und weil in dem Geräuschpegel einer Party niemand sein Handy hört dauerte es etwas bis wir die Schwiegereltern an der Strippe** hatten und nochmal 20 min. Fahertzeit bis sie uns reinlassen konnten. Die Wartezeit haben wir uns mit Spielen an der beschlagenen Windschutzscheibe und später mit Tiereraten vertrieben.

Er: Ich hab ein Tier
Ich: Ist es groß?
Er: Nein.
Ich: Ist es eine Kakerlake?
Er (hörbar geknickt): ja.
Kürzestes Tiereraten aller Zeiten.

Für heute sind Regen und Sturm angekündigt, weshalb wir nicht bis zum Zug bleiben sondern uns schon nach dem Frühstück auf den Heimweg machen. (Den Zug habe ich auch in einem anderen Jahr schon mal gesehen, mir reicht das.)

Das Kleinschaf bleibt noch eine Woche da. Das war der andere der beiden Gründe für unsere Reise. Er hat Faschingsferien und darf die mit seinen Cousinen verbringen.
Appropos Cousinen: Dass ich mal meine dreizehnjährige Nichte bitten würde mir etwas aus dem Schrank zu holen, weil ich nicht drankomme, das hätte ich auch nicht gedacht. Was wachsen die alle so schnell?

---

*Pferd trifft es nicht wirklich, wenn man dieses Tier beschreiben wollte. Ich habe noch nie ein so massives Tier gesehen außer im Zoo. Und die hatten Rüssel.

** kann man das noch sagen, auch wenn die Telefone alle schnurlos sind?

Dienstag, Februar 26, 2019

Bauernhofmuffins

Gestern Abend habe ich nochmal lange gebacken und dekoriert. Die Kindergartengruppe war gestern Vormittag im Theater und Familie Webschaf Nachmittags im Kino, deshalb wird der Geburtstag im Kindergarten heute gefeiert.
Ich habe ein letztes Mal Kindergartenmuffins gebacken, passend zum Jahresthema der Gruppe: Bauernhof (das Theaterstück war Helme Heines Freunde)

Ich bin ja so froh, dass die Schweinchen funktioniert haben. Ich war nämlich nicht sicher, ob man weiße Kuvertüre mit Lebensmittelfarbe färben kann. Mit der zuckrigen Paste aus den Tuben gehts prima.
Und ich glaube, ich brauche mir nie wieder was anderes überlegen. Das große Kind hatte zum letzten Geburtstag nur Schafe, da können wir nächstes Mal variieren und das kleine Kind kommt in die Schule, da können wir uns wiederholen. ;-)

Montag, Februar 25, 2019